VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

WOLFSBURG - Volkswagen hat aus Sicht des Konzerns aus der Abgas-Affäre gelernt.

20.05.2017 - 10:33:45

VW-Vorstand Werner: Volkswagen hat aus Diesel-Skandal gelernt. "Wir ziehen gerade in vielen Bereichen unsere Lehren aus der Diesel-Krise", sagte Hiltrud Werner, seit Februar Vorstand für Integrität und Recht im VW-Konzern, der Deutschen Presse-Agentur.

und Volkswagen häufig verschiedene Organisationsstrukturen gebe. Ziel sei es, diese anzugleichen: "Das sorgt dafür, dass sich keine Insel-Kulturen bilden können, in denen Informationen nicht nach außen dringen. Viele Projekte werden uns sicher noch die nächsten zwei Jahre beschäftigen."

Zu den Lehren aus der Krise gehöre auch, dass mehr Vorsorge in Sachen IT-Sicherheit wichtig sei, um bedeutende Informationen notfalls wiederherstellen zu können und Archivierungsfristen zu erfüllen. Werner nannte außerdem die Neuorganisation des Hinweisgebersystems.

Konstruktive Gespräche habe es mit "Aufpasser" Larry Thompson gegeben, betonte Werner. Zum Kompromiss mit den zuständigen US-Behörden gehört eine dreijährige Bewährungszeit für VW. In dieser Zeit werden die Geschäfte von einem unabhängigen Prüfer beaufsichtigt

- den Job übernimmt der Jurist und ehemalige US-Staatssekretär

Thompson. "Sowohl er und sein Stellvertreter Jonny Frank als auch die beteiligten Vorstände und der Aufsichtsratsvorsitzende haben ein durchweg positives Feedback abgegeben", sagte Werner. Thompson sei Anfang Mai zum ersten Mal in Wolfsburg gewesen.

Keine Prognose wagte Werner in der Frage, wie schnell der ausgerufene Kulturwandel bei Volkswagen vorankommen wird: "Am Anfang wird jedes einzelne positive Signal einer Kulturveränderung als Ausnahme gesehen. Jede negative Erfahrung wird hingegen als Bestätigung der Einschätzung gewertet, dass sich sowieso nichts ändert." Werde eine Kulturveränderung ausgerufen, dann sei das eine Aufforderung an jeden einzelnen Mitarbeiter, zum Seismographen zu werden.

@ dpa.de

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