Österreich, Branchen

WIEN - Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny erwartet bei den Banken der Alpenrepublik mit mehr Fusionen, Filialschließungen und einem verschärften Stellenabbau.

19.07.2017 - 10:18:24

Österreichs Notenbankchef: Bankfilialen werden noch rascher verschwinden. Das Land liege bei den Bankstellen je Einwohner noch immer deutlich über den Niederlanden oder Frankreich, sagte Nowotny im Interview mit der "Kleinen Zeitung" und dem "Neuen Vorarlberger Volksblatt" (Mittwoch). Das Kleinteilige habe Vorteile bei der Kundennähe - erfordere angesichts der Branchenentwicklung aber Anpassungen.

"Die Frage ist nun, ob es gelingt, Methoden zu entwickeln, wo ich den Vorteil der Kundennähe verbinden kann mit den zentralistischen Erfordernissen, die sich von der Technologie und der Aufsicht her ergeben", sagte Nowotny. Er geht aber davon aus, dass es zu einer deutlichen Zentralisierung bei den Genossenschaftsbanken kommt. Die zwei wichtigsten Themen für die österreichischen Banken seien Kapitalaufbau und Kostendisziplin.

Banken in Schieflage gibt es in Österreich laut Nowotny nicht mehr. "In der Außensicht hat es dem Bankenstandort enorm genutzt, dass rund um die Heta, die Abbaubank der früheren Hypo Alpe Adria, eine Lösung gefunden wurde." Auch in Zentral- und Südosteuropa gebe es eine deutlich bessere Perspektive, von der Österreich profitiere. Besonders beschäftige ihn aber, dass es in manchen Staaten einen zunehmenden ökonomischen Nationalismus gebe, der sich speziell gegen Banken richte.

Um krisensicher zu sein, bräuchten Banken in erste Linie ausreichend Kapital. Österreichs Geldhäuser hätten ihre Kapitalquoten seit der Krise 2007 auf 14,8 Prozent quasi verdoppelt. Bei der Gewinnentwicklung sieht Nowotny aber Verbesserungsbedarf. "Das heißt konkret, es besteht ein weiterer Rationalisierungsdruck, der sich sicher auch in der Zahl der Beschäftigten auswirken wird."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Kreise: British-Airways-Mutter IAG an Air-Berlin-Tochter Niki interessiert. Ob IAG auch an anderen Teilen von Air Berlin interessiert ist, blieb zunächst offen. IAG wollte sich zu einem möglichen Gebot bisher überhaupt nicht äußern. BERLIN/WIEN/LONDON - Im Ringen um Teile der insolventen Fluglinie Air Berlin aus Irland sowie Iberia und der Billigflieger Vueling aus Spanien. (Boerse, 20.09.2017 - 13:35) weiterlesen...

Telekom Austria AG. Telekom Austria AG / Telekom Austria Group verlautbart gruppenweite Telekom Austria AG (Boerse, 20.09.2017 - 12:19) weiterlesen...

Preis für Opec-Rohöl legt erneut zu. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis am Dienstag 53,81 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren drei Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells. WIEN - Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist weiter gestiegen. (Boerse, 20.09.2017 - 11:52) weiterlesen...

Aktien Wien Schluss: ATX schließt kaum bewegt. Der ATX fiel um moderate 1,4 Punkte oder 0,04 Prozent auf 3290,46 Punkte. Mit Spannung wurde weiter auf die am Mittwoch anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed gewartet. Offen ist vor allem noch die Frage, ob es im Dezember zu einer weiteren Leitzinserhöhung kommt. Als fast sicher gilt hingegen, dass die Fed mit dem Abbau ihrer in der Finanzkrise stark vergrößerten Bilanzsumme beginnen wird. WIEN - Die Wiener Börse hat den Handel am Dienstag kaum verändert beendet. (Boerse, 19.09.2017 - 17:56) weiterlesen...

Wiener Privatbank SE. Wiener Privatbank SE / Mitteilung Ã?ber EigengeschÃ?fte von Wiener Privatbank SE (Boerse, 19.09.2017 - 15:38) weiterlesen...

Preis für Opec-Rohöl legt zu. Das Opec-Sekretariat meldete am Dienstag, dass der Korbpreis am Montag 53,78 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 14 Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells. WIEN - Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist gestiegen. (Boerse, 19.09.2017 - 12:29) weiterlesen...