Bergbau, Rohstoffe

NAUMBURG - Der Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich, hat vor dem von den Grünen anvisierten raschen Kohleausstieg bis 2030 gewarnt.

18.06.2017 - 16:52:44

Landrat: Rascher Braunkohleausstieg hätte schwerwiegende Folgen. "Für den Burgenlandkreis und das gesamte Mitteldeutsche Revier hätte ein Ausstieg aus der Braunkohle innerhalb von nur 13 Jahren schwerwiegende Folgen. Ich halte ein solches Tempo für völlig falsch, weil es bereits in kürzester Frist Auswirkungen auf Arbeit und sozialen Frieden hätte", erklärte der CDU-Politiker am Sonntag in Naumburg. "Es würde sich um den tiefsten Einschnitt in die wirtschaftliche Entwicklung seit der Wiedervereinigung handeln.

Die Grünen hatten sich mit dem Thema Kohleausstieg bei ihrem Bundesparteiltag in Berlin beschäftigt. Neben dem Ausstieg bis 2030 peilen sie auch die Abschaltung der 20 schmutzigsten Kraftwerke in der kommenden Legislaturperiode an.

Die Grünen-Landeschefin von Sachsen-Anhalt, Susanne Sziborra-Seidlitz erklärte dazu am Sonntag: "Wir Grüne sind die einzige Partei, die einen konkreten Plan gegen die Klimakatastrophe vorgelegt hat. Wir gehen den Wandel an: Weg von der Kohle, hin zu 100 Prozent erneuerbaren Energien. Nur wer die Notwendigkeit des Kohleausstiegs anerkennt, kann den Strukturwandel als zentrale Zukunftsfrage für den Süden Sachsen-Anhalts mit den Menschen angehen." Sie erklärte, die Menschen müssten dabei mitgenommen werden.

Landrat Ulrich betonte, bevor ein Ausstieg überhaupt beschlossen werden könne, müsse geklärt sein, wovon die Menschen danach lebten. Neu Industriearbeitsplätze müssten her, die Infrastruktur müsse verbessert werden. "Wir benötigen im Mitteldeutschen Revier mindestens eine Milliarde Euro, um diese Herausforderungen zu bewältigen, bevor der Ausstieg vollzogen wird. Dafür brauchen wir Zeit und die Unterstützungen von Bund und Land", betonte Ulrich.

@ dpa.de

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