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MÜNCHEN - Der Traum von der großen Übernahme scheint für die Allianz vorerst geplatzt.

16.02.2017 - 20:35:24

Allianz gibt Milliarden an Aktionäre zurück. Nach einem überraschend hohen Jahresgewinn gibt Europas größter Versicherer eine Milliardensumme an seine Aktionäre zurück. Dazu will der Dax -Konzern bis zu drei Milliarden Euro eigene Aktien vom Markt zurückkaufen und die Dividende anheben. Auslöser ist die vorerst geplatzte Hoffnung von Vorstandschef Oliver Bäte, einen anderen Versicherer zu schlucken. Den Zeitdruck für die Entscheidung hatte sich die Allianz selbst gesetzt - und schaffte ihn am Donnerstagabend wieder ab.

für den italienischen Versicherer Generali soll die Allianz laut italienischen Medien beteiligt sein. Die Münchner könnten sich dabei Teile von Generali einverleiben. Eine Bestätigung dafür gab es aber bisher nicht.

GERINGE SCHÄDEN HELFEN BEIM GEWINN

Im abgelaufenen Jahr verdiente die Allianz auch dank geringer Katastrophenschäden unter dem Strich 6,9 Milliarden Euro und damit vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der operative Gewinn legte um knapp ein Prozent auf 10,8 Milliarden Euro zu. Die Dividende soll von 7,30 auf 7,60 Euro steigen. Ergebnisse und Ausschüttung fielen damit höher aus als im Schnitt von Analysten erwartet. Der Umsatz ging um gut 2 Prozent auf 122,4 Milliarden Euro zurück.

Für 2017 hat sich der Vorstand erneut einen operativen Gewinn von 10,8 Milliarden Euro vorgenommen - mit jeweils einer halben Milliarde Luft nach oben und unten. "Das Jahr 2016 bot reichlich an - teilweise unerfreulichen - Überraschungen, die unsere politische und wirtschaftliche Umwelt maßgeblich beeinträchtigen werden", sagte Bäte. "Dies erschwert Vorhersagen für 2017."

ANLEGER LEGEN WIEDER MEHR BEI PIMCO AN

Im abgelaufenen Jahr trieb vor allem die Lebens- und Krankenversicherung den Gewinn der Allianz nach oben. Hier legte das operative Ergebnis um neun Prozent zu. In der größten Sparte, der Schaden- und Unfallversicherung, blieb nach Abzug der Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zwar mehr von den Beitragseinnahmen übrig als im Vorjahr. Geringere Gewinne bei den Kapitalanlagen ließen das operative Ergebnis des Bereichs aber um vier Prozent sinken.

Auch die Vermögensverwaltung, zu der die US-Tochter Pimco und die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors gehören, warf vier Prozent weniger operativen Gewinn ab als im Vorjahr. Allerdings wurden die heftigen Mittelabflüsse bei Pimco zuletzt gestoppt. Im vierten Quartal hätten Anleger zum zweiten Mal in Folge mehr Geld bei der Gesellschaft neu angelegt als abgezogen, ließ Finanzvorstand Dieter Wemmer wissen.

@ dpa.de