VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

(Im dritten Absatz wird klargestellt, dass aktuell 61 StĂ€dte den Grenzwert um 10 Prozent und mehr ĂŒberschreiten, gegen Leipzig aber auch ein Verfahren lĂ€uft.

24.08.2017 - 13:16:28

KORREKTUR/ROUNDUP 2: Umwelthilfe will Druck auf BundeslÀnder erhöhen

BERLIN - Die Deutsche Umwelthilfe will im Kampf um saubere Luft den Druck auf BundeslĂ€nder und StĂ€dte erhöhen. BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer JĂŒrgen Resch kĂŒndigte an, die DUH werde in den kommenden Tagen fĂŒr 45 weitere StĂ€dte formale Verfahren zur Sicherstellung der Einhaltung der Grenzwerte fĂŒr Stickstoffdioxid (NO2) einleiten. Resch sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin, die fĂŒr die Luftreinhaltung zustĂ€ndigen Behörden wĂŒrden aufgefordert, binnen vier Wochen wirksame Maßnahmen wie Diesel-Fahrverbote verbindlich zu erklĂ€ren.

Zu BundeslÀndern und StÀdte, die damit neu ins Visier der Umwelthilfe geraten, zÀhlen laut Resch unter anderem Schleswig-Holstein mit Kiel, die Stadt Hannover in Niedersachsen und Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt.

Die Umwelthilfe fordere saubere Luft bereits im Jahr 2018 fĂŒr alle StĂ€dte, die aktuell die NO2-Grenzwerte um 10 Prozent oder mehr ĂŒberschreiten, sagte Resch. Aktuell liegen 61 StĂ€dte mindestens 10 Prozent ĂŒber dem Grenzwert. Gegen Leipzig fĂŒhrt die DUH bereits seit lĂ€ngerem ein Verfahren, auch wenn die Stadt den Grenzwert aktuell nur um 5 Prozent ĂŒberschreitet.

Die DUH gebe den zustĂ€ndigen StĂ€dten und Landesbehörden die Möglichkeit, der Organisation mitzuteilen, ob sie geeignete Maßnahmen ergreifen wollen, damit 2018 in den betroffenen StĂ€dten die Stickoxid-Grenzwerte unterschritten werden. "Wenn die Antworten nicht zufriedenstellend ausfallen, werden wir weitere Rechtsverfahren prĂŒfen und gegebenenfalls kurzfristig einleiten."

Die Umwelthilfe klagt bereits in 16 FĂ€llen vor Gericht und unterstĂŒtzt eine weitere Klage des BUND gegen Hamburg. FĂŒr DĂŒsseldorf, MĂŒnchen und zuletzt Stuttgart habe die DUH Gerichtsentscheidungen erwirkt, die konkrete Diesel-Fahrverbote ab 2018 als einzige vom Gericht als wirksam angesehene Maßnahmen bewerten, damit die LuftqualitĂ€ts-Grenzwerte eingehalten werden.

Resch reagierte mit seinem Vorstoß auf neue amtliche Berechnungen. Demnach bleibt die Luft in fast 70 deutschen StĂ€dten trotz der auf dem Dieselgipfel beschlossenen Maßnahmen schmutziger als erlaubt. Wie das Bundesumweltamt (UBA) ausgerechnet hat, dĂŒrfte die Belastung der Stadtluft mit gesundheitsschĂ€dlichem Stickoxid um bis zu sechs Prozent sinken. Das reicht in vielen Orten nicht, um den EU-Grenzwert einzuhalten.

Beim Dieselgipfel Anfang August hatte die Autobranche fĂŒr Millionen Dieselautos Updates der Motorsoftware angekĂŒndigt, um die Abgasreinigung zu verbessern. Zugleich hatte die Branche den von UmweltschĂŒtzern geforderten, als wirksamer geltenden Nachbesserungen an Motorbauteilen selbst eine Absage erteilt.

"Es gibt einen Effekt, aber es reicht eben noch nicht aus", hatte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Mittwoch in Berlin gesagt. Daher mĂŒsse es in den nĂ€chsten Monaten darum gehen, die Diesel technisch noch weiter zu verbessern. "Also nicht nur die Software, sondern auch die Hardware", mahnte sie. Solche NachrĂŒstungen am Motor selbst lehnt die Autobranche bisher ab.

Die Umwelthilfe ist eine Umweltschutz- und Verbraucherorganisation, die aufgrund ihrer vielen Klagen und harschen Kritik an der Industrie vor allem in der Autobranche umstritten ist.

Resch hatte sich zuletzt ĂŒberzeugt gezeigt, die Autoindustrie habe auch zwei Jahre nach Bekanntwerden der Diesel-AffĂ€re "den Schuss nicht gehört". Hendricks will sich dem ausdrĂŒcklich nicht anschließen: Sie sei ganz sicher, dass die Autoindustrie an dem Problem arbeite, sagte sie am Mittwoch. "Und in dem Zusammenhang will ich vielleicht auch mal sagen, dass die Deutsche Umwelthilfe auch dazu neigt, zu skandalisieren", fĂŒgte die SPD-Ministerin hinzu.

## Berichtigung

- /hoe/DP/zb

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzÀrgern, aber 



 wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik fĂŒr Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Umwelthilfe: Stickoxide-Grenzwerte in viel mehr StĂ€dten zu hoch. "Wir gehen davon aus, dass statt in 90 StĂ€dten in 300 bis 400 Orten die Grenzwerte ĂŒberschritten werden", sagte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Umwelthilfe, JĂŒrgen Resch, am Dienstag in Berlin. Er bezog sich auf Daten nicht-öffentlicher Messungen. Das offizielle Netz an Messstationen in Deutschland sei nicht verdichtet genug. BERLIN - Die Grenzwerte fĂŒr den Ausstoß der Stickoxide-Abgase von Dieselfahrzeugen werden aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe in viel mehr StĂ€dten ĂŒberschritten als offiziell angegeben. (Boerse, 12.12.2017 - 12:55) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: NordLB hebt Ziel fĂŒr Volkswagen VorzĂŒge auf 189 Euro - 'Kaufen'. Der November sei der bislang stĂ€rkste Verkaufsmonat fĂŒr die Pkw-Marke VW gewesen, schrieb Analyst Frank Schwope in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Insgesamt manifestiere sich der AufwĂ€rtstrend fĂŒr den Absatz. HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel fĂŒr die im Dax notierte Vorzugsaktie von Volkswagen (VW) nach Auslieferungszahlen fĂŒr November von 176 auf 189 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. (Boerse, 12.12.2017 - 11:43) weiterlesen...

Rechnungshof zweifelt niedrige Diesel-Besteuerung an. Durch die im VerhĂ€ltnis zu Benzin geringere Besteuerung seien dem Fiskus 2015 Einnahmen in Höhe von 8,0 Milliarden Euro bei der Energiesteuer sowie 1,5 Milliarden Euro bei der Umsatzsteuer entgangen, scheibt die Behörde in einem am Dienstag in Berlin vorgestellten Bericht. Dabei haben die RechnungsprĂŒfer allerdings die höheren SĂ€tze fĂŒr Diesel-Pkw bei der Kraftfahrzeugsteuer nicht gegengerechnet. BERLIN - Der Bundesrechnungshof stellt die niedrige Besteuerung von Diesel-Kraftstoffen infrage. (Boerse, 12.12.2017 - 11:41) weiterlesen...

Gericht verschiebt Musterverhandlung zu VW-Abgasskandal. Das Gericht kommt damit der Bitte von Volkswagen um VerlĂ€ngerung einer Frist nach. In dem Verfahren wird eine Klage der Deka Investment GmbH verhandelt, das Urteil kann dann auf weitere Klagen ĂŒbertragen werden. Insgesamt fordern Anleger von VW ĂŒber das Musterverfahren bislang rund 3,1 Milliarden Euro. Es seien aber noch weitere Klagen anhĂ€ngig, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Die Summe kann somit noch steigen. BRAUNSCHWEIG - Volkswagen am Oberlandesgericht Braunschweig nun im September kommenden Jahres beginnen. (Boerse, 12.12.2017 - 09:12) weiterlesen...

Volkswagen Kernmarke legt bei Auslieferungen im November krÀftig zu. Weltweit lieferte die Marke mit dem blauen VW-Logo 594 300 Autos an Kunden aus, das waren 11,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Wolfsburger kommen nach elf Monaten damit auf ein Auslieferungsplus von 4 Prozent auf 5,64 Millionen Autos. Auch in Deutschland, wo die Dieselkrise den Absatz zuletzt belastet hatte, konnte VW im November wieder punkten und 8 Prozent mehr Fahrzeuge loswerden. Insgesamt gab es die stÀrksten ZuwÀchse aber in den sich erholenden MÀrkten Russland und Brasilien. In China kletterten die VerkÀufe weiter ebenfalls krÀftig. Lediglich in Nordamerika gab es im abgelaufenen Monat ein Minus. WOLFSBURG - Die Volkswagen -Kernmarke VW Pkw hat im November bei den Auslieferungen krÀftig zugelegt. (Boerse, 12.12.2017 - 09:02) weiterlesen...

Weil hĂ€lt höhere Diesel-Besteuerung fĂŒr sinnvoll. "In einem mittelfristigen Prozess ist das in der Tat gut denkbar", sagte Weil am Montag in Hannover. HANNOVER - Der niedersĂ€chsische MinisterprĂ€sident Stephan Weil (SPD) hĂ€lt die VorschlĂ€ge von VW -Konzernchef Matthias MĂŒller fĂŒr eine höhere Besteuerung von Dieselsprit fĂŒr sinnvoll. (Wirtschaft, 11.12.2017 - 22:41) weiterlesen...