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TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI - Die Begeisterung der Anleger an den Börsen Asiens über steigende Ölpreise ist am Freitag wieder der Ernüchterung gewichen.

02.12.2016 - 10:39:23

Aktien Asien: Anleger gehen vor Entscheidungen in Europa in Deckung. Vor dem monatlichen US-Arbeitsmarktbericht und dem Verfassungsreferendum in Italien herrsche Skepsis und Vorsicht, hieß es. Der Stoxx 600 Asia Pacific büßte zuletzt 0,59 Prozent auf 172,71 Punkte ein. Vor allem Technologiewerte gerieten weltweit unter Druck.

Nach drei fantastischen Wochen, in denen zahlreiche Märkte kräftig nach oben gelaufen seien, sei es nun zu technischen Korrekturen und Gewinnmitnahmen gekommen, sagte ein Marktstratege. Er rechnet damit, dass sich diese Phase in nächster Zeit noch fortsetzen wird.

Die Unsicherheit dürfte steigen, je näher die letzte Fed-Sitzung in diesem Jahr rückt. Am 14. Dezember bietet sich für die US-Notenbank die Gelegenheit, die Leitzinsen noch 2016 anzuheben. Abhängig gemacht hatte die Fed ihren Schritt von positiven Konjunkturdaten und insbesondere der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Inzwischen zeigt sich dieser zunehmend robust, wie etwa auch die Stimmung in der Industrie, und auch die Inflation zieht langsam an. Gemeinhin wird daher unter Marktteilnehmern inzwischen mit einer Zinsanhebung gerechnet, und der Jobbericht für den Monat November dürfte diese Einschätzung wohl weiter untermauern.

Mit Sorge blicken Anleger nach Europa, wo - je nach Ausgang des Referendums in Italien oder auch der Bundespräsidenten-Wahl in Österreich - die EU-Gegner zunehmend mächtiger werden könnten. Das weckt neue Befürchtungen über eine weitere Eurokrise.

In Japan beendete der Nikkei-225-Index in Tokio den Tag mit minus 0,47 Prozent bei 18 426,08 Punkten, wodurch sich sein Wochenplus auf 0,2 Prozent verringerte. Allerdings hatte der Index in den vergangenen drei Wochen bereits um insgesamt etwas mehr als 8 Prozent zugelegt.

An diesem Freitag konnten Gewinne von Finanzwerten Verluste aus dem Technologiesektor etwas abmildern. So stiegen etwa die Aktien von Mitsubishi UFJ Financial um 5,68 Prozent und die der Bank Nomura um 4,84 Prozent. Die Papiere der Shinsei Bank gewannen 3,24 Prozent und die der Mizuho Financial Group 3,07 Prozent.

In China schloss der CSI-300-Index, der die größten Aktienwerte an Chinas Festlandsbörsen in Shanghai und Shenzhen abbildet, 1,01 Prozent tiefer bei 3528,95 Punkten. Sein Wochenplus verringerte sich damit auf 0,2 Prozent, nach allerdings 3 Prozent Plus in der Vorwoche und fast 2 Prozent Gewinn in der zweiten Novemberwoche.

Aktien von Unternehmen aus dem Infrastrukturbereich legten am Freitag zu, so etwa die Papiere von China Railway Construction mit plus 8,54 Prozent oder China Railway Group, die um 2,36 Prozent stiegen. Dagegen verbuchten Tech-Aktien, wie etwa die Papiere des Software-Unternehmens Shenzhen Infogem Technologies mit einem Minus von 3,79 Prozent die größten Verluste.

Der Hang Seng in Hongkong, wo auch ausländische Investoren uneingeschränkt handeln können, büßte 1,37 Prozent auf 22 564,82 Punkte ein und verbuchte im Wochenverlauf damit ein Minus von 0,7 Prozent. Unter den 50 Index-Mitgliedern gab es am heutigen Handelstag keine Gewinner. Zu den größten Verlierern zählten hier die Anteilsscheine von AAC Technologies Holdings mit minus 1,93 Prozent.

In Australien sank der Leitindex ASX 200 um 1,02 Prozent auf 5444,02 Punkte. Im indischen Mumbai gab der Leitindex Sensex um 0,90 Prozent auf 26 321,44 Zähler nach.

@ dpa.de

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