Deutschland, Branchen

Genossen stellen Weichen für personelle Wechsel bei DZ Bank und BVR

04.07.2017 - 13:47:24

Genossen stellen Weichen für personelle Wechsel bei DZ Bank und BVR. FRANKFURT/BERLIN - Die DZ Bank stellt nach der Fusion mit der WGZ die Weichen für eine Neuordnung ihrer Führungsspitze: DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch (62) gibt seinen Posten vorzeitig zum Jahresende 2018 ab. Zum 1. Januar 2019 bekommt das genossenschaftliche Spitzeninstitut in Frankfurt nach Angaben vom Dienstag eine Doppelspitze: Uwe Fröhlich (56), derzeit Präsident des Bundesverbandes der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), und Cornelius Riese (42), derzeit Finanzvorstand der DZ Bank, sollen dann als Co-Vorstandsvorsitzende die Führung der Bank übernehmen.

Fröhlich werde zur Vorbereitung auf seine künftigen Aufgaben zum 1. November 2017 zunächst als Generalbevollmächtigter in die DZ Bank eintreten, teilte das Institut nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Fröhlichs Nachfolgerin an der BVR-Spitze wird Marija Kolak aus dem Vorstand der Berliner Volksbank. Der BVR-Verwaltungsrat wählte Kolak am Dienstag einstimmig, wie der Bundesverband in Berlin mitteilte. Ihr Amt als BVR-Präsidentin nimmt Kolak voraussichtlich zum 1. Januar 2018 auf.

Hintergrund des Vorstandsumbaus bei der DZ Bank sind Pläne, für das fusionierte Institut als Dach eine gemeinsame Holding zu schaffen. Die Ausgestaltung der Strukturen wird nach Einschätzung der Beteiligten die nächsten Jahre in Anspruch nehmen - voraussichtlich über die Dauer von Kirschs Amtszeit hinaus. Kirsch führt die DZ Bank seit dem 15. September 2006, sein aktueller Vertrag wäre bis 2020 gelaufen. "Die juristische Ausgestaltung eines Holdingmodells ... erfordert eine umfassende Vorbereitung und Prüfung. Diesbezügliche Entscheidungen werden ... vom Jahr 2020 an zu treffen sein", erklärte die DZ Bank.

Nach fast einem halben Dutzend erfolgloser Anläufe hatten sich zum 1. August 2016 die beiden verbliebenen genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ (Frankfurt) und WGZ (Düsseldorf) zur Zentralbank für Deutschlands Volks- und Raiffeisenbanken zusammengeschlossen. Zur DZ-Bank-Gruppe gehören unter anderen die Fondsgesellschaft Union Investment, die Bausparkasse Schwäbisch Hall und die R+V Versicherung.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Durchbruch für neue EU-Regeln gegen Sozialdumping. Dies ist Teil einer Reform der Entsenderichtlinie, auf die sich die EU-Sozialminister am Montagabend in Luxemburg einigten. Den Durchbruch gab EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen auf Twitter bekannt. LUXEMBURG - Entsandte Arbeitnehmer aus einem anderen EU-Land sollen künftig grundsätzlich genauso bezahlt werden wie einheimische Kollegen. (Wirtschaft, 23.10.2017 - 23:16) weiterlesen...

Morphosys kommt mit Antikörper gegen Blutkrebs in den USA einen Schritt voran. Die US-Gesundheitsbehörde FDA habe dem Morphosys Antikörper MOR208 den Status Therapiedurchbruch verliehen, teilte das Unternehmen am späten Montagabend mit. Er werde vergeben, wenn erste klinische Daten darauf hinwiesen, dass Wirkstoffe eine signifikant bessere Wirksamkeit gegenüber derzeit verfügbaren Therapien für schwerwiegende oder lebensbedrohliche Erkrankungen aufweisen könnten. PLANEGG - Das Biotech-Unternehmen Morphosys hat in den USA einen Erfolg mit seinem Antikörper zur Behandlung von Blutkrebs erzielt. (Boerse, 23.10.2017 - 22:42) weiterlesen...

Barnier erwartet baldige Fortschritte in Brexit-Gesprächen. Die Chancen stünden gut, dass die EU-Staats- und -Regierungschefs bei ihrem Gipfel im Dezember entsprechende Beschlüsse fassen könnten, sagte Barnier dem "Handelsblatt" (Dienstag) und vier weiteren europäischen Zeitungen. "Das Fenster steht offen, alle strengen sich an, und ich glaube daher, dass es möglich ist", betonte Barnier. BERLIN - Der Brexit-Chefunterhändler der EU, Michel Barnier, ist guter Dinge, dass noch vor Jahresende die zweite Verhandlungsphase über die künftigen Beziehungen der EU zu Großbritannien beginnen kann. (Wirtschaft, 23.10.2017 - 22:04) weiterlesen...

VW darf weitere manipulierte US-Dieselwagen umrüsten. Es geht um mehr als 38 000 größere Fahrzeuge mit 3,0-Liter-TDI-Motoren, die mit spezieller Software zur Manipulation von Stickoxid-Werten ausgestattet wurden. WASHINGTON/SAN FRANCISCO - Die US-Umweltbehörden haben dem Volkswagen -Konzern grünes Licht für die Umrüstung weiterer vom Abgas-Skandal betroffener Dieselwagen gegeben. (Boerse, 23.10.2017 - 21:31) weiterlesen...

'WSJ': Tesla will Fabrik in China bauen - Einigung mit Shanghai. Der Konzern habe sich mit der Stadtverwaltung von Shanghai auf entsprechende Pläne geeinigt, schrieb das "Wall Street Journal" in seiner Montagausgabe unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Die erste Tesla-Fabrik außerhalb der USA soll demnach in einer Freihandelszone Shanghais entstehen und die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk so strategisch günstig für den riesigen chinesischen Markt positionieren. NEW YORK - Der E-Autobauer Tesla hat einem Zeitungsbericht zufolge die Weichen für ein Werk in China gestellt. (Boerse, 23.10.2017 - 21:02) weiterlesen...

Börse in Frankfurt - DAX: Schlusskurse im Späthandel am 23.10.2017 um 20:30 Uhr Frankfurt/Main - An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im Späthandel am 23.10.2017 um 20:30 Uhr folgende Schlusskurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt. (Sonstige, 23.10.2017 - 20:38) weiterlesen...