Thyssenkrupp, DE0007500001

ESSEN - Nach der Ankündigung eines Sparprogramms für die Stahlsparte von Thyssenkrupp haben Beschäftigte ihre Protestaktionen auch am Dienstag fortgesetzt.

11.04.2017 - 16:51:39

Weiter Stahl-Proteste bei Thyssenkrupp - Betriebsräte tagen. In dem von den Abbauplänen besonders betroffenen Werk in Duisburg-Hüttenheim sei es erneut zu einer Unterbrechung der Produktion gekommen, nachdem sich rund 200 Mitarbeiter zu einer Informationsveranstaltung versammelt hätten, sagte der zuständige Betriebsrat Werner von Häfen. Nach dem bereits geplanten Abbau von rund 300 Stellen in dem Duisburger Grobblechwerk fürchte die Belegschaft die Streichung von weiteren 600 bis 700 Jobs. Am Nachmittag wollten sich die Stahl-Betriebsräte des Konzerns treffen, um das weitere Vorgehen zu beraten.

Am Tag vor einer für den 4. Mai geplanten Sitzung des Aufsichtsrats der europäischen Thyssenkrupp-Stahlsparte werde der Betriebsrat zu einer Großdemonstration aufrufen, kündigte von Häfen an. Zu der Kundgebung am 3. Mai in Duisburg würden rund 10 000 Teilnehmer erwartet. Mit mehreren Aktionen hatten die Stahlarbeiter bereits in den vergangenen Tagen gegen die Pläne des Unternehmens protestiert. In dem von den Abbauplänen besonders betroffenen Werk in Duisburg-Hüttenheim war es auch am Dienstag wieder zu einer Unterbrechung der Produktion gekommen, nachdem sich rund 200 Mitarbeiter zu einer Informationsveranstaltung versammelt hatten.

Der Industriekonzern Thyssenkrupp hatte am Freitag geplante Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren und die Schließung von Teilanlagen angekündigt. Nach Angaben des Betriebsrats sollen die Anlagen zur Verarbeitung von Grobblech in Duisburg-Hüttenheim und Bochum bereits kurzfristig vor der Schließung stehen.

@ dpa.de

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