Lebensmittelhandel, Pharmahandel

STUTTGART - Der Prozess gegen zwei frühere Wirtschaftsprüfer der pleitegegangenen Drogeriemarkt-Kette Schlecker ist vorbei.

23.05.2017 - 11:19:48

Einstellung des Prozesses gegen Schlecker-Wirtschaftsprüfer. Anklage und Verteidigung verständigten sich auf Einstellung des Verfahrens vor dem Stuttgarter Landgericht. Die Angeklagten hätten zwar formale Fehler bei der Prüfung der Schlecker-Bilanzen 2009 und 2010 gemacht, im Falle einer Verurteilung wäre die Schuld aber gering, sagte der Vorsitzende Richter am Dienstag in Stuttgart. Die beiden Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young (EY) erklärten sich bereit, 40 000 Euro an soziale Organisationen und 5000 Euro an den Staat zu zahlen. EY betonte, die Zustimmung zur Einstellung beinhalte kein Schuldeingeständnis. Die Vorwürfe würden weiterhin zurückgewiesen.

Die Angeklagten hätten zwar formale Fehler bei der Prüfung der Schlecker-Bilanzen 2009 und 2010 gemacht, im Falle einer Verurteilung wäre die Schuld aber gering, sagte der Vorsitzende Richter am Dienstag in Stuttgart. Die beiden Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young (EY) erklärten sich bereit, 40 000 Euro an soziale Organisationen und 5000 Euro an den Staat zu zahlen. EY betonte, die Zustimmung zur Einstellung beinhalte kein Schuldeingeständnis. Die Vorwürfe würden weiterhin zurückgewiesen.

Der Schlecker-Konzern ging 2012 pleite. Seit März läuft ein Bankrott-Verfahren gegen den früheren Firmenchef Anton Schlecker sowie dessen Frau Christa und ihre Kinder Meike und Lars - der Firmenchef soll mehr als 25 Millionen Euro an seine Familie verschoben haben. Auch die beiden Wirtschaftsprüfer saßen auf der Anklagebank, allerdings wurden die Vorwürfe gegen sie kürzlich in ein eigenes Verfahren übergeleitet. Für sie ist das gerichtliche Nachspiel der Schlecker-Pleite nun beendet.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Der 'Amazon-Effekt' fordert ein weiteres Opfer (Boerse, 19.09.2017 - 16:51) weiterlesen...

Der Online-Boom spaltet den deutschen Einzelhandel. Bei den meisten größeren Handelsketten klingeln dank der guten Konsumstimmung in Deutschland derzeit die Kassen. An vielen kleinen Fachhändlern geht die Kauflust der Bundesbürger dagegen spurlos vorbei. Sie leiden massiv unter der wachsenden Konkurrenz des Online-Handels. DÜSSELDORF - Der deutsche Einzelhandel wird immer mehr zur Zweiklassengesellschaft. (Wirtschaft, 19.09.2017 - 14:17) weiterlesen...

Gute Konsumstimmung: Einzelhandel erhöht Umsatzprognose für 2017. Der Handelsverband Deutschland (HDE) erhöhte am Dienstag seine Wachstumsprognose für das Gesamtjahr. Er rechnet nun für 2017 mit einem Umsatz von 501 Milliarden Euro - ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bisher war der Branchenverband lediglich von einem Umsatzzuwachs von zwei Prozent ausgegangen. Treiber bleibt der Online-Handel. DÜSSELDORF - Dank steigender Einkommen vieler Menschen und einer Rekord-Erwerbstätigkeit laufen die Geschäfte im deutschen Einzelhandel in diesem Jahr besser als erwartet. (Boerse, 19.09.2017 - 11:01) weiterlesen...

KORREKTUR/ROUNDUP: Toys 'R' Us ist insolvent - Deutschland nicht betroffen (Stellt in der Überschrift klar, dass Toys 'R' Us bereits im Insolvenzverfahren steckt. (Boerse, 19.09.2017 - 10:32) weiterlesen...

Toys R Us vor Insolvenz - Deutsche Gesellschaft nicht betroffen. Die Filialen auch in Deutschland sollen aber erst einmal weitermachen wie bisher. Der Mutterkonzern aus Wayne (New Jersey) stellte am späten Montagabend einen Antrag auf Gläubigerschutz. WAYNE/KÖLN - Wachsende Konkurrenz im Online-Geschäft und eine drückende Schuldenlast zwingen den US-Spielwarenhändler Toys R Us in die Knie. (Boerse, 19.09.2017 - 10:07) weiterlesen...

Hohe Schulden, starke Konkurrenz im Internet: Toys 'R' Us ist insolvent. Das Unternehmen, dessen Ursprünge bis 1948 zurückreichen, stellte am späten Montagabend bei einem Gericht in Richmond Antrag auf Gläubigerschutz. Toys 'R' Us hat rund 875 US-Filialen und über 1600 weltweit. NEW YORK - Der US-Spielzeughändler Toys 'R' Us ist unter der Schuldenlast der schon viele Jahre zurückliegenden Übernahme durch Finanzinvestoren sowie der immer stärker werdenden Konkurrenz von Online-Anbietern zusammengebrochen. (Boerse, 19.09.2017 - 07:19) weiterlesen...