Transport, Verkehr

SCHÖNEFELD - Der Hauptstadtflughafen BER wird nach Ansicht der Berliner Flughafengesellschaft auch langfristig für steigende Passagierzahlen gewappnet sein.

19.05.2017 - 17:14:41

Flughafen BER sieht sich auf steigende Fluggastzahlen vorbereitet. "Wir werden sukzessive Terminalstrukturen ergänzen, damit wir den Flughafen auf eine wachsende Nachfrage in Berlin ausrichten können", sagte Airport-Chef Engelbert Lütke Daldrup am Freitag bei einer Baustellenbegehung mit Berliner Abgeordneten.

Mit dem bis 2021 geplanten Zusatzterminal T1-E und der Kapazität des alten Terminals in Schönefeld könne der Hauptstadt-Flughafen 45 Millionen Passagiere im Jahr bewältigen. Bis 2040 sollen weitere Bauten die Kapazität des Airports auf 55 Millionen Passagiere im Jahr erhöhen. Das Terminal selbst ist für 27 Millionen Fluggäste ausgelegt

- 33 Millionen Fluggäste zählten die beiden Berliner Flughäfen aber

allein schon im vergangenen Jahr.

Einen neuen Termin für die mehrmals verschobene Eröffnung des Hauptstadtflughafens soll es voraussichtlich erst im Sommer geben. "Wir sind jetzt in der Phase, wo wir die Schlussarbeiten haben", sagte Lütke Daldrup. Vier Jahre hätten Planung und Umbau gedauert, um das Gebäude nach dem Fiasko vor der Eröffnung genehmigungsfähig zu machen: "Wir haben am Ende Räume gefunden, da haben Sie zehn Pläne, alle verschieden. Und wir haben einen elften Zustand, der verbaut worden ist."

Nach wie vor bereitet den Ingenieuren jedoch einiges am Terminal Kopfzerbrechen. Nach den sanierten Kabeltrassen und erneuerten Rauchkanälen sind die Sprinkleranlagen an der Reihe. Mit der Nachrüstung von 30 000 neuen Sprinklern zu 50 000 vorhandenen stimmten Wasserdruck und Rohrführung nicht mehr. Die Berechnungen der ursprünglich zuständigen Firma: unauffindbar.

Arbeiten an der Wasseranlage ziehen sich nun voraussichtlich in den Herbst. Auch die zentral gesteuerten Brandschutztüren - "wahnsinnige technische Installationen, die wir hier haben", wie der Flughafen-Chef betonte - sollen bis zum Spätsommer in Betrieb sein.

@ dpa.de

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