Innogy, DE000A2AADD2

ESSEN - Geringere Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung der deutschen Stromnetze haben im ersten Halbjahr für ein höheres Ergebnis beim Energiekonzern Innogy gesorgt.

11.08.2017 - 11:38:44

Innogy profitiert von geringeren Netz-Kosten - Ausblick bestätigt. Wegen der Witterungsverhältnisse produzierte die RWE-Ökostromtochter weniger Strom. Für das laufende Geschäftsjahr sieht sich das Unternehmen auf Kurs, seine Ziele zu erreichen und bekräftigte die Prognose. Auf der Handelsplattform Tradegate lag die Aktie am Morgen leicht im Minus.

ESSEN - Geringere Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung der deutschen Stromnetze haben im ersten Halbjahr für ein höheres Ergebnis beim Energiekonzern Innogy gesorgt. Wegen der Witterungsverhältnisse produzierte die RWE-Ökostromtochter weniger Strom. Für das laufende Geschäftsjahr sieht sich das Unternehmen auf Kurs, seine Ziele zu erreichen und bekräftigte am Freitag die Prognose. Investoren konnte Innogy damit nicht überzeugen. In einem negativen Marktumfeld verlor die Aktie gegen Mittag 1,5 Prozent.

Dabei konnte Innogy seine wesentlichen operativen Kennziffern steigern. Das bereinigte Ebit legt um 3,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen mitteilte. Wegen der geringeren Produktion von Wind- und Wasserkraftstrom sank das Ergebnis bei den Erneuerbaren Energien. Auch der anhaltend intensive Wettbewerb in Großbritannien drückte auf das Ergebnis. Kostensenkungen konnten dies zumindest teilweise kompensieren, erklärte Finanzvorstand Bernhard Günther.

Das Nettoergebnis sank um fast ein Viertel auf 817 Millionen Euro. Bereinigt um diverse Effekte konnte Innogy den Konzerngewinn jedoch um 15,8 Prozent auf 857 Millionen Euro steigern. Das was etwas mehr als Analysten zuvor erwartet hatten. Hier wirkte sich ein besseres bereinigtes Finanzergebnis positiv aus. Der bereinigte Gewinn ist ausschlaggebend für die Dividendenzahlung. Innogy will davon weiterhin 70 bis 80 Prozent als Dividende an die Aktionäre ausschütten.

Den Jahresausblick bestätigte das Management. Das bereinigte Ebit soll auf rund 2,9 Milliarden Euro steigen. Das bereinigte Nettoergebnis soll voraussichtlich bei über 1,2 Milliarden Euro liegen und damit den Wert des Geschäftsjahres 2016 um mindestens 7 Prozent übertreffen. Für das zweite Halbjahr hat sich Innogy den Ausbau des US-Marktes sowie den Bereich Elektromobilität vorgenommen. Darin setzt der Konzern große Hoffnungen: In Nordamerika würden sich die Erneuerbaren Energien "in vielen Regionen allein schon aus ökonomischen Gründen durchsetzen", sagte Vorstandsvorsitzender Peter Terium in einer Telefonkonferenz.

Die Situation im britischen Vertriebsgeschäft bleibt unterdessen weiter angespannt, wie Finanzvorstand Günther erläuterte. Das britische Geschäft ist gekennzeichnet von einem harten Wettbewerb und dem Kampf um Kunden. Zusätzlich lastet die Aussicht auf die Einführung einer Preisobergrenze auf den Energieunternehmen. Nach einem Einbruch bei Kundenzahlen und Ergebnis im ersten Quartal habe sich in den drei darauf folgenden Monaten jedoch wieder eine Stabilisierung gezeigt, so Günther. Innogy geht jedoch weiterhin nicht davon aus, im britischen Vertrieb im laufenden Geschäftsjahr ein positives bereinigtes operatives Ergebnis zu erzielen. Weitere Einsparungsmöglichkeiten würden daher geprüft.

Bereits vor etwa einem Jahr hatte Innogy seiner britischen Tochter Npower ein umfassendes Umbauprogramm verordnet inklusive den Abbau von 2400 Arbeitsplätzen. Jüngsten Aussagen Teriums zufolge wird auch ein Verkauf von Npower nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Allerdings, so Terium, gebe es derzeit konkret keinen Plan für einen Rückzug aus Großbritannien.

Beim derzeit an den Aktienmärkten gespielten Thema Konsolidierung versuchte Terium, Spekulationen Wind aus den Segeln zu nehmen. Er sehe darin derzeit "wenig Substanz", entsprechende Spekulationen seien "mit Vorsicht zu genießen".

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, denen zufolge sich RWE von einem Mehrheitsanteil an Innogy trennen könnte. RWE hält derzeit noch knapp 77 Prozent. Zuletzt war häufiger der französische Versorger Engie als möglicher Käufer ins Spiel gebracht worden. Verschiedene Analysten wie etwa die der schweizerischen Bank UBS, glauben jedoch nicht an ein Interesse von Engie.

@ dpa.de

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