ARAGON AG, DE000A0B9N37

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24.04.2017 - 12:08:24

Original-Research: JDC Group AG : Kaufen

Original-Research: JDC Group AG - von GBC AG

Einstufung von GBC AG zu JDC Group AG

Unternehmen: JDC Group AG

ISIN: DE000A0B9N37

Anlass der Studie: GBC Managementinterview

Empfehlung: Kaufen

Kursziel: 8,40 EUR

Letzte Ratingänderung:

Analyst: Cosmin Filker

Die JDC Group AG hat im März die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene

Geschäfts-jahr 2016 veröffentlicht. Daraus wird ersichtlich, dass die in

den vergangenen Geschäftsjahren umgesetzte Neustrukturierung Früchte trägt.

Bei einem leichten Umsatzanstieg auf 77,2 Mio. EUR (VJ: 75,4 Mio. EUR)

konnte das EBITDA auf 2,7 Mio. EUR (VJ: 1,3 Mio. EUR) verdoppelt werden.

Der GBC-Analyst Cosmin Filker hat mit dem Unternehmensvorstand Ralph Konrad

über die jüngste Entwicklung sowie die künftigen Potenziale der JDC Group

AG gesprochen.

GBC AG: Herr Konrad, gemäß der vorläufigen Zahlen wird ein signifikanter

Ergebnissprung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 ersichtlich. Was sind die

wichtigsten Faktoren für diese Entwicklung?

Ralph Konrad: Im GJ 2016 war für uns ein entscheidendes Jahr. Erstens haben

wir im März unsere allesmeins Digitalstrategie gestartet, nur zwei Monate

später mit Geld.de unsere wahrscheinlich wichtigste Transaktion überhaupt

gemacht und wiederum zwei Monate später die Privatkundenbestände von Aon

Deutschland übernommen. Damit haben wir auf der einen Seite erheblich in

Digitalisierung investiert und auf der anderen Seite mit Geld.de und Aon

fast 180.000 Kunden dazugewonnen, mit denen wir nun in einer direkten

Maklerbeziehung stehen.

Die neu erworbenen Verträge zahlen eine jährlich wiederkehrende Courtage

von rund 5 Mio. EUR, für die keine Provision an Weitervermittler fließt.

Insofern sind diese Bestände für uns hoch rentabel und helfen, uns in eine

andere Ertragsdimension zu bewegen. Neben dem sehr guten operativen

Versicherungsgeschäft war dieser Effekt der Grund für die Verdopplung des

EBITDA auf 2,7 Mio. EUR, obwohl wir noch rund 0,5 Mio. EUR einmalige

Transaktionskosten im Zusammenhang mit den Bestandserwerben zu verdauen

hatten.

GBC AG: Die JDC Group AG ist Teil eines Marktes, der von

Konsolidierungstendenzen geprägt ist. Wie positioniert sich Ihre

Gesellschaft, um als Profiteur aus dem aktuellen Marktumfeld hervorzugehen?

Ralph Konrad: In Sachen Konsolidierung würde ich mehr von Endspiel als von

Tendenz sprechen wollen. Von den rund 250.000 Vermittlern heute werden in

10 Jahren mindestens 100.000 aus dem Markt ausgeschieden sein. Das

bestreitet heute kein Brancheninsider mehr. Damit treffen erhebliche

Investitionen in die Plattform und Digitalisierung auf einen schrumpfenden

Einzelmaklermarkt. Wer nicht mindestens in eine Größe wächst, die wir

bereits haben, wird keine Chance mehr haben, seine Investitionen zu

refinanzieren. Diese Unternehmen werden dann an größere Marktteilnehmer

(z.B. an uns) verkauft oder - und davon profitieren wir besonders - lagern

ihre Geschäftsabwicklung auf große Player aus. Neben den Bestandserwerben

ist dies der Hauptgrund, warum wir in den vergangenen Jahren wachsen

konnten, obwohl die Branche geschrumpft ist.

GBC AG: Wie läuft die Integration der in 2016 erworbenen neuen

Kundenbestände, insbesondere Geld.de?

Ralph Konrad: Das könnte nicht viel besser laufen. Die Überführung der

Bestände hat insbesondere beim Großbestand Geld.de reibungslos

funktioniert. Nach nun rund einem Jahr können wir auch sehen, dass der

Bestand sehr stabil ist und uns ertragsseitig auch lange Zeit Freude

bereiten wird. Zudem konnten wir die Plattform modernisieren und in der

Funktionalität auf Augenhöhe mit Check24 oder Verivox bringen. Geld.de ist

deshalb bereits heute ein Kernbestandteil unseres Konzerns.

GBC AG: Sie haben für viele überraschend den Google Manager Stefan Bachmann

in den Vorstand geholt. Er soll die Digitalisierungsstrategie noch stärker

in den Vordergrund rücken. Was waren die Hintergründe?

Ralph Konrad: Mein Vorstandskollege und ich sind im Branchenvergleich

sicher sehr innovativ, aber, es braucht in einer sich so schnell

verändernden Branche auch eine schnelle Anpassungsfähigkeit der

Organisation. Deshalb haben wir mit Stefan Bachmann einen mit 31 Jahren

noch sehr jungen Kollegen geholt, der bei Google in Deutschland die gesamte

Bankenindustrie und den Fin- und Insurtechbereich verantwortet hat. Es gibt

keine Entwicklung, die er - und damit wir, nicht kennen. Neben

hervorragenden Kontakten gibt uns das einen deutlichen Kompetenzvorsprung -

insbesondere in der direkten Vermarktung von Finanzprodukten über das

Internet bei Geld.de.

GBC AG: Im Rahmen der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen haben Sie

auch erstmals Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2017 veröffentlicht.

Erwartet wird ein Umsatzniveau in Höhe von 85,0 - 95,0 Mio. EUR und ein

EBITDA in Höhe von 5,0 - 6,0 Mio. EUR. Was werden die wichtigsten Aspekte

der diesjährigen Geschäftsentwicklung sein und wie schätzen Sie den Start

in das aktuelle Geschäftsjahr ein?

Ralph Konrad: Nachdem wir im Q4 2016 das beste Quartal der

Unternehmensgeschichte erzielen konnten (22,5 Mio. EUR Umsatz, 2,0 Mio. EUR

EBITDA), konnten wir ähnlich gut ins neue Jahr starten. Alle internen

Kennzahlen zeigen eindeutig in die richtige Richtung und stehen auf

Wachstum. Insofern konnten wir unsere Guidance 2017 auf einer sehr guten

Grundlage kommunizieren.

Die Umsatzsteigerung speist sich vor allem von Großkunden, die in den

letzten Monaten zu JDC gekommen sind und in 2017 erstmals ein ganzes Jahr

bei uns sein werden. Die Gewinnsteigerung kommt aus mehreren Effekten. Zum

einen werden die neuen Großkunden Roherträge bringen, die nicht zu

steigenden Kosten führen werden, da wir ein sehr skalierbares

Geschäftsmodell haben. Zum anderen zahlen die gekauften Bestände in 2017

zum ersten Mal volle 12 Monate in die GuV des Konzerns ein, ohne dass dem,

wie in 2016, Akquisitionskosten entgegenstehen. Im Ergebnis bedeutet dies

eine nochmalige Verdopplung des EBITDA auf 5 bis 6 Mio. EUR.

GBC AG: Herr Konrad, abschließend noch eine Frage für Investoren mit

langfristigem Anlagehorizont. Wo sehen Sie die JDC Group AG in fünf Jahren?

Ralph Konrad: Nach weiteren 5 Jahren wird die Branche aufgrund des

Endspurts in der Konsolidierung komplett anders aussehen. Bei den

anstehenden Fusionen und Transaktionen wollen wir ein deutliches Wort

mitreden. Zudem haben wir hart an der Digitalisierung auch nach innen

gearbeitet. Wir können heute deutlich billiger produzieren als noch vor 12

Monaten. Unser anstehendes organisches Wachstum wird daher deutlich

günstiger sein als früher. Zusammengefasst bin ich davon überzeugt, dass

wir binnen 5 Jahren den Umsatz in Richtung 200 Mio. EUR bewegen können und

bei Ausnutzung von erheblichen Skaleneffekten eine EBIT Marge von

mindestens 10% erzielen können.

GBC AG: Hr. Konrad, ich danke Ihnen für das Gespräch.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:

http://www.more-ir.de/d/15017.pdf

Kontakt für Rückfragen

Jörg Grunwald

Vorstand

GBC AG

Halderstraße 27

86150 Augsburg

0821 / 241133 0

research@gbc-ag.de

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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach §34b Abs. 1 WpHG und FinAnV Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,5b,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter:

http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung.htm

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übermittelt durch die EQS Group AG.

Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.

Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung

oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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