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LUDWIGSHAFEN - Das BASF -Stammwerk in Ludwigshafen gilt als einer der größten Industriekomplexe der Welt.

08.05.2017 - 16:52:25

BASF setzt auf autonomes Fahren. Künftig sollen autonom fahrende Wagen über das weitläufige Areal des Chemieunternehmens rollen und dabei beispielsweise flüssige Chemikalien transportieren. Damit will der Konzern nach Angaben vom Montag seine Kosten erheblich reduzieren.

Bisher übernehmen Kesselwagen auf Schienen den Transport flüssiger Stoffe. Laut BASF dauert die Anlieferung eines Kesselwagens vom werkseigenen Bahnhof zu einer der über 150 Ladestellen momentan etwa 22 Stunden. Mit autonom fahrenden Transportern dauere das nur noch eine Stunde. Die Fracht könne direkt an die Werksbereiche geliefert werden, das zeitraubende Zusammenstellen langer Züge falle weg, teilte das Unternehmen mit.

Die neuartigen Transporter werden über Sender auf dem Boden geleitet und haben laut BASF gegenüber den herkömmlichen Zügen große Vorteile. So rollen die Wagen nicht nur unabhängig vom Schienennetz über das Werksgelände, sie können auch - zunächst nur per Fernsteuerung - Hindernisse wie etwa Lastwagen umfahren. Im kommenden Jahr sollen bis zu acht der autonomen Transporter angeschafft werden. Die Fahrzeuge wurden von der niederländischen VDL-Gruppe speziell für die BASF entwickelt.

Ein solches Gefährt misst 16,5 Meter und kann eine Fracht von 78 Tonnen transportieren. Es verfügt über 32 Räder und 8 lenkbare Achsen. Trotz des Gesamtgewichts von bis zu 100 Tonnen verursache ein Transporter - er kann maximal 30 Kilometer in der Stunde fahren - keine Schäden auf dem Asphalt, sagte Thorsten Bieker bei der Vorstellung eines solchen Wagens in Ludwigshafen. Er ist bei der BASF zuständig für die Logistik.

Laut BASF sind die vollautomatischen Wagen nur ein Bestandteil des neuen Konzepts. Auf ihnen sollen künftig auch neuartige Tank-Container transportiert werden. Die Container hat die BASF gemeinsam mit einem belgischen Unternehmen entwickelt. Sie können im automatisierten Tank-Containerlager der BASF gelagert und von Kränen unkompliziert auf die autonomen Fahrzeuge geladen werden. Das Lager wird momentan gebaut und wird 2018 in Betrieb genommen. Insgesamt lassen sich den Angaben zufolge durch das neue System etwa 25 Prozent der Kosten einsparen.

In der Fachwelt wird das Projekt aufmerksam beobachtet. Andreas Trenkle vom Institut für Fördertechnik und Logistik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT )hält das Ziel einer 25-prozentigen Einsparung für realistisch. Der Wissenschaftler und sein Team haben eine ähnliche Anlage für einen Autohersteller gebaut: "Dabei ging es um den Transport von Teilen aus dem Lager zur Montageanlage. Das hat gut geklappt und mindestens für eine Einsparung von 25 Prozent gesorgt", sagte Trenkle auf Anfrage.

@ dpa.de

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