VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

WOLFSBURG - Mit einem grundlegenden Umbau will VW-Markenchef Herbert Diess die ertragsschwache Kernmarke des Konzerns für den Wandel in der Autoindustrie wappnen.

22.11.2016 - 11:35:25

Diess will Marke VW für 'harten Umbruch' in Autobranche wappnen. Die Branche stehe in den kommenden Jahren vor einem "schnellen und harten Umbruch" und werde sich stärker ändern als jemals zuvor, sagte der Manager bei der Vorstellung der Unternehmensstrategie "Transform 2025+" am Dienstag in Wolfsburg. Dabei stehe VW auch wegen der Belastungen infolge des Diesel-Skandals vor schwierigen Herausforderungen. Man müsse verlorenes Vertrauen wiedergewinnen.

ab 2020 führender und profitabler Volumenhersteller mit einer operativen Umsatzrendite von vier Prozent werden. Spätestens ab 2025 wird eine verkaufte Zahl von einer Million Elektroautos pro Jahr angestrebt. Das Markenimage in den USA, aber auch in Lateinamerika soll durch deutlich mehr SUV-Geländewagen abgesichert werden. Diess: "Die Marke soll zugänglicher und sympathischer werden, Arroganz gehört der Vergangenheit an."

Die SUV-Angebotspalette soll mehr als verdoppelt werden. Gleichzeitig will VW bei den Varianten straffen. "Im vergangenen Jahr haben wir bereits rund 15 000 Bauteilvarianten aus dem Programm genommen." Auch das Motorenangebot soll übersichtlicher werden. Regional sollen bis 2020 in allen großen Märkten positive Ergebnisse stehen. Diess: "In Nordamerika wollen wir eine Comeback-Story schreiben."

Im US-Geschäft plant VW eine Offensive. "Volkswagen muss sich in Nordamerika von einem Nischenanbieter zu einem relevanten und profitablen Volumenhersteller entwickeln", sagte Diess. Das Comeback sollen Limousinen und große SUV-Geländewagen einleiten. Ab 2021 soll dann unter dem Motto "Electrify America" die lokale Produktion von Elektrowagen beginnen. Der Abgas-Skandal hatte in den USA seinen Anfang genommen und hatte VW schwer belastet.

Bei strikter Kostendisziplin sollen die US-Werke, aber auch die Standorte in Lateinamerika ab 2020 wieder schwarze Zahlen schreiben. In Südamerika hat vor allem in Argentinien und Brasilien bereits ein Kostensparprogramm begonnen. Zugleich werden dort insgesamt 2,5 Milliarden Euro in neue Produkte investiert.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für VW auf 195 Euro - 'Conviction Buy List'. Bei den Autobauern habe er allgemein seine Absatzprognosen für die Auto-Endmärkte in Europa, Russland und Brasilien leicht nach oben angepasst, schrieb Analyst Stefan Burgstaller in einer Studie vom Donnerstag. Außerdem habe er seine Schätzungen an aktuelle Währungs- und Rohstoffpreisentwicklungen angepasst. NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) von 200 auf 195 Euro gesenkt, die Aktie aber auf der "Conviction Buy List" belassen. (Boerse, 19.10.2017 - 09:35) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse startet VW-Vorzüge mit 'Outperform' - Ziel 212 Euro. Die Zukunftsaussichten der europäischen Autohersteller seien mit Blick auf die Megatrends Elektrifizierung und autonomes Fahren positiv, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Branchenstudie vom Mittwoch. ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat Volkswagen-Vorzugsaktien mit "Outperform" und einem Kursziel von 212 Euro in die Bewertung aufgenommen. (Boerse, 18.10.2017 - 07:55) weiterlesen...

VW-Betriebsratschef Osterloh: E-Autos erst nur in einem Werk bauen. "Ein solcher Schritt wäre anfangs sinnvoll. Allein schon, um etwa die Risiken zu minimieren, die bei Neuanläufen entstehen", sagte Osterloh im Vorfeld der Planungsrunde des Konzerns im Oktober und November in Wolfsburg. Es gehe darum, die vorhandene Kapazität auszulasten - als Beispiel nannte er das Werk in Zwickau. "Mir geht es um Wirtschaftlichkeit, nicht darum, einen Standort überproportional zu versorgen. Wir haben Menschen an Bord, die müssen wir beschäftigen", betonte er. WOLFSBURG - Zum Start der geplanten Elektroauto-Offensive des Volkswagen -Konzerns will Betriebsratschef Bernd Osterloh die Produktion zunächst auf ein einziges Werk konzentrieren. (Boerse, 18.10.2017 - 05:13) weiterlesen...

Porsche-Werk in Leipzig fertigt künftig Bentley-Karosserien. Das sagte eine Unternehmenssprecherin am Dienstag. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Der Probebetrieb laufe schon seit einigen Wochen, später starte dann die Serienproduktion. Den genauen Zeitpunkt dafür nannte die Sprecherin nicht. Die fertigen Bentley-Karosserien würden zur Weiterverarbeitung ins englische Crewe geschickt. LEIPZIG - Im Leipziger Porsche-Werk wird künftig auch die Karosserie des neuen Bentley Continental gefertigt. (Boerse, 17.10.2017 - 16:33) weiterlesen...

Weitere Termine im Musterverfahren zu VW-Übernahmeschlacht aufgehoben. HANNOVER - Im Milliardenstreit mit Aktionären um die Folgen der gescheiterten VW -Übernahme durch Porsche hat das Oberlandesgericht Celle weitere Verhandlungstermine aufgehoben. Hintergrund ist ein Befangenheitsantrag der Klägerseite gegen die Richter. Erst nach der Entscheidung über den Antrag könne die mündliche Verhandlung fortgesetzt werden, teilte das Gericht am Montag mit. Aufgehoben wurden die für den 19. und 20. Oktober vorgesehenen Termine, die übrigen Verhandlungstermine sind nicht betroffen. Einige beigeladene Kläger beim Musterverfahren hatten "Zweifel an der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit" der Richter geäußert. Weitere Termine im Musterverfahren zu VW-Übernahmeschlacht aufgehoben (Boerse, 16.10.2017 - 14:22) weiterlesen...

SPD triumphiert in Niedersachsen - Reicht es für Rot-Grün? (Boerse, 15.10.2017 - 19:45) weiterlesen...