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AGRANA fordert mehr Sachlichkeit in der ORF-Ernährungsdebatte

24.03.2017 - 09:32:24

APA Zucker ist wertvoller Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung

Wien (APA-ots) - Anlässlich des aktuellen Zuckerschwerpunktes des ORF

nimmt AGRANA als führender österreichischer Zuckerproduzent Stellung

zu darin enthaltenen unsachlichen und falschen Äußerungen:

- Mag "Süßes Gift" aus Marketinggründen noch ein reißerischer

Aufhänger sein, geht die mehrmals wiederholte Aussage "Zucker ist wie

Kokain und Heroin" eindeutig zu weit. Zucker ist ein hochwertiges

Lebensmittel - unverzichtbar im Energiestoffwechsel - und wird in

Österreich von AGRANA aus gentechnikfreien Zuckerrüben

österreichischer Landwirte nachhaltig produziert. Zucker ist weder

ein Suchtgift noch macht er abhängig, wie dies bei Alkohol und

Nikotin, und erst recht bei Heroin, der Fall ist. AGRANA verwahrt

sich gegen alle derartigen tendenziösen Äußerungen.

- Zucker vorwiegend als Verursacher von Fettleibigkeit darzustellen,

ist mehr als einseitig. Fakt ist, dass der Zuckerkonsum über die

letzten 20 Jahre um 20 % gesunken ist und dennoch der Anteil an

Übergewichtigen steigt. Mittlerweile ist hinlänglich bewiesen, dass

die Gewichtszunahme beim gesunden Menschen eine Folge zu hoher

Kalorienaufnahme im Vergleich zum Kalorienverbrauch ist. Ob diese

Kalorien aus Fett, Eiweiß, Zucker oder anderen Kohlehydraten stammen,

ist dabei unmaßgeblich.

Der Eigenverantwortung des mündigen Konsumenten bezüglich seines

Lebensstils kommt daher wesentliche Bedeutung auch im Umgang mit

Ernährung zu. Was die Energiebilanz belastet, ist die fehlende

körperliche Aktivität, und der damit sinkende Kalorienverbrauch im

heutigen Lebensstil mit Sitzen im Büro, im Auto und vor dem

Fernseher.

- Zur Diabetes Erkrankung: Den "Richtlinien für die Praxis" der

Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) ist zu entnehmen, dass

Diabetiker durchaus zwischen 45 und 60 % der aufgenommenen

Gesamtenergie in Form von Kohlehydraten zu sich nehmen können.

Hinsichtlich Zucker wird ein vollständiger Zuckerverzicht nicht mehr

gefordert, die Zuckeraufnahme sollte aber 10 % der Gesamtenergie

nicht überschreiten.

Dies entspricht der aktuellen WHO-Empfehlung für den

Normalverbraucher. Diabetes heißt zwar Zuckerkrankheit, es ist jedoch

der hohe Körperfettanteil, der zu Insulinresistenz und nicht

genetisch bedingtem Diabetes (Typ 2) führt. Diese Erkrankung ist eine

Folge von Überernährung, unabhängig davon woher dieses Zuviel an

Körperfett kommt.

"Ein klares Augenmerk auf die Kalorienaufnahme, verbunden mit

körperlich aktivem Lebensstil, würde viele mit Übergewicht verbundene

Gesundheitsprobleme lösen - zuckerfreie Diäten lösen sie sicher

nicht. Die Nahrungsmittelindustrie bietet eine Vielfalt an Produkten

mit niedrigem Energiegehalt in ausgezeichneter Qualität an - es

braucht aber auch den mündigen Konsumenten, der das Ausmaß der

einzelnen von ihm aufgenommen Nährstoffe beachtet. Ob die

ORF-Kampagne zu mehr Aufklärung beiträgt, ist fraglich - geht es doch

offensichtlich darum, Schuldige zu finden, nämlich den Zucker und die

dahinterstehende Zucker- und Lebensmittelindustrie", ruft DI Johann

Marihart, Vorstandsvorsitzender der AGRANA Beteiligungs-AG, zu mehr

Sachlichkeit in der ORF-Ernährungsdebatte auf.

Rückfragehinweis:

AGRANA Beteiligungs-AG

Mag. Markus SIMAK, Pressesprecher

Tel.: +43-1-21137-12084

markus.simak@agrana.com

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4/aom

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