INFINEON TECHNOLOGIES AG, DE0006231004

NEUBIBERG - Der Chipkonzern Infineon rechnet wegen eines schwächeren Euro mit besseren Geschäften.

24.03.2017 - 14:04:42

Infineon hebt Ausblick für Quartal und Geschäftsjahr - Schwächerer Euro. Sowohl für das zweite Quartal als auch das Geschäftsjahr (Ende Oktober) hob der Dax -Konzern die Prognose am Freitag überraschend an. Im laufenden Vierteljahr dürften die Umsätze gegenüber dem Vorquartal um 8 und nicht mehr nur um 5 Prozent wachsen, hieß es. Die Marge für das operative Ergebnis dürfte 17 Prozent betragen. Bisher hatte Infineon im Mittel mit rund 15 Prozent gerechnet.

Die Aktie kletterte in Reaktion auf die Nachricht um rund 7 Prozent. Ein Händler bezeichnete die angehobene Prognose als deutlich positive Überraschung.

UMSATZ UND ERGEBNIS BESSER ALS GEPLANT

Konkret setzt Infineon nun im laufenden zweiten Quartal auf ein Umsatzplus gegenüber dem Vorquartal von rund 8 Prozent und nicht mehr nur auf 5 Prozent. Vom Erlös dürften 17 Prozent als operatives Ergebnis hängen bleiben statt wie zuvor 15 Prozent. Asam unterstellt für die laufenden drei Monate von Januar bis März einen Durchschnittskurs von 1,07 US-Dollar je Euro - vorher war er von 1,10 Dollar je Euro ausgegangen.

Auch im gesamten Geschäftsjahr (Ende September) dürfte sich das auswirken, obwohl die Münchener hier bei ihrer Schätzung für die Wechselkurse geblieben sind. Der Umsatz soll demnach um 8 bis 11 Prozent zulegen und damit voraussichtlich bedeutend stärker als die bisher angepeilten 4 bis 8 Prozent. Die operative Umsatzrendite soll nun rund 17 Prozent betragen statt 16 Prozent.

INVESTITIONSAUSGABEN STEIGEN WEGEN BESSERER AUFTRAGSLAGE

Ebenfalls erhöht hat der Konzern die Pläne für seine Investitionsausgaben. Diese sollen mit 1,05 Milliarden Euro um 100 Millionen Euro höher ausfallen. Das liege an der stärker als erwarteten Entwicklung von Umsatz und Auftragseingang. Darin enthalten sind wie bisher auch Ausgaben für einen Erweiterungsbau am Hauptsitz Neubiberg bei München.

Investitionsausgaben sind in der Halbleiterbranche wichtig, weil schnell neue Produkte auf den Markt kommen und die Anlagen entsprechend oft ausgetauscht und umgebaut werden müssen. Zudem muss viel für Forschung und Entwicklung neuer Produkte aufgewendet werden. Allerdings schmälern die Investitionen den Spielraum für die Dividendenzahlung.

@ dpa.de