Transport, Verkehr

HAMBURG - Die maritime Wirtschaft in Deutschland muss die Digitalisierung vorantreiben, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.

04.04.2017 - 14:56:25

Maritime Konferenz - Dobrindt kündigt 'neue digitale Weltordnung' an. Diesen Schluss zogen Redner wie Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Dienstag bei der 10. Maritimen Konferenz in Hamburg. An dem Treffen unter Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beteiligten sich rund 750 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften und Wissenschaft.

"Wir stehen vor einer neuen digitalen Weltordnung", sagte der Verkehrsminister. Damit deutsche Unternehmen nicht von internationalen Wettbewerbern überholt würden, müsse die ganze Wertschöpfungskette der maritimen Wirtschaft digitalisiert werden. Dies gelte für die Logistik und ebenso für die Vernetzung und digitale Überwachung von Schiffsflotten sowie Offshore-Windparks.

Die Maritime Konferenz sehe sich in dem Zusammenhang als "politischer Unterstützer der Wirtschaft", sagte Dobrindt. Vertreter aus Politik, maritimer Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden setzten in einer gemeinsamen Erklärung Eckpunkte für den digitalen Ausbau auf. Die Absichtserklärung hält fest, welche Maßnahmen zur Digitalisierung zügig angegangen werden sollen. Dazu gehören unter anderem der Ausbau der digitalen Infrastruktur (Breitband, Mobilfunk) in Häfen und an der Küste und ein "intelligenter Datentransfer" im Güterverkehr.

Digitalisierung und Automatisierung dürfen nach Darstellung der Wirtschaftsministerin nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Zypries mahnte Aus- und Fortbildung in Schifffahrt, Logistik, Offshore-Windenergie und in den Häfen an. Am Vortag hatten in Hamburg nach einem Aufruf der Gewerkschaften Verdi und IG Metall Küste rund 900 Demonstranten gegen Stellenabbau im Zuge von Digitalisierung und Automatisierung protestiert. Die Digitalisierung der Branche sei aber auch eine Chance, "hochwertige Arbeitsplätze am Standort Deutschland zu schaffen", betonte Alfred Hartman, Präsident des Verbands Deutscher Reeder (VDR).

Wirtschaftsministerin Zypries sprach sich in der größten deutschen Hafenstadt gegen Protektionismus und für einen freien Welthandel aus. Sie kritisierte die US-Regierung, ohne diese direkt zu erwähnen. "Deutschland tritt weltweit für freien Handel und offene Märkte ein", bekräftigte Zypries. Dies gelte auch im Verhältnis zu anderen Staaten, "die im Moment darüber nachdenken, den Handel zu beschränken".

Nach Angaben der Bundesregierung transportiert Deutschland rund 60 Prozent seiner Warenexporte und einen Großteil der Importe auf Schiffen. Den Häfen kommt damit eine Rolle als Grundversorger der deutschen Industrie zu. Schätzungen zufolge setzt die maritime Wirtschaft in Deutschland jährlich rund 50 Milliarden Euro um. Bis zu 400 000 Arbeitsplätze seien direkt oder indirekt von ihr abhängig, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit.

Vor der Handelskammer protestierten am Morgen Dutzende Demonstranten gegen die geplante Schiffssicherheitsverordnung für Traditionsschiffe. Sie orientiere sich an der Berufsschifffahrt und sei für ehrenamtliche Besatzungen auf traditionellen Schiffen nicht umsetzbar, teilte eine Sprecherin mit. Das Bundesverkehrsministerium zeigte sich aber sicher, dass auch künftig jeder Betreiber von Museumsschiffen weitermachen könne.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

ROUNDUP/Nächster Versuch: BER erhält im Dezember Eröffnungstermin. BERLIN - Für den neuen Hauptstadtflughafen soll am 15. Dezember ein neuer Eröffnungstermin genannt werden. Die Absprachen mit den Baufirmen seien so weit gediehen, dass er dann in einer Sondersitzung des Aufsichtsrats ausführlich zum Terminrahmen vortragen könne, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Freitag nach einer Sitzung des Kontrollgremiums. Wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Missmanagement ist der Start des drittgrößten deutschen Flughafens seit dem Baubeginn 2006 schon sechs Mal verschoben worden. Ein Start des BER vor dem Spätsommer 2019 gilt als ausgeschlossen. ROUNDUP/Nächster Versuch: BER erhält im Dezember Eröffnungstermin (Boerse, 17.11.2017 - 19:38) weiterlesen...

Nächster BER-Eröffnungstermin soll im Dezember genannt werden. BERLIN - Für den neuen Hauptstadtflughafen soll am 15. Dezember ein neuer Eröffnungstermin genannt werden. Das kündigten Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider und Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup am Freitag nach einer Sitzung des Kontrollgremiums an. Lütke Daldrup sagte, die Absprachen mit den Baufirmen seien so weit gediehen, dass er dann in einer Sondersitzung des Aufsichtsrats ausführlich zum Terminrahmen vortragen könne. Wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Missmanagement ist der Start des drittgrößten deutschen Flughafens seit 2011 schon sechs Mal verschoben worden. Ein Start des BER vor dem Spätsommer 2019 gilt als ausgeschlossen. Nächster BER-Eröffnungstermin soll im Dezember genannt werden (Boerse, 17.11.2017 - 18:38) weiterlesen...

Urteil zur Elbvertiefung fällt Ende November. LEIPZIG - In einem weiteren Rechtsstreit um die Elbvertiefung will das Bundesverwaltungsgericht am 28. November (12.15 Uhr) sein Urteil verkünden. Das sagte der Vorsitzende Richter Andreas Korbmacher am Freitag in Leipzig. Verhandelt wurden seit Donnerstag Klagen von Kommunen, Krabbenfischern und Jägern. Die drei klagenden Jagdverbände hatten am Freitag jedoch einem Vergleich zugestimmt und sind daher nicht mehr Teil des Verfahrens. Urteil zur Elbvertiefung fällt Ende November (Boerse, 17.11.2017 - 18:28) weiterlesen...

Air-Berlin-Mitarbeiter klagen gegen Freistellung. Das Gericht habe in den Eilverfahren für kommenden Mittwoch und Donnerstag Verhandlungstermine angesetzt, teilte eine Gerichtssprecherin am Freitag mit. DÜSSELDORF/BERLIN - Mitarbeiter der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin haben beim Düsseldorfer Arbeitsgericht Klagen gegen ihre Freistellung eingereicht. (Boerse, 17.11.2017 - 17:40) weiterlesen...

Ex-Air-Berlin-Chef verteidigt Millionengehalt. Wegen des häufigen Wechsels an der Konzernspitze in der Vergangenheit habe man ihm einen Vierjahresvertrag angeboten, um ihm Zeit zu geben, die Luftfahrtstandorte des Konzerns in Düsseldorf und Berlin-Tegel in sichere finanzielle Häfen zu führen, sagte Winkelmann am Freitag auf der Jahrestagung des Luftfahrt-Presse-Clubs in München. Air Berlin habe gewaltige Probleme mit sich geschleppt. Die Aufgabe habe ihn trotz der extrem schlechten Lage des Unternehmens gereizt. MÜNCHEN - Ex-Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann hat sein in der Insolvenz abgesichertes Millionengehalt verteidigt. (Boerse, 17.11.2017 - 17:25) weiterlesen...

WDH: Streit um Elbvertiefung: Jagdverbände akzeptieren Vergleich. Absatz, 5. (Im 1. (Boerse, 17.11.2017 - 14:42) weiterlesen...