Innogy, DE000A2AADD2

FRANKFURT - Der Energiekonzern RWE ist nach den ersten neun Monaten weiter auf Kurs Richtung Milliardengewinn 2017.

13.11.2017 - 09:22:23

AUSBLICK: Gute Resultate bei RWE erwartet. Dabei profitiert der Konzern weiter von der Rückzahlung ungerechtfertigter Atomsteuern, höheren Energiepreisen sowie der guten Entwicklung seiner Tochter Innogy . Marktbeobachter erwarten daher steigende Gewinne, wenn RWE am Dienstag (14.11.) seine Zahlen für die ersten neun Monate vorlegt.

Analyst Martin Brough von der Deutschen Bank etwa erwartet ein Plus des bereinigten operativen Ergebnisses (Ebitda) um 9 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Ohne die Ergebnisbeiträge von Innogy, an der RWE noch gut 77 Prozent hält, geht der Experte von 1,7 Milliarden Euro aus.

RWE hatte im ersten Halbjahr 1,7 Milliarden Euro ungerechtfertigter Atomsteuer vom Bund zurückerhalten. Darüber hinaus stehen dem Konzern noch rund 250 Millionen Euro an Zinsen zu, die noch im Laufe des Jahres fließen sollen. RWE hatte wegen der Steuerrückzahlung bereits eine Sonderausschüttung von 1,00 Euro je Aktie für die Aktionäre angekündigt.

Innogy legte bereits am Montag solide Zahlen vor. Zwar belastete das schwache britische Vertriebsgeschäft die RWE-Tochter weiterhin, so musste Innogy fast eine halbe Milliarde Euro auf die Sparte Npower abschreiben. Bereinigt darum konnte Innogy jedoch die Gewinne zum Teil deutlich verbessern.

Im Blick stehen bei RWE unter anderem die weitere Entwicklung. Der Konzern erwartet 2017 ein bereinigtes operative Ergebnis (Ebitda) von 5,4 bis 5,7 Milliarden Euro, nach 5,4 Milliarden im Vorjahr. Dabei hatte das Management bei den Halbjahreszahlen bereits angekündigt, das obere Ende der Spanne erreichen zu wollen. Das bereinigte Nettoergebnis sieht der Konzern bislang bei 1 bis 1,3 Milliarden Euro.

Ebenfalls von Interesse dürften Aussagen zu den Koalitionsverhandlungen in Deutschland und einem in diesem Zusammenhang möglichen Aus der Kohleverstromung zu einem bestimmten Stichtag stehen. RWE setzt nach wie vor stark auf Kohle.

@ dpa.de

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