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FRANKFURT - Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) ist gegen ein festes Datum für das Ende des Verbrennungsmotors.

29.08.2017 - 20:35:24

Bouffier gegen festen Termin für das Ende des Verbrennungsmotors. Im Gespräch mit dem Radiosender hr-info erteilte Bouffier Forderungen der Grünen eine Absage, von 2030 an keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr neu zuzulassen. "Feste Termine zu nennen, das überfordert uns alle. Wenn es zu diesem Termin nicht gelingt, was ist denn dann?", sagte der Chef der schwarz-grünen Landesregierung und stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende.

Zugleich sprach sich Bouffier dafür aus, den Druck auf die Automobil-Industrie aufrecht zu erhalten. "Wir brauchen auf allen Ebenen eine Entwicklung, die zu dem Ziel führt, weniger Schadstoffe zu produzieren. Das kann Elektromotor sein, das kann Wasserstoff sein, das kann aber auch der traditionelle Motor sein." Daran werde bei Opel in Rüsselsheim gearbeitet. Es gehe also auch um hessische Interessen.

In der Debatte über die Zukunft von Diesel-Autos sprach sich Bouffier gegen Fahrverbote aus. "Wir brauchen den Diesel. Wir können unsere Klimaschutz-Ziele ohne den Diesel sinnvollerweise nicht erreichen. Wegen des geringen CO2 Ausstoßes." Die Einführung der blauen Plakette, mit der besonders alte Fahrzeuge mit hohem Schadstoff-Ausstoß gekennzeichnet würden, ist für Bouffier ein denkbarer Weg.

@ dpa.de