Alphabet C-Aktie, US02079K1079

CAMBRIDGE - Vier Technologie-Firmen in den USA haben ein groß angelegtes Netzwerk von infizierten Android-Smartphones entdeckt und ausgehebelt.

29.08.2017 - 13:51:25

Zehntausende Android-Smartphones mit Schadsoftware WireX infiziert. Das illegale Botnet sollte so genannte DDoS-Attacken ausführen, bei denen Websites mit einer riesigen Mengen von unsinnigen Datenanfragen überschüttet und somit in die Knie gezwungen werden, teilten die Unternehmen mit. Google wurde von den Firmen gewarnt, dass sich die Schadsoftware im Google Play Store befand. Daraufhin habe der Android-Anbieter Hunderte der betroffenen Apps aus dem Play-Store gelöscht sowie von den infizierten Geräten entfernt.

Der Angriff richtete sich vor allem gegen verschiedene Content-Delivery-Netzwerke (CDN). Die CDN sind eigentlich auf die Abwehr von DDoS-Attacken spezialisiert und bieten Dienste an, um Online-Anwendungen und -Inhalte besonders schnell und zuverlässig auszuliefern.

Nach Angaben des CDN-Anbieters Akamai aus Cambridge (US-Bundesstaat Massachusetts) tauchten erste deutliche Hinweise auf das "WireX" genannte Botnet bereits am 2. August auf. Kleinere Attacken seien aber zunächst nahezu unbemerkt geblieben. Mitte August hätten Experten von vier Unternehmen (Akamai, Cloudlare, Flashpoint und RiskIQ) damit begonnen, Informationen auszutauschen. Man habe in der Abwehr von WireX kooperiert, obwohl die Firmen am Markt im Wettbewerb stehen. So sei es gelungen, das Angriffsmuster zu erkennen, es Google offenzulegen und das Botnet letztlich zu zerstören.

Cyberkriminelle benutzen DDoS-Angriffe unter anderem dafür, um Betreiber von Webseiten zu erpressen und von ihnen Lösegeld zu fordern. DDoS-Attacken werden aber auch von Wirtschaftskriminellen oder Polit-Aktivisten eingesetzt, um missliebige Personen oder Organisationen mundtot zu machen oder Gegner anzugreifen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

G7: Mit Internet-Konzernen gegen Terror-Propaganda im Netz. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Al-Kaida und andere terroristische und gewalttätige extremistische Organisationen nutzten das Internet weiterhin, um Propaganda zu verbreiten, um Kämpfer zu rekrutieren, um zu Gewalt anzustiften und zu Attacken aufzurufen, heißt es in dem abschließenden Papier des G7-Innenministertreffens, das am Freitag auf der italienischen Insel Ischia zu Ende ging. Um diesem Missbrauch entgegenzuwirken, müssten Regierungen, der Privatsektor und Akteure aus der Zivilgesellschaft kooperieren. ISCHIA - Die G7-Gruppe westlicher Industrienationen will ihre Zusammenarbeit mit führenden Internet-Konzernen im Kampf gegen den Terrorismus ausweiten. (Boerse, 20.10.2017 - 16:01) weiterlesen...

Macron lässt bei Steuer für Internet-Giganten nicht locker. Er setze dabei auch auf die Zusammenarbeit mit Deutschland, sagte Macron beim EU-Gipfel in Brüssel am Freitag. Es sei ein Problem, dass große Internetfirmen in manchen Mitgliedstaaten bislang keine Mehrwertsteuer zahlten. BRÜSSEL - Trotz Widerständen aus anderen EU-Ländern will der französische Präsident Emmanuel Macron sein Vorhaben einer Besteuerung von Internet-Giganten vorantreiben. (Wirtschaft, 20.10.2017 - 16:00) weiterlesen...

Softbank-Gründer Son plant gewaltige Technologie-Investitionen. Auf den ersten 10 Billionen Yen (aktuell rund 75 Mrd Euro) schweren "Vision"-Investitionsfonds sollen rasch weitere folgen, sagte Son der japanischen Wirtschaftszeitung "Nikkei". "Wir schaffen einen Mechanismus, um unsere Investitionsfähigkeit von 10 auf 20 und dann auf 100 Billionen Yen zu erhöhen", erklärte er. Das wäre zum heutigen Kurs die gewaltige Summe von umgerechnet rund 750 Milliarden Euro. TOKIO - Der japanische Milliardär Masayoshi Son will mit beispiellosen Investitionen eine Schlüsselposition bei Zukunftstechnologien erobern. (Boerse, 20.10.2017 - 13:34) weiterlesen...

Google-Mutter Alphabet investiert groß beim Uber-Rivalen Lyft. Alphabets Investmentarm CapitalG führt eine Finanzierungsrunde an, die Lyft eine Milliarde Dollar in die Kasse spült. Insgesamt wurde die Firma von Geldgebern dabei mit elf Milliarden Dollar bewertet, wie Lyft am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. SAN FRANCISCO - Die Google -Mutter Alphabet bringt mit einer massiven Investition beim Uber-Rivalen Lyft neue Spannung in den harten Konkurrenzkampf der Fahrdienst-Vermittler. (Boerse, 20.10.2017 - 09:09) weiterlesen...

Uber-Rivale Lyft sammelt weitere Milliarde bei Investoren ein. Die von CapitalG, einem Investmentfonds der Google -Mutter Alphabet , angeführte Finanzierungsrunde spülte eine Milliarde Dollar in die Kasse. Das teilte Lyft am Donnerstag in San Francisco mit. Insgesamt wurde die Firma von Geldgebern zuletzt nach eigenen Angaben mit elf Milliarden Dollar bewertet. Damit hat Lyft seinen Marktwert deutlich gesteigert, bleibt aber weit abgeschlagen hinter dem großen Konkurrenten Uber. SAN FRANCISCO - Der Fahrdienstvermittler Lyft hat sich frisches Geld bei Investoren besorgt. (Boerse, 19.10.2017 - 20:11) weiterlesen...

Forschungschefin Dugan verlässt Facebook. Sie wolle sich einem neuen Projekt widmen, schrieb Dugan in einem Facebook-Beitrag in der Nacht zum Mittwoch, ohne Details zu nennen. Sie werde noch bis Anfang kommenden Jahres bei Facebook bleiben. MENLO PARK - Die für ambitionierte Forschungsprojekte wie die direkte Verbindung zwischen Gehirn und Computer zuständige Facebook -Managerin Regina Dugan verlässt das Online-Netzwerk. (Boerse, 18.10.2017 - 09:13) weiterlesen...