Börsen-Zeitung, Unternehmensmitteilungen

Börsen-Zeitung: Jede Menge Baustellen, Kommentar zur Lufthansa von

16.03.2017 - 20:53:24

Börsen-Zeitung / Börsen-Zeitung: Jede Menge Baustellen, Kommentar zur ...

Lisa Schmelzer

Frankfurt - Es läuft gerade rund für Lufthansa-Konzernchef

Carsten Spohr. Mitte der Woche konnte er eine Einigung im

Tarifkonflikt mit den Piloten vermelden, einen Tag später wurden für

das vergangene Geschäftsjahr Ergebnisse auf Rekordniveau vorgelegt.

Die Börse reagierte mit deutlichen Kursaufschlägen.

Die Freude Spohrs dürfte indessen verhalten ausfallen. Denn der

Lufthansa-Chef weiß, dass er trotz der erfreulichen Ergebnisse noch

jede Menge Baustellen abzuarbeiten hat. Vieles hat er angestoßen,

einiges auf den Weg gebracht - was bei all dem am Ende herauskommt,

steht aber noch in den Sternen.

Spohrs wichtigstes Projekt beispielsweise, die günstige

Flug-Plattform Eurowings, ist im vergangenen Jahr tief in den roten

Zahlen gelandet und dürfte auch 2017 nur eine schwarze Null abwerfen.

Die Integration von Brussels Airlines und den geleasten

Air-Berlin-Fliegern ist ein Kraftakt, der unter der Führung des neuen

- und branchenfremden - für Eurowings zuständigen Lufthansa-Vorstand

Thorsten Dirks gelingen muss. Auch bei den Kostenstrukturen der neuen

Tochter ist man noch nicht am Ziel. Um 10% sind die Stückkosten im

vergangenen Jahr gesunken, bis Ende des Jahrzehnts müssen weitere 20%

dazukommen, um auch nur annähernd wettbewerbsfähig zu sein.

Im nach wie vor wichtigsten Geschäftsfeld Lufthansa Passage ist

nach der Einigung mit den Piloten ebenfalls noch nicht eitel

Sonnenschein. Die Preise verfallen seit längerem in einem solch

rasanten Tempo, dass beim Zurückfahren der Kosten kaum Schritt

gehalten werden kann. Selbst die Zugeständnisse der Piloten

eingerechnet, hat die Lufthansa noch lange nicht das Aufwandsniveau

der Wettbewerber aus den Golfstaaten erreicht, die ihre besten Zeiten

zwar hinter sich haben, den Europäern aber nach wie vor das Leben

schwer machen.

Selbst verlässliche Ergebnisbringer im Konzern wie die Lufthansa

Technik schwächeln derzeit oder fliegen - wie die Frachtsparte - rote

Zahlen ein. Spohr, einst selbst Lufthansa-Cargo-Chef, macht zwar

Anzeichen einer Erholung aus, dennoch wird die Frachter-Flotte weiter

zusammengestrichen.

Bei dieser Gemengelage fällt die Prognose für 2017 - zu Recht -

verhalten aus. Zumal ein Faktor, der mit über Wohl und Weh der

Airline-Branche entscheidet, derzeit gegen die Unternehmen läuft: Der

anziehende Ölpreis und der starke Dollar werden den Kerosineinkauf

verteuern, Lufthansa rechnet 2017 mit Mehrausgaben von 350 Mill.

Euro.

OTS: Börsen-Zeitung

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/30377

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_30377.rss2

Pressekontakt:

Börsen-Zeitung

Redaktion

Telefon: 0692732-0

www.boersen-zeitung.de

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!