Nahost, Venezuela

WIEN - Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) will ihr bestehendes Förderlimit nach Aussage mehrere Ölminister wahrscheinlich um neun Monate bis zum März 2018 verlängern.

25.05.2017 - 12:37:39

Opec-Treffen im Zeichen einer möglichen Verlängerung des Förderlimits. "Wir werden alles Nötige machen, um den Markt zu stabilisieren", sagte Saudi-Arabiens Energieminister Khalid Al-Falih am Donnerstag zu Beginn des Opec-Treffens in Wien.

Die Fachminister des Ölkartells kamen am Opec-Sitz in Österreichs Hauptstadt zu ihrer traditionellen halbjährlichen Konferenz zusammen. "Wir haben erst über sechs Monate diskutiert, fühlen uns aber mit neun Monaten komfortabler", meinte der Ölminister Katars, Mohammed Bin Saleh Al-Sada.

'GERINGERE EINNAHMEN'

Die geringeren Einnahmen sorgen für Löcher in den Budgets einiger Mitgliedstaaten. Deshalb gilt eine weitere Fristverlängerung über März 2018 hinaus als eher unwahrscheinlich. "Wir wollen Länder nicht belasten, die sich längere Kürzungen nicht leisten können", sagte Kuwaits Ölminister Essam Al-Marzouq.

Während viele Minister die zunehmende Schieferöl-Produktion im konkurrierenden Förderland USA nicht überbewerten wollten, sprach der Ölminister Venezuelas, Nelson Martínez, von einer "Bedrohung". In den Vereinigten Staaten hatte die Ölförderung auch mit Hilfe der umstrittenen Fracking-Methode zuletzt wieder stark zugenommen. Die Produzenten dort haben ihre Kosten gesenkt und sind somit auf dem Weltmarkt wesentlich konkurrenzfähiger geworden.

ÄQUATORIALGUINEA WIRD NEUES MITGLIED

Die Opec und rund ein Dutzend Nicht-Opec-Länder haben seit Januar ihre Produktion um 1,8 Millionen Barrel (je 159 Liter) gekürzt, um einen höheren Ölpreis durchzusetzen. Die Menge entspricht etwa zwei Prozent der täglichen Weltproduktion. An den Beratungen nehmen zeitweise auch Nicht-Mitglieder wie Russland teil. Äquatorialguinea wurde nun zudem als 14. Mitglied in die Opec aufgenommen.

Der Ölpreis ist durch die Produktionskürzung bei rund 50 Dollar pro Fass stabilisiert worden. Zuvor war es seit Mitte 2015 stark bergab gegangen - was Endverbraucher wie Autofahrer oder Heizölkunden freute, aber Förderunternehmen und Ölstaaten empfindlich traf.

ROHÖL WURDE NICHT DEUTLICH TEURER

Zu einer deutlichen Verteuerung des Öls ist es entgegen der Hoffnung der Opec aber bisher nicht gekommen. Auch bei einer Fortsetzung des Produktionslimits wird sich der Preis nach Einschätzung von Analysten nicht nachhaltig verändern.

Das zeigte sich auch in einer ersten Reaktion auf den Märkten. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank am Donnerstag auf 53,53 US-Dollar. Das waren 44 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 51 Cent auf 50,85 Dollar.

@ dpa.de

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