Deutschland, Großbritannien

FRANKFURT / BRÜSSEL - Der Chef der Eurogruppe will die zersplitterte europäische Bankenaufsicht auf absehbare Zeit unter einem Dach vereinen.

20.03.2017 - 20:53:25

Eurogruppen-Chef: Bankenaufsicht EBA soll mittelfristig in EZB integriert werden. Die EU-Bankenaufsicht EBA solle mittelfristig komplett in die Europäische Zentralbank (EZB) integriert werden, sagte Jeroen Dijsselbloem der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Dienstagausgabe). Eine Überführung der EBA-Funktionen in die EZB sei für ihn der "logische Ansatz".

Die Diskussion um eine Neuordnung der europäischen Finanzaufsicht hatte mit dem angekündigten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union Fahrt aufgenommen. Denn die European Banking Authority - kurz EBA - sitzt in London und braucht damit einen neuen Standort. Als derzeit wahrscheinlichste Variante gilt, dass die EBA mit der Versicherungsaufsicht EIOPA zusammengelegt wird. Diese sitzt wie die EZB in Frankfurt.

Die Aufsicht über die Finanzmärkte in der EU ist seit 2011 im Prinzip dreigeteilt: Neben EBA und EIOPA gibt es noch die in Paris sitzende Wertpapieraufsicht ESMA. Die EZB wiederum ist für die großen Banken im Euroraum zuständig. Wenn in den kommenden Jahren die Kapitalmarktunion in der ganzen EU vorangetrieben werde, müsse auch die Bankenaufsicht in eine europäische Behörde überführt werden, sagte Dijsselbloem der FAZ.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Zehntausende protestieren in Paris gegen Macrons Reform. Das berichteten der Nachrichtensender BFMTV und andere französische Medien, die Polizei nahm zu Zahlen zunächst keine Stellung. Der Linksaußenpolitiker Jean-Luc Mélenchon, der zu der Demonstration aufgerufen hatte, sprach von einem Erfolg. "Die Schlacht ist nicht vorbei, sie beginnt", rief er vor der Menschenmenge an der Place de la République im Osten der Hauptstadt. PARIS - In Paris haben Zehntausende Menschen gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform von Staatspräsident Emmanuel Macron protestiert. (Wirtschaft, 23.09.2017 - 18:46) weiterlesen...

POLITIK: Gabriel nennt Mays Brexit-Rede enttäuschend. Die Rede Mays am Freitag in Florenz sei "enttäuschend" gewesen, sagte Gabriel am Samstag in Wolfenbüttel. "Langsam läuft uns die Zeit weg". Er bezifferte die finanziellen Forderungen der EU an Großbritannien wie andere EU-Politiker zuvor auf 60 bis 100 Milliarden Euro. WOLFENBÜTTEL - Außenminister Sigmar Gabriel hat die britische Premierministerin Theresa May aufgefordert, endlich Klarheit über die Bedingungen des EU-Austritts zu schaffen. (Wirtschaft, 23.09.2017 - 18:16) weiterlesen...

Konflikt um Katalonien spitzt sich zu - Streit um Polizei. Die Madrider Zentralregierung gab am Samstag die Übernahme der Kontrolle über die katalanische Polizei bekannt. Der katalanische Innenminister Joaquim Forn entgegnete in Barcelona, die Regional-Polizei Mossos d'Esquadra werde die Entscheidung nicht akzeptieren. MADRID/BARCELONA - Der Separatisten-Konflikt in Katalonien hat sich acht Tage vor einer umstrittenen Abstimmung über die Loslösung der Region von Spanien weiter zugespitzt. (Wirtschaft, 23.09.2017 - 18:16) weiterlesen...

Gabriel kritisiert Irans Raketentest - und verteidigt Atomabkommen. Der Test einer Mittelstreckenrakete sei, sollten entsprechende Berichte zutreffen, "keine kluge Aktion" gewesen, sagte Gabriel am Samstag in Wolfenbüttel. "Wir brauchen Entspannung und nicht gegenseitiges Aufhetzen", betonte der SPD-Politiker. WOLFENBÜTTEL - Außenminister Sigmar Gabriel hat den mutmaßlichen iranischen Raketentest kritisiert, zugleich aber das Atomabkommen mit Teheran verteidigt. (Wirtschaft, 23.09.2017 - 18:16) weiterlesen...

Rund 130 000 Fachbesucher bei weltgrößter Messe für Werkzeugmaschinen. "Laut Umfrage wollen die EMO-Besucher in den kommenden 24 Monaten mehr als 20 Milliarden Euro in Produktionstechnik investieren", teilte die Sprecherin des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken, Sylke Becker, zum Abschluss der Messe am Samstag mit. Der Generalkommissar der EMO Hannover 2017, Carl Martin Welcker, zog ebenfalls eine positive Bilanz. "Mehr Geschäft, mehr Internationalität und mehr Innovationen: Die Messe hat einmal mehr ihre Position als Weltleitmesse für die Metallbearbeitung bewiesen", sagte er. HANNOVER - Die weltgrößte Messe für Werkzeugmaschinen, die EMO in Hannover, hat nach Veranstalterangaben für viele Hersteller volle Auftragsbücher gebracht. (Boerse, 23.09.2017 - 18:15) weiterlesen...

Ein Hauch Optimismus: Italien hebt Wirtschaftsprognosen an. "Wir haben höhere und solidere Wachstumszahlen als zunächst vorhergesehen", sagte Regierungschef Paolo Gentiloni am Samstag in Rom. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll 2017 um 1,5 Prozent steigen, zuvor war mit 1,1 Prozent gerechnet worden. 2018 und 2019 soll es so weitergehen. "Vielleicht hält der ein oder andere diese Prognose für zu optimistisch, ich betrachte sie als vollkommen gerechtfertigt", sagte Finanzminister Pier Carlo Padoan. ROM - Italien hat seine Prognosen für die Wirtschaftsleistung in diesem und im kommenden Jahr angehoben. (Wirtschaft, 23.09.2017 - 18:11) weiterlesen...