Produktion, Absatz

HAMBURG - Wer beim Arzt, Friseur oder in der Hotellobby sitzt, kann die ausliegenden Zeitschriften eines Lesezirkels künftig auch auf Smartphone oder Tablet lesen.

11.04.2017 - 13:10:35

Lesezirkel führen Zeitschriften-App ein. Dazu startet der Verband Deutscher Lesezirkel die Vermarktung der App "myLese". Mithilfe eines GPS-Trackings werden für bestimmte Regionen der Dienstleister dann ausgewählte Sortimente freigeschaltet, teilte der Verband am Dienstag in Hamburg mit. Nach den Geschäftskunden soll das neue digitale Angebot auch privaten Beziehern von Lesemappen zugänglich gemacht werden. Traditionell werden die Heft-Sammlungen gemietet, nach dem Prinzip: je aktueller, desto teurer das Sortiment.

Die rund 100 Lesezirkel in Deutschland haben insgesamt 320 Titel im Angebot. Wer eine Lesemappe mietet, bezahlt nach dem Prinzip: Je aktueller die Ausgaben, desto teurer ist das Sortiment. Die Verbandsmitglieder steigerten 2016 aufgrund von Preiserhöhungen ihren Umsatz um knapp ein Prozent auf 183,9 Millionen Euro. Durchschnittlich werden mehr als elf Millionen Leser pro Woche erreicht.

Seit 2013 war der Verband auf der Suche nach einem geeigneten digitalen Angebot. Nach den Geschäftskunden, die für die digitale Lesemappe eine Gebühr bezahlen, soll die App später auch privaten Beziehern von Lesemappen zugänglich gemacht werden. Allerdings seien noch technische Hürden zu überwinden, sagte Hildebrand.

Der scheidende Vorstandschef, für dessen Nachfolge Axel Walkenhorst vom Lesezirkel Medien-Palette (Hamm) nominiert ist, kritisierte die zunehmende Marktmacht des Pressevertriebs und der Verlage sowie deren "überproportionale Abgabe-Preiserhöhung" im vergangenen Jahr. Lesezirkel-Firmen könnten nur alle ein bis zwei Jahre Preisaufschläge durchsetzen, erläuterte Hildebrand.

Die Geschäftsidee für "Lesestoff im Umlauf" kam 1609 in Deutschland auf. Ihre Blütezeit war Ende des 19. Jahrhunderts mit rund 1200 Lesezirkeln. Mitte der 1950er Jahre gab es noch 800 Betriebe.

@ dpa.de

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