Metro, DE0007257503

Metro steuert zuversichtlich auf seine Aufspaltung zu

14.12.2016 - 13:48:24

notierte Aktie hatte zuletzt einen guten Lauf. Am Mittwoch erreichte sie zwischenzeitlich den höchsten Stand seit 18 Monaten. Positiv aufgenommen wurde der besser als erwartet ausgefallene operative Gewinn (um Sondereffekte bereinigtes Ebit). Im Vergleich zum Vorjahr stieg dieser um gut 3 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Erreichen konnte Metro den Wert mit Hilfe von Immobilienverkäufen sowie Erträgen aus der Ablösung von Pensionsverpflichtungen.

Gebremst wurde der Konzern einmal mehr von der Schwäche des russischen Rubel. Ungünstige Währungseffekte schmälerten das Ergebnis um 70 Millionen Euro. Auch beim Umsatz schlugen sich Währungseffekte nieder. Dieser sank um 1,4 Prozent auf 58,4 Milliarden Euro. Unter dem Strich ging das auf die Anteilseigner entfallende Periodenergebnis von 672 auf 599 Millionen Euro zurück. Im Vorjahr hatte allerdings der Verkauf der Kaufhof-Warenhäuser an den kanadischen Konzern Hudson's Bay den Gewinn aufgepolstert. Die Aktionäre sollen für 2015/2016 wie im Vorjahr eine Dividende von 1 Euro je Aktie erhalten.

VERSCHULDUNG RUNTER - SPIELRAUM FÜR ZUKÄUFE

Die Verschuldung konnte Metro bis Ende September auf 2,3 Milliarden Euro senken. Durch den Kaufhof-Verkauf aus dem Vorjahr hatte der Konzern auch genug Geld für Zukäufe in der Kasse, wovon insbesondere die Großhandelstochter Cash & Carry profitierte. Zuletzt kam der französische Lebensmittellieferant Pro a Pro hinzu, dessen Kauf im Januar unter Dach und Fach sein soll. Metro knüpft große Hoffnung an das Geschäft mit der Belieferung von Hotels oder Restaurants und baut es daher aus. Im vergangenen Jahr entfielen bereits knapp 13 Prozent des gesamten Großhandelsumsatzes von 29 Milliarden Euro auf das Liefergeschäft.

Stolz zeigte sich Koch über die Fortschritte im Online-Handel bei den Elektronikketten Media Markt und Saturn. Davon profitiert dem Konzernchef zufolge auch das stationäre Geschäft. Etwa 40 Prozent der im Internet getätigten Käufe führten dazu, dass der Kunde auch in den Laden komme, sagte Koch. Rückläufig entwickelte sich hingegen der Elektronikhändler Redcoon, der derzeit umgebaut wird. Insgesamt legte die Tochter Media-Saturn im vergangenen Jahr leicht zu.

REAL IN HARTEM WETTBEWERB

Die Supermarktkette Real konnte eine Ergebnisverbesserung erzielen. Günstigere Einkaufskonditionen, die Schließung unrentabler Standorte sowie die Beilegung des Tarifstreits zahlten sich dem Konzern zufolge aus. Der Umsatz ging aber weiter zurück. Metro pumpt derzeit viel Geld in die Modernisierung der Läden und in mehr Service. Der harte Preiskampf im deutschen Lebensmittelhandel macht Real aber das Leben schwer.

Für das Jahr 2016/17 hat sich Metro weitere Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis vorgenommen. Das wirtschaftliche Umfeld dürfte weiter herausfordernd bleiben, so der Konzern. Der Start in das erste Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft sei gut gelaufen. Die Prognose für das Gesamtjahr will Metro noch einmal anpassen, sobald die Teilung des Konzerns wirksam ist. Die Aktionäre sollen darüber am 6. Februar abstimmen.

@ dpa.de