HHLA HAMBURGER HAFEN UND LOGISTIK AG, DE000A0S8488

HAMBURG - Der Hamburger Hafen wächst nicht mehr und verliert Ladung an die Konkurrenzhäfen.

16.08.2017 - 12:17:24

Hamburger Hafen stagniert - Fehlende Elbvertiefung bremst Entwicklung. Der gesamte Seegüterumschlag des größten deutschen Hafens ging in den ersten sechs Monaten gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 0,2 Prozent auf 70,0 Millionen Tonnen zurück, teilte die Marketing-Gesellschaft des Hafens am Mittwoch in Hamburg mit. Der wichtige Containerumschlag blieb mit 4,45 Millionen Standardcontainern (TEU) exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Dagegen legte der Massengutumschlag - also zum Beispiel Kohle, Öl, Getreide oder Futtermittel - um ein Prozent auf 23,5 Millionen Tonnen zu. Auch für das Gesamtjahr erwartet der Hafen ein Umschlagergebnis auf dem Niveau des Vorjahres.

"Der Hafen hat sich im ersten Halbjahr insgesamt gut in einem schwierigen Umfeld behaupten können", sagte Axel Mattern, Vorstand der Marketinggesellschaft. Hinter der unveränderte Gesamtmenge verbergen sich erhebliche Verschiebungen der Marktanteile innerhalb des Hafens. Die Containerschifffahrt sortiert sich nach neun Jahren Krise gerade gründlich um; große Reedereien schließen sich zusammen, werden übernommen oder scheiden aus dem Markt aus.

In der Folge haben sich auch die Allianzen, in denen die Reedereien kooperieren, und die Fahrpläne deutlich verändert. In Hamburg profitierte davon der größte Hafenkonzern HHLA , während der Konkurrent Eurogate Federn lassen musste. Mit neuen Umschlagkapazitäten haben auch die Westhäfen Rotterdam und Antwerpen Ladung auf sich gezogen. Rotterdam legte im ersten Halbjahr um neun Prozent auf 6,66 Millionen TEU zu, Antwerpen um knapp zwei Prozent auf 5,14 Millionen TEU.

Auch die weiter ausstehende Elbvertiefung bremst den Hafen, zumal mittlerweile täglich ein Großcontainerschiff mit mehr als 14 000 TEU Tragfähigkeit den Hafen anläuft. "Bei vollzogener Fahrrinnenanpassung können diese Schiffe 1600 und mehr Container zusätzlich nach Hamburg bringen und mitnehmen", sagte Mattern. Diese Ladekapazitäten könnten gegenwärtig nicht voll genutzt werden. Dazu kommen aktuell Probleme und Zeitverzögerungen bei der Abfertigung von Importen. "Das ist aus Hamburger Sicht sehr bedauerlich, weil bei besseren Rahmenbedingungen eine deutlich positivere Umschlagbilanz für das erste Halbjahr möglich gewesen wäre", erklärte der Vorstand. Es sei dringend nötig, die Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsfähigkeit des Hamburger Hafens zu stärken.

Das wichtigste Fahrtgebiet China, das fast ein Drittel zum Hamburger Containerumschlag beiträgt, war mit 1,3 Prozent im Plus. Auch der Warenaustausch mit dem zweitwichtigsten Handelspartner Russland legte trotz weiter bestehender Sanktionen um vier Prozent zu. Selbst die hart umkämpften Zubringer-Verkehre (Feeder) in die Ostsee konnten einen Zuwachs von 1,3 Prozent verbuchen, was vor allem Polen und dem Baltikum zu verdanken war. Rückläufig waren dagegen Containerverkehre mit Ländern wie Singapur, Finnland, den USA und Malaysia.

@ dpa.de

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