Produktion, Absatz

FRANKFURT - Die deutsche Finanzaufsicht stellt ihr geplantes Verkaufsverbot für Bonitätsanleihen an Privatanleger nach Zugeständnissen der Finanzbranche vorläufig zurück.

16.12.2016 - 14:09:24

Finanzaufsicht verbietet Bonitätsanleihen vorerst nicht. Die Branche habe auf Anlegerschutzbedenken reagiert, teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) am Freitag mit.

Mit Bonitätsanleihen können Privatanleger auf die Kreditwürdigkeit von Firmen wetten. Die Bafin hatte im Juli angekündigt, den Verkauf der Papiere an Privatanleger verbieten zu wollen. Dies hatte sie unter anderen damit begründet, dass Sparer die Risiken von Bonitätsanleihen kaum bewerten könnten und die Bezeichnung "Anleihe" irreführend sei. Banken hatten hierzulande Papiere im Volumen von mehr als sechs Milliarden Euro an Privatanleger herausgegeben.

Nun haben sich der Bankendachverband Deutsche Kreditwirtschaft (DK) und der Deutsche Derivate Verband (DDV) neue Standards auferlegt, wie sie mitteilten. Demnach sollen etwa ausschließlich weniger komplexe Bonitätsanleihen aufgelegt und diese nicht mehr als Anleihen, sondern als "bonitätsabhängige Schuldverschreibung" bezeichnet werden. Zudem gelte ein Mindeststückelung von 10 000 Euro.

"Wir werden in den nächsten sechs Monaten sehr genau beobachten, ob die Selbstverpflichtung Privatanleger, die in bonitätsabhängige Schuldverschreibungen investieren, in ausreichendem Maße schützt", sagte Elisabeth Roegele, die Chefin der Wertpapieraufsicht der Bafin. Die Behörde werde nach einem halben Jahr prüfen, ob das Maßnahmenpaket wirke und notfalls erneut einschreiten.

Der DDV und die DK erklärten, dass aus ihrer Sicht die Voraussetzungen für ein Produktverbot nicht gegeben seien. Sie würden aber die Bedenken der Bafin zum Anlegerschutz sehr ernst nehmen.

@ dpa.de

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