Lebensmittelhandel, Pharmahandel

NÜRNBERG - Zwischen der wirtschaftlich angeschlagenen Modehauskette Wöhrl und der Gewerkschaft Verdi ist ein Streit über die Rettung des Unternehmens entbrannt.

30.11.2016 - 16:54:25

Wöhrl und Gewerkschaft Verdi streiten über Sanierungskonzept. Verdi wirft der Geschäftsleitung ein inhaltsarmes Sanierungskonzept auf Kosten des Personals vor. Nach Ansicht eines Wöhrl-Vorstands bringt sich die Gewerkschaft dagegen nicht genügend in die Sanierung ein.

Verdi vermisst "konkrete Visionen, wie man dauerhaft im umkämpften Textileinzelhandel auch im operativen Geschäft bestehen möchte", wie es in einer Mitteilung heißt. Die Vorschläge der Unternehmensleitung zielten weitestgehend auf Einmaleffekte und einen Personalabbau ab.

Wöhrl-Restrukturierungsvorstand Christian Gerloff bezeichnete die Vorwürfe am Mittwoch als "sehr pauschal" und "nicht dazu geeignet, Wöhrl auf seinem Weg zu unterstützen". Die Gewerkschaft habe bislang nicht einen konstruktiven Vorschlag zur Sanierung des Unternehmens eingebracht.

Wöhrl soll im Rahmen einer Insolvenz in Eigenregie wieder auf Kurs gebracht werden. Einen entsprechenden Antrag haben sowohl die Wöhrl AG als auch deren Tochtergesellschaft Rudolf Wöhrl gestellt. Zur Sanierung der Modehauskette will der Vorstand in den kommenden Wochen unter anderem 4 seiner bislang 34 Filialen schließen. Davon sind 146 der rund 2000 Mitarbeiter betroffen.

Die für Wöhrl zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretärin Gabriele Ziegler hatte am Montag der Deutschen Presse-Agentur gesagt, "die Geschäftsführung hat dem Betriebsrat bisher noch kein tragfähiges Konzept vorgelegt, wie es mit dem Unternehmen weiter gehen soll". Das Sanierungskonzept des Vorstands beschränke sich auf die Einsparung von Personalkosten.

Alle Arbeitnehmergremien würden "regelmäßig, rechtzeitig und umfassend" vom Vorstand über die Fortschritte der Restrukturierung informiert, teilte die Rudolf Wöhrl AG am Mittwoch mit. Auch sei eine spezielle Stelle eingerichtet worden, um jederzeit individuelle Mitarbeiteranliegen zu klären.

@ dpa.de

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