Telekommunikation, Festnetz

KORREKTUR: Beschwerden über unerlaubte Telefonwerbung nehmen zu

19.07.2017 - 12:28:24

KORREKTUR: Beschwerden über unerlaubte Telefonwerbung nehmen zu. (Im ersten Absatz, vierter Satz wurde korrigiert: "Im vergangenen Jahr (statt: Im Jahr 2017)...", Aktualisiert u.a. mit weiteren Zahlen, erster Abs.)

BERLIN - Über unerlaubte Telefonwerbung haben sich in diesem Jahr schon fast so viele Verbraucher bei der Bundesnetzagentur beschwert wie im gesamten Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2017 gingen bei der Aufsichtsbehörde 26 080 schriftliche Beschwerden ein, wie das Bundeswirtschaftsministerium auf eine Frage der Grünen-Fraktion antwortete. Zuerst berichtete die "Rheinische Post" (Mittwoch) darüber. Im vergangenen Jahr waren es 29 298 Fälle gewesen, nachdem 2015 nur 24 455 Beschwerden registriert worden waren. Im Jahr 2013 gingen allerdings mehr als 33 000 Beschwerden bei der Behörde ein.

Generell darf niemand zu Werbezwecken angerufen werden, ohne dass er vorher zugestimmt hat - diese Zustimmung darf auch nicht zu Beginn des Telefonats nachträglich eingeholt werden. Werbetreibende dürfen ihre Nummer nicht unterdrücken oder eine falsche Nummer einblenden. Proteste gibt es dennoch immer wieder - auch wegen des hartnäckigen und aggressiven Tons mancher Anrufer. Beklagt wird zudem der Einsatz von Wahlmaschinen, die immer wieder denselben Verbraucher anrufen.

Die Grünen-Verbraucherexpertin Nicole Maisch sagte der "Rheinischen Post", die Netzagentur brauche in diesem Bereich eine bessere Ausstattung, damit Verstöße auch wirksam verfolgt werden könnten. Die Behörde würde gerne eine Dokumentationspflicht für Call Center einführen, was der Branchenverband DDV aber ablehnt. Er verweist auf einen freiwilligen Branchenkodex, der etwa die Zahl der Anrufe pro Kampagne und "Zielperson" auf 15 pro Woche begrenzt.

Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg haben Bundesratsinitiativen gestartet, um eine Überrumpelung von Verbrauchern am Telefon zu verhindern: Telefonisch abgeschlossene Kaufverträge sollen demnach nur gelten, wenn sie nach dem Gespräch schriftlich bestätigt werden.

@ dpa.de

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