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Börsen-Zeitung: Ausdauer gefragt, Kommentar zu Adidas von Joachim Herr

08.03.2017 - 20:38:25

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Frankfurt - Tempomacher halten im Sport meistens nicht bis

ins Ziel durch. Ihre Aufgabe ist es, Konkurrenten zu Höchstleistungen

anzuspornen - zum Beispiel zu einem Weltrekord im Langstreckenlauf.

Kasper Rorsted setzt dagegen auf eine exzellente Kondition: Der neue

Vorstandschef von Adidas zieht die Geschwindigkeit an und will

trotzdem auf Dauer vorn sein.

So verwegen, Nike den ersten Rang in der Sportartikelindustrie

abzujagen, ist er allerdings nicht. Da tut er gut daran, denn der

Abstand des Hauptrivalen ist zu groß: in den USA, dem größten Markt

der Welt, und in Bezug auf die Profitabilität. Aber Rorsted will Nike

in beiden Punkten näherkommen.

Schon zu seinem Einstand als Vorstandsvorsitzender von Adidas

machte er im vergangenen Herbst klar, dass er keine Zeit verlieren

will. Fünf Wochen nach Arbeitsbeginn verordnete er Reebok, der

größten Schwachstelle im Konzern, ein Fitnessprogramm. Nun legt er

die Latte für die Geschäftsziele bis zum Jahr 2020 ein gutes Stück

höher. Dass Adidas seit zwei Jahren einen Lauf hat, gibt Rorsted viel

Zuversicht.

Mit solch einem großen Selbstbewusstsein hat die Börse jedoch

nicht gerechnet. Der Aktienkurs von Adidas, der in den vergangenen

zwei Jahren Gewinner im Dax war, machte am Mittwoch einen kräftigen

Satz nach oben. Dazu hat auch die um ein Viertel erhöhte Dividende

beigetragen. Aber vor allem dürfte der Grund für den Kurssprung sein,

dass Rorsted mit den neuen Zielen die ohnehin hohen Erwartungen, die

der Kapitalmarkt in ihn steckt, sogar noch übertrifft. Diese richten

sich vor allem auf die Profitabilität.

Die Mitarbeiter und in erster Linie sich selbst setzt Rorsted

damit gehörig unter Druck. Er hat seinen großen Ehrgeiz zu Adidas

mitgenommen und fordert Höchstleistung. Wagt Rorsted mit der

mittelfristigen Prognose zu viel? Als Vorstandschef von Henkel hatte

er kurz vor seinem Abschied das mittelfristige Umsatzziel aufgeben

müssen.

In der Sportartikelindustrie ist die Zeit für ambitionierte Ziele

derzeit günstig: Die Branche wächst kräftig in fast allen wichtigen

Märkten. Und die Aussichten sind gut. Zudem schwankt der Verkauf von

Sportschuhen und Trikots weniger stark mit dem Auf und Ab der

globalen Wirtschaft. Zuletzt hatte sich das in der Finanzkrise vor

ein paar Jahren gezeigt.

Rorsteds Optimismus steht auf einem guten Fundament. Er muss es

nun im Firmenalltag schaffen, dass die ganze Mannschaft von Adidas

das Tempo steigert und viel Ausdauer beweist.

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