Sartorius Vorzuege, DE0007165631

GÖTTINGEN - Der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius notierte Unternehmen am Montag in Göttingen mitteilte.

24.04.2017 - 09:29:25

Unerwartet schwungvoller Jahresstart bei Sartorius. Beobachter sprachen von einem besser als erwartet ausgefallenen Jahresauftakt. An der Börse legten die Sartorius-Papiere am Morgen um 0,72 Prozent auf 81,46 Euro zu und näherten sich damit wieder ihrem Rekordhoch von 82,93 Euro von Anfang April.

Sartorius hatte erst Anfang April wegen der kürzlich abgeschlossenen Übernahme der Laborspezialisten Essen BioScience und des Zukaufs des schwedischen Datenanalyse-Spezialisten MKS Instruments seine Ziele für 2017 noch ein wenig höher gesteckt. Demnach rechnen die Niedersachsen nun mit einem Anstieg der Erlöse um 12 bis 16 Prozent. Die Marge, bemessen am Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda), soll um etwas mehr als einen halben Prozentpunkt zulegen. Im Vorjahr hatte die Ebitda-Marge gemessen am Umsatz 25 Prozent betragen.

Zum Jahresstart konnte Sartorius mit überraschend deutlich verbesserten Resultaten aufwarten. So kletterte der Konzernumsatz von Januar bis März auf 343,1 Millionen Euro nach 301,9 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit Erlösen in Höhe von 331,8 Millionen Euro gerechnet. Noch besser lief es beim Gewinn. Das um Sondereffekte bereinigte Ebitda erhöhte sich um 17 Prozent auf 84,6 Millionen Euro. Hier hatten Beobachter im Schnitt lediglich 81,6 Millionen Euro erwartet. Die am Finanzmarkt viel beachtete Ebitda-Marge zog um 0,7 Prozentpunkte auf 24,7 Prozent an.

Analyst Daniel Wendorff von der Commerzbank hob die Laborsparte hervor, die mit Blick auf die gesamten Resultate für eine positive Überraschung gesorgt habe. Der Bereich bietet Technologien für die Pharmabranche und die öffentliche Forschung an. Hier profitierte Sartorius von einer guten Nachfrage und Übernahmen. Die Sparte konnte im ersten Quartal ihren Umsatz wechselkursbereingt um 21 Prozent steigern, wobei die Zukäufe von IntelliCyt und ViroCyt im Bereich der Bioanalytik im vergangenen Jahr und zuletzt von Essen BioScience mehr als die Hälfte zum Zuwachs beitrugen.

Beim bisherigen Umsatztreiber, der Sparte Bioprocess Solutions, die auf Produkte zur Herstellung von Biopharmazeutica spezialisiert ist, lief es mit einem wechselkursbereinigten Umsatzuwachs von 9,4 Prozent hingegen vergleichsweise zögerlicher. Insbesondere die Geschäftsentwicklung in der Region Amerika sei im ersten Quartal etwas verhaltener ausgefallen, erläuterte Konzernchef Kreuzburg laut Mitteilung. Er stellte aber Besserung in Aussicht: "Wir rechnen jedoch im Jahresverlauf mit einer anziehenden Nachfrage."

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