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FRANKFURT - Frankfurt hat bei der Schweizer Großbank UBS beste Chancen, zum großen Brexit-Profiteur zu werden.

01.12.2016 - 16:19:23

Schweizer Großbank UBS steuert Europa-Aktivitäten von Frankfurt aus. Ab sofort steuert der Konzern bereits seine Vermögensverwaltung für Kontinentaleuropa von der Main-Metropole aus. In der am Donnerstag offiziell gegründeten UBS Europe SE sind die europäischen Aktivitäten außerhalb des Schweizer Heimatmarkts gebündelt. Auch Großbritannien und Frankreich gehören noch nicht dazu. Frankfurt setzte sich im konzerninternen Wettbewerb letztlich gegen Luxemburg durch.

Frankfurt gute Chancen habe. Dagegen favorisiert die britische Großbank HSBC Paris als Ausweichort für London innerhalb der EU.

Das Bundesfinanzministerium hatte sich zuletzt optimistisch gezeigt, dass Banken und Unternehmen bald mit einer Verlagerung von Geschäften nach Deutschland beginnen werden. Es gebe "vermehrt Gesprächsanfragen" zu diesem Thema, hatte Finanzstaatssekretär Thomas Steffen Mitte November gesagt. "Wir gehen aus, dass wir im Frühjahr 2017 vermehrt konkrete Entscheidungen sehen werden zu der Frage der Standortverlagerung."

Die UBS hat in Frankfurt derzeit rund 600 Mitarbeiter. Die Verankerung der Europa-Zentrale in der deutschen Finanzhauptstadt habe zunächst eher interne, technische Folgen, erklärte ein Sprecher auf Anfrage. Dabei gehe es etwa um die Steuerung der IT-Plattform. Für die Kunden in den einzelnen Ländern und das lokale Management ändere sich nichts. Mit dem seit rund zwei Jahren vorangetrieben Umbau will die UBS einfacher und effizienter werden.

Zur Europe SE gehört das UBS-Geschäft aus acht Ländern: Deutschland, Italien, Luxemburg, Österreich, Dänemark, Schweden, den Niederlanden und Spanien. Bei der neuen Tochter sind rund 2500 Mitarbeiter beschäftigt. An der Spitze des Aufsichtsrats der Europa-Bank steht der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch, der schon seit 2011 Chefkontrolleur der Deutschland-Tochter war.

@ dpa.de

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