VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

STUTTGART - Im Zuge der Abgas-Affäre rückt nun auch die Volkswagen -Tochter Porsche stärker ins Visier der Stuttgarter Staatsanwaltschaft.

10.07.2017 - 15:20:24

Betrug beim Diesel? - Ermittler nehmen Porsche ins Visier. Die Behörde nahm Ermittlungen wegen einer möglichen Manipulation der Abgasnachbehandlung an Diesel-Fahrzeugen von Porsche auf, wie ein Sprecher am Montag mitteilte. Sie richteten sich gegen unbekannte Mitarbeiter des Autobauers und eines amerikanischen Tochterunternehmens. Es werde der Vorwurf des Betrugs und der strafbaren Werbung geprüft. Nähere Angaben machte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht. Sie hatte im April 2016 Vorermittlungen aufgenommen.

Im VW -Abgas-Skandal spielte Porsche bisher eine Nebenrolle. Der Autobauer bezieht seine Dieselantriebe von der VW-Tochter Audi . Der Audi-Motor ist im Modell Cayenne verbaut. Nach der Entdeckung neuer auffälliger Diesel-Abgaswerte bei Audi war daher im Juni das Kraftfahrt-Bundesamt angewiesen worden, Untersuchungen am Porsche-Modell Cayenne durchzuführen. In Deutschland ist außerdem der kleinere Porsche-Geländewagen Macan Teil eines "freiwilligen" Rückrufs von 630 000 Fahrzeugen verschiedener Marken, bei denen amtliche Zweifel an der Abgastechnik bestehen - aber nicht der Vorwurf einer illegalen Einrichtung erhoben wird.

ERMITTLUNGEN

Vergangene Woche war ein Audi-Manager auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II festgenommen worden. Bis zu seiner Beurlaubung 2015 war er einer der führenden Audi-Motorenentwickler und ist offenbar stark in die Abgasaffäre verwickelt. Ihm werden Betrug und unlautere Werbung vorgeworfen. Außerdem ist er einer von acht Mitarbeitern des VW-Konzerns, gegen den die US-Justiz Strafanzeige gestellt hat. Er sitzt in Untersuchungshaft und will mit den Behörden kooperieren.

In Deutschland ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen Betrugsverdachts gegen fast 40 Beschuldigte. Daneben gibt es in Europa unzählige Klagen von Aktionären und Autobesitzern gegen VW.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

BMW verärgert über Kronzeugenanträge von Daimler und VW. "Wir waren irritiert", sagte BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". MÜNCHEN - BMW ist verärgert über die Anträge von Daimler und Volkswagen , im Fall des Kartellverdachts gegen die deutsche Autoindustrie als Kronzeugen zur Aufklärung beizutragen. (Boerse, 21.10.2017 - 18:51) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP 3/Kartellverdacht bei Autobauern: Daimler mit Kronzeugenantrag (Boerse, 20.10.2017 - 16:32) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP 2/Kartellverdacht bei Autobauern: Daimler mit Kronzeugenantrag (Boerse, 20.10.2017 - 15:28) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP/Kartellverdacht bei Autobauern: Daimler mit Kronzeugenantrag. Man könne das nun öffentlich machen, sagte Finanzchef Bodo Uebber am Freitag und bestätigte damit, worüber lange spekuliert worden war. "Es ist gegenwärtig offen, ob die Europäische Kommission ein formelles Verfahren einleiten wird", sagte Uebber weiter - und betonte außerdem, dass Daimler derzeit keine Notwendigkeit sehe, ein finanzielles Polster für mögliche Strafen zu bilden. STUTTGART - Im Fall des Kartellverdachts gegen die deutsche Autoindustrie hat der Daimler -Konzern bei den EU-Behörden den Status als Kronzeuge beantragt. (Boerse, 20.10.2017 - 15:12) weiterlesen...

Audi-Sport-Chef Winkelmann wird neuer Bugatti-Chef. Anfang 2018 übernehme der 53-Jährige die Funktion an der Spitze der Volkswagen -Konzernmarke von Wolfgang Dürheimer (59), teilte das Unternehmen am Freitag im elsässischen Molsheim mit. Dürheimer wechsele zum Jahresende auf eigenen Wunsch in den Ruhestand. VW -Konzernchef Matthias Müller bescheinigte Dürheimer "hervorragende Arbeit". Winkelmann bezeichnete er als ausgewiesenen Kenner der Sportwagenszene und des Luxussektors. Mit seinem "Gefühl für den Umgang mit einer exklusiven Klientel" werde er Impulse setzen. MOLSHEIM/WOLFSBURG - Audi -Sport-Geschäftsführer Stephan Winkelmann wird neuer Chef von Bugatti. (Boerse, 20.10.2017 - 11:41) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für VW auf 195 Euro - 'Conviction Buy List'. Bei den Autobauern habe er allgemein seine Absatzprognosen für die Auto-Endmärkte in Europa, Russland und Brasilien leicht nach oben angepasst, schrieb Analyst Stefan Burgstaller in einer Studie vom Donnerstag. Außerdem habe er seine Schätzungen an aktuelle Währungs- und Rohstoffpreisentwicklungen angepasst. NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) von 200 auf 195 Euro gesenkt, die Aktie aber auf der "Conviction Buy List" belassen. (Boerse, 19.10.2017 - 09:35) weiterlesen...