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A.T. Kearney: 80 Prozent der Einkaufsorganisationen bleiben unter

16.12.2016 - 11:03:24

A.T. Kearney / A.T. Kearney: 80 Prozent der Einkaufsorganisationen ...

ihren Möglichkeiten (FOTO)

Düsseldorf -

A.T. Kearney, ISM und CIPS stellen neue Untersuchung zur

Performance der Beschaffung vor.

"Einkaufs- und Finanzvorstände wie auch interne Kunden sind sich

einig, dass das Gros der Beschaffungsorganisationen zwar ordentliche

Arbeit leistet, aber weit davon entfernt ist, einen durchschlagenden

Wertbeitrag zu leisten oder sichtbar zu machen", meint Dr. Michael

Strohmer, Partner bei A.T. Kearney und Leiter des Kompetenzteams

Einkauf der Unternehmensberatung: "Top Einkäufer nutzen

Technologietrends sowie Innovationen und treiben den Umbruch des

Beschaffungswesens voran - weg von der reinen Kostensenkung hin zu

Steigerung der Profitabilität und Innovationskraft."

Die vierte ROSMA Performance Check Studie (Return on Supply

Management Analysis) hat weltweit 1.780 Führungskräfte zum

Wertbeitrag der Beschaffung befragt. Das Besondere der Studie, die

erneut aus einer Zusammenarbeit von A.T. Kearney mit dem Institute

for Supply Chain Management (ISM) und dem Chartered Institute of

Procurement & Supply (CIPS) hervorging, ist ihr ganzheitlicher

Ansatz: Sie bringt die drei unterschiedlichen Perspektiven von

Einkauf, Finanzen und Kunden auf die Beschaffungsfunktion zusammen.

In die jüngste ROSMA Untersuchung (Return on Supply Management

Analysis) flossen Aussagen 672 Beschaffungsvorständen und -leitern,

384 Finanzvorständen und 217 Kundenvertretern ein.

Alle drei befragten Gruppen stimmen erstaunlicherweise überein,

dass nur 20 bis 25 Prozent der Einkaufsteams überdurchschnittlich

mehr Wert generieren als sie und die Infrastruktur kosten (bis zum

Zehnfachen) und Leistungen erbringen, die von ihren Kunden als auch

beim Finanzvorstand wertgeschätzt werden. 25 bis 30 Prozent lieferten

den Befragten zufolge gar keinen Beitrag bzw. erzielten sogar

negative Effekte. Mehr als 50 Prozent der Beschaffungsteams würden

passable Leistungen bringen (das Vierfache ihrer Investition), aber

im Status quo verharren - Trends sowie innovations- und

wertsteigernde Potenziale der Beschaffung würden sie nicht

ausschöpfen.

"Noch immer werden die Einkäufer als Kostenkiller angesehen. Die

Beschaffung hat es mehrheitlich bislang noch immer nicht geschafft,

sich als disruptive und produktive Kraft zu positionieren und ihren

Wertbeitrag transparent zu machen. Zu wenige Finanzvorstände finden

den Beitrag des Einkaufes in ihren Zahlen wieder ", kommentiert Dr.

Christian Schuh, Leiter der europäischen Supply Management Practice

bei A.T. Kearney, die vierte ROSMA-Studie.

Der Wandel in der Beschaffungsfunktion ist laut ROSMA-Ergebnissen

unaufhaltsam: In Zukunft wird nach dem positiven Wertbeitrag des

Einkaufs gefragt; bereits in den vergangenen sechs Jahren ist das

Interesse daran exponentiell gewachsen und heute von keiner

Beschaffungsveranstaltung mehr wegzudenken. Technology-Provider, die

die Performance des Einkaufs messen, werden für Transparenz sorgen.

Die Nutzung von Big Data im Einkauf wird zum entscheidenden

Wettbewerbsvorteil, Robotic Process Automation, die bereits heute bei

Finanztransaktionen Anwendung findet, Ressourcen- und Kostenstruktur

tiefgreifend verändern. Insgesamt wird die Arbeit der Beschaffung

mehr auf disruptive Ansätze in Kollaboration mit den Zulieferern

zielen.

"Das Anforderungsprofil an die Beschaffung hat sich stark

verändert: Früher mussten Top-Einkäufer ihre Lieferantenmärkte und

Kostenstrukturen verstehen. Heute sind sie Netzwerker im eigenen Haus

und bei ihren Zulieferern und arbeiten eng mit Entwicklung, Technik

und Marketing zusammen", meint Strohmer. Sie hätten ein exzellentes

technisches Wissen, um Innovationen mit voranzutreiben und

verschafften ihrem Unternehmen Zugang zu Neuerungen, die einen

Wettbewerbsvorsprung erlaubten. "Wer Beschaffung weiterhin auf

Kostenvorteile reduziert, vernachlässigt ihre strategischen

Möglichkeiten - in disruptiven Marktumfeldern kann das

existenzbedrohend werden. Der Einkauf ist Weichensteller für die

Zukunft, daher sollte er auch top-strategisch gesehen werden."

Die Studie finden Sie hier:

http://www.atkearney.de/procurement

Über A.T. Kearney

A.T. Kearney zählt zu den weltweit führenden

Unternehmensberatungen für das Top-Management und berät sowohl global

tätige Konzerne als auch führende mittelständische Unternehmen und

öffentliche Institutionen. Mit strategischer Weitsicht und operativer

Umsetzungsstärke unterstützt das Beratungsunternehmen seine Klienten

bei der Transformation ihres Geschäftes und ihrer Organisation. Im

Mittelpunkt stehen dabei die Themen Wachstum und Innovation,

Technologie und Nachhaltigkeit sowie die Optimierung der

Unternehmensperformance durch das Management von Komplexität in

globalen Produktions- und Lieferketten. A.T. Kearney wurde 1926 in

Chicago gegründet. 1964 eröffnete in Düsseldorf das erste Büro

außerhalb der USA. Heute beschäftigt A.T. Kearney rund 3.500

Mitarbeiter in über 40 Ländern der Welt. Seit 2010 berät das

Unternehmen Klienten klimaneutral.

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Anke Engelbrecht

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E-Mail: Anke.Engelbrecht@atkearney.com

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