Senvion, LU1377527517

HAMBURG / HUSUM - Der Windkraftanlagen-Hersteller Senvion , der im Norden kräftig Arbeitsplätze einsparen will, ist im vergangenen Jahr in den roten Zahlen geblieben.

16.03.2017 - 11:39:25

Windanlagen-Hersteller Senvion reduziert Verluste. Allerdings hat das Unternehmen seinen Jahresverlust zurückgefahren - von 106 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 65 Millionen Euro. Das geht aus dem am Donnerstag in Hamburg vorgelegten Geschäftsbericht hervor. Der Umsatz stieg demnach um 3,4 Prozent auf 2,21 Milliarden Euro.

"2016 konnten wir eine starke Grundlage für die weitere Entwicklung von Senvion schaffen", teilte Vorstandschef Jürgen Geißinger mit. Die Expansion in neue Märkte gewinne an Dynamik. Darunter waren 2016 erstmals Skandinavien, Chile und Serbien. "Gleichzeitig werden wir daran arbeiten, unsere Effizienz in der Organisation zu verbessern", ergänzte Geißinger. Der Stellenabbau sei Teil einer "Gesamtstrategie zur Sicherstellung einer erfolgreichen Zukunft". Die IG Metall Küste und die Senvion-Betriebsräte wollten am Donnerstag bekanntgeben, wie sie dagegen vorgehen wollen.

2017 will Senvion 780 Stellen abbauen, davon 730 in Deutschland. Unterm Strich sollen weltweit rund 4100 Stellen erhalten bleiben. Nach den Planungen sollen Senvion-Werke in Husum (Schleswig-Holstein) und Trampe (Brandenburg) sowie der Standort der PowerBlades GmbH in Bremerhaven geschlossen werden.

@ dpa.de

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