VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

Merkel: Erfuhr erst aus Medien von VW-Skandal

08.03.2017 - 16:34:24

Merkel: Erfuhr erst aus Medien von VW-Skandal. BERLIN - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach eigenen Worten erst mit dem öffentlichen Bekanntwerden des Skandals am 19. September 2015 vom Abgas-Betrug bei Volkswagen erfahren - aus den Medien. Sie habe dann unterstützt, dass Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eine Untersuchungskommission einsetzte, und zur Aufklärung ermuntert, sagte Merkel am Mittwoch als letzte Zeugin im Untersuchungsausschuss des Bundestags. Sie mahnte bei EU-Umweltstandards und neuen Antriebstechnologien ambitionierte Ziele an. Diese dürften aber nicht so ausfallen, "dass in Deutschland kein Auto mehr produziert wird".

gehört.

Die Kanzlerin nahm auch Stellung zu einem Treffen 2010 mit dem damaligen kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Laut der damals anwesenden Chefin der kalifornischen Umweltbehörde Carb, Mary Nichols, soll Merkel dabei zu strenge Vorgaben für Dieselautos in den USA moniert haben. Die Kanzlerin sagte, sie habe keine Erinnerung daran - wenn Nichols dies sage, werde es so gewesen sein. Dies sei aber nicht als "Attacke auf die kalifornischen Umweltbemühungen" gemeint gewesen. Sie habe wohl darauf hinweisen wollen, dass mit strengen Diesel-Vorgaben eine ganze Autoklasse aus den Anstrengungen für eine Reduzierung des klimaschädlichen CO2 herausfallen könnte.

Merkel wies Vorwürfe eines Staatsversagens, das den Skandal ermöglicht habe, zurück. Sie machte deutlich, dass sie keinen Anlass für Änderungen der Behördenstruktur sehe. Kritiker prangern an, dass die Abgas-Manipulationen nicht vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) entdeckt wurden. Merkel verwies darauf, dass sie die Aufklärung in der Bundesregierung in der Ressortzuständigkeit von Minister Dobrindt sieht. An dessen Vorgehen habe sie "nichts zu beanstanden".

Sie fügte hinzu, der Abgasskandal sei "für das Bild der deutschen Autoindustrie ein sehr bedauerlicher Vorgang". Der auf Drängen der Opposition eingesetzte Ausschuss soll klären, was die Bundesregierung seit 2007 mit Blick auf Abgasregeln unternommen hat und wann sie von Manipulationen erfuhr.

VW hatte eine verbotene Software eingesetzt. Dadurch war die Abgasreinigung nur während Tests in vollem Umfang aktiv und wurde ansonsten heruntergeregelt, so dass deutlich mehr Stickoxide (NOx) ausgestoßen wurden. Dies flog 2015 in den USA auf und führte zum Diesel-Skandal. Auch bei anderen Herstellern wurden später auffällige Abgaswerte bekannt. Insbesondere die Stickoxid-Werte lagen bei vielen Dieselautos deutlich über den Herstellerangaben und Grenzwerten.

Merkel warnte dennoch davor, den Diesel als Antriebstechnik nun zu verteufeln. "Es muss ehrlich gearbeitet werden", sagte sie mit Blick auf die Manipulationen. Es bleibe aber richtig, dass Dieselwagen weniger CO2 ausstießen als Benziner und damit klimafreundlicher seien.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

FDP-Generalsekretärin: VW-Chef ein «Diesel-Judas» - VW kontert (Boerse, 13.12.2017 - 19:40) weiterlesen...

VW-Werk Kassel übernimmt Zeitarbeiter und stellt neue ein. Im Juni waren es 16 600 und 450 Leiharbeiter gewesen. BAUNATAL/KASSEL - Dank guter Auslastung steigt die Zahl der Beschäftigten im VW die Zahl der Beschäftigten in Baunatal dann auf 17 000, davon 700 Leiharbeiter. (Boerse, 13.12.2017 - 16:50) weiterlesen...

WDH/ROUNDUP 2: Umwelthilfe scheitert im Abgasskandal mit Klagen gegen das KBA (Im letzten Absatz wurde das Zitat des Opel-Sprechers neu gefasst.) (Boerse, 13.12.2017 - 16:49) weiterlesen...

Umwelthilfe scheitert im Abgasskandal mit Klagen gegen das KBA. Der Verband sei nicht klageberechtigt, entschied die dritte Kammer des Gerichts. Über den Inhalt der Klagen wurde nicht verhandelt. Die Umweltschützer wollten mit den Klagen gegen das nach ihrer Auffassung unzureichende Vorgehen der Behörde gegen den Betrieb unzulässiger Abschalteinrichtungen für die Abgasreinigung in Autos vorgehen. Der Verband wollte unter anderem erreichen, dass das KBA die Typengenehmigungen von zwei Opel-Modellen zurücknimmt. Zudem sieht die DUH die Rückrufanordnung gegenüber Volkswagen als nicht ausreichend an. Beigeladen in vier Verfahren war Opel und in einem Verfahren Volkswagen. SCHLESWIG - Das schleswig-holsteinische Verwaltungsgericht hat am Mittwoch Klagen der Deutschen Umwelthilfe gegen das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im Abgasskandal abgewiesen. (Boerse, 13.12.2017 - 16:20) weiterlesen...

FDP-Generalsekretärin: VW-Chef ein 'Diesel-Judas' - VW kontert BERLIN/WOLFSBURG - VW konterte dies mit den Worten: "Die spezifische Wortwahl von Frau Beer zu bewerten, überlassen wir lieber anderen. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 16:18) weiterlesen...

FDP-Generalsekretärin attackiert VW-Chef Müller als 'Diesel-Judas' (Boerse, 13.12.2017 - 14:40) weiterlesen...