Steinhoff International NV, NL0011375019

OLDENBURG - Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat bestätigt, dass sie Ermittlungen gegen Manager eines Möbelkonzerns aufgenommen hat.

24.08.2017 - 16:01:25

Staatsanwaltschaft Oldenburg bestätigt Ermittlungen gegen Möbelkonzern-Manager. Namen wollte die Behörde am Donnerstag nicht nennen. Ermittelt werde gegen "vier aktuelle und ehemalige Verantwortliche eines Konzerns, zu dem unter anderem ein Möbelhandel-Unternehmen in Westerstede gehört, wegen des Verdachts der unrichtigen Darstellung in Bilanzen", teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in einer schriftlichen Stellungnahme mit. Ein Abschluss der Ermittlungen sei derzeit noch nicht absehbar.

Zuvor hatte das "Manager Magazin" berichtet, die Behörde ermittele gegen Verantwortliche des Möbelherstellers Steinhoff und habe Razzien in den Büros der Steinhoff-Europa-Zentrale in Westerstede sowie in den Privathäusern von zwei Steinhoff-Vertrauten durchgeführt. Der Konzern äußerte sich zunächst nicht dazu. Das Unternehmen arbeite an einer offiziellen Stellungnahme, erklärte eine Sprecherin in einer E-Mail.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht, dass überhöhte Umsatzerlöse in die Bilanzen konzernzugehöriger Gesellschaften des betroffenen Unternehmens eingeflossen sind. "Hierdurch könnte gegebenenfalls auch der Bilanzwert des Konzerns zu hoch dargestellt worden sein", erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Demnach ist der Verdacht, dass Gesellschaftsanteile an Unternehmen verkauft wurden, die dem Konzern nahe stehen, und nicht wie ausgewiesen an firmenfremde Unternehmen. Diese Geschäfte beliefen sich der Staatsanwaltschaft zufolge auf jeweils einen dreistelligen Millionenbereich.

Bei der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg sei eine Ermittlungsgruppe eingerichtet worden, hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft. "Bei Durchsuchungen wurden von den Beamten der Ermittlungsgruppe umfangreiche Unterlagen und Datenmaterial sichergestellt." Aufgrund des Umfangs des Materials werde die Auswertung voraussichtlich mehrere Monate in Anspruch nehmen. Im Zuge des Ermittlungsverfahrens sei zudem eine Strafanzeige einer dritten Person wegen des Verdachts der Urkundenfälschung erstattet worden.

@ dpa.de

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