Kolummne, Deutschland

Börse Stuttgart-News: Trend am Mittag

04.05.2017 - 16:48:25

Börse Stuttgart-News: Trend am Mittag. STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart

Fed bleibt ruhig: DAX steigt auf neue Rekordhöhen

Berichtssaison läuft auf vollen Touren

von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV - Nachrichten

Die US-Notenbank (Fed) hält den Leitzins konstant. Die Tür für eine weitere Straffung der Geldpolitik bleibt aber offen. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld liegt derzeit in einer Spanne von 0,75 bis 1,0 Prozent. Die Währungshüter erklärten, dass sie die Wachstumsschwäche zu Jahresbeginn für einen Ausrutscher hielten. Zudem betonten sie die Stärke des Arbeitsmarkts.

Ob sich dies bestätigt, erfahren die Börsianer mit der Veröffentlichung der aktuellen US-Arbeitsmarktdaten am kommenden Freitag.

Die optimistischen Töne der Notenbanker um Janet Yellen werden als Signal gewertet, dass der mittel- bis langfristige Konjunkturausblick positiv sei. Deshalb rechnen viele Experten mit weiteren Zinsanhebungen im Juni und September.

Das TV-Duell um die französische Präsidentschaft hat nach Meinung der Zuschauer der europafreundliche Kandidat Emmanuel Macron gegen die rechtsradikale Kandidatin Marine Le Pen für sich entschieden. Umfragen zufolge liege Macron vor der entscheidenden Stichwahl am kommenden Sonntag mit 63:37 Prozent der abgegebenen Stimmen vorne. Allerdings gibt es eine ganze Reihe noch immer unentschlossener Wähler. Außerdem besteht für den unabhängigen Kandidaten Macron die Gefahr, dass sich seine Wähler nun zu sicher sind und deshalb dem Wahlgang fern bleiben könnten. Dies würde Le Pen in die Karten spielen. Davon gehen die Börsianer aber offenbar nicht aus.

Die Einzelhändler im Euro-Raum haben ihren Umsatz den dritten Monat in Folge gesteigert. Dieser wuchs um 0,3 Prozent zum Vormonat. Ökonomen rechneten nur mit einem Zuwachs von 0,1 Prozent, nachdem der Anstieg im Februar 0,5 Prozent betragen hatte. Besonders kräftig legten die Geschäfte mit Elektronik und Möbeln zu. Auch der Umsatz mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren kletterte. Experten gehen davon aus, dass die steigende Inflation die Kaufkraft der Verbraucher belasten werde. Allerdings ist ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu beobachten, was wiederum den privaten Konsum stützen dürfte.

Hier meldete vor allem Spanien im April den stärksten Rückgang in einem Monat aller Zeiten. Die Arbeitslosigkeit sank um knapp 130.000 bzw. 3,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 3,57 Millionen Menschen. Besonders Hotels und Restaurants stellten angesichts der Osterferien viele Mitarbeiter ein. Aber auch Landwirtschaft, Industrie und Baubranche schufen neue Jobs. Die Arbeitslosenquote lag im ersten Quartal mit 18,75 Prozent allerdings immer noch weit über dem Durchschnitt der Euro-Zone. Hier sieht es nur in Griechenland noch düsterer aus. Trotz des konjunkturellen Aufschwungs wird erst gegen Ende des Jahrzehnts ein Wert von unter zwölf Prozent erwartet. Spanien ist nach Deutschland, Frankreich und Italien die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone.

Der DAX kletterte heute abermals auf ein neues Allzeithoch von jetzt 12.648 Punkten. Damit lag das deutsche Börsenbarometer 1,0 Prozent im Plus.

Bereits am gestrigen Nachmittag wurde die Kauflaune weiter belebt, nachdem die Dienstleistungsunternehmen in den USA im April stärker zugelegt haben als von Ökonomen erwartet. Der Index für den Service-Sektor legte auf 57,5 Punkte von 55,2 Zählern im März zu. Dies ging aus der Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervor. Bei mehr als 50 Punkten signalisiert das Barometer Wachstum. Experten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 55,8 Zähler gerechnet.

Adidas mit furiosem Jahresauftakt

Der Sportartikelhersteller hat zum Auftakt des Jahres 2017 mehr ungesetzt und verdient als erwartet. Der Umsatz kletterte in den ersten drei Monaten währungsbereinigt um 16 Prozent auf 5,67 Milliarden Euro. Der Gewinn aus fortgeführtem Geschäft stieg sogar um dreißig Prozent auf 455 Millionen Euro. Adidas-Chef Kasper Rorsted bestätigte die Erwartungen für das Gesamtjahr. Dabei soll der Umsatz - von Wechselkurseffekten bereinigt - um elf bis 13 Prozent zulegen. Die Gewinnsteigerung soll zwanzig Prozent auf bis zu 1,23 Milliarden Euro betragen. Der Aktienkurs kletterte heute um knapp zwei Prozent auf 185,70 Euro.

BMW steigert Nettogewinn um ein Drittel

Der Autobauer hat im ersten Quartal seinen Gewinn rasant steigern können. Der Überschuss sprang zu Jahresbeginn um 31 Prozent auf fast 2,2 Milliarden Euro. Nach den Worten von Finanzvorstand Nicolas Peter sei damit ein guter Grundstein gelegt worden, um die ambitionierten Ziele für das Gesamtjahr 2017 zu erreichen. BMW hatte bereits im April auf Grundlage vorläufiger Zahlen einen kräftigen Anstieg des Vorsteuerergebnisses im ersten Quartal bekannt gegeben. Die Aktien verteuerten sich heute um 1,8 Prozent auf 88,42 Euro.

Siemens bestätigt Ausblick

Der Technologiekonzern blickt nach einem unerwartet starken Wachstum im abgelaufenen Quartal etwas optimistischer auf die Entwicklung in gesamten Geschäftsjahr 2016/17. Trotz der Belastungen durch die jüngst abgeschlossenen Übernahmen im Windkraft- und Solargeschäft bestätigte Siemens seine Wachstumsprognose für das Gesamtjahr. Das Ergebnis je Aktie werde sich zwischen 7,20 und 7,70 Euro bewegen. Das Industriegeschäft solle eine Umsatzrendite von elf bis zwölf Prozent abwerfen. Im zweiten Geschäftsquartal legte der Umsatz um sechs Prozent auf 20,22 Milliarden Euro zu. Der Überschuss nach Anteilen Dritter stagnierte bei 1,45 Milliarden Euro. Der Auftragseingang kletterte um zwei Prozent auf 22,63 Milliarden Euro. Die Aktien legten heute um 0,5 Prozent auf 133,10 Euro zu.

Infineon baut Gewinn deutlich aus

Ein starkes Geschäft mit der Autoindustrie hat dem Halbleiterhersteller im zweiten Geschäftsquartal der Periode 2016/17 einen kräftigen Ergebnisanstieg von zwanzig Prozent auf 296 Millionen Euro beschert. Der Umsatz legte um sieben Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu. Infineon hatte erst zu Beginn der vergangenen Woche seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Die Aktien gaben heute zunächst um zwei Prozent auf 18,64 Euro nach.

Rheinmetall wächst kräftig

Der Konzern ist dank neuer Bestmarken in der Autozulieferung und wegen des wachsenden Rüstungsgeschäfts mit Schwung ins Jahr 2017 gestartet. Firmenchef Armin Papperger bekräftigte daraufhin die Jahresprognose. Das Unternehmen peile in diesem Jahr einen Umsatz zwischen 5,8 und 5,9 Milliarden Euro sowie eine unveränderte operative Rendite von rund 6,3 Prozent an. Im ersten Quartal steigerte Rheinmetall den Umsatz um 14 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro. Der operative Gewinn schnellte um 61 Prozent auf 50 Millionen Euro nach oben. Die Aktien verteuerten sich heute um 2,8 Prozent auf 85,46 Euro.

Tesla verbucht höhere Verluste

Der Elektroautobauer hat im ersten Quartal Rekorde bei Produktion, Auslieferungen und Umsatz erzielt. Allerdings ist der Konzern dabei stärker als erwartet in die roten Zahlen gerutscht. So nahm der Verlust verglichen mit dem Vorjahreswert von 282 auf 330 Millionen US-Dollar zu. Die Erlöse verdoppelten sich dagegen auf 2,7 Milliarden US-Dollar. Die Anleger reagierten zurückhaltend. Der Aktienkurs ging heute an der Börse Stuttgart um 1,8 Prozent zurück, nachdem er seit Jahresbeginn um 45 Prozent gestiegen war.

Rechtsstreitigkeiten bremsen Société Générale

Kostspielige juristische Auseinandersetzungen haben der französischen Großbank einen Gewinneinbruch eingebrockt. Der Überschuss fiel im ersten Quartal um 19 Prozent auf 747 Millionen Euro. Analysten hatten dem Geldhaus deutlich mehr zugetraut. Deshalb rutschte der Aktienkurs heute an der Börse Stuttgart um 1,8 Prozent ins Minus. Die Einnahmen der Société Générale waren im Auftaktquartal allerdings um fast fünf Prozent auf 6,5 Milliarden Euro gestiegen. Vor allem im Investment-Banking und im Privatkundengeschäft außerhalb Frankreichs schnitt das Geldhaus gut ab.

Börse Stuttgart TV

Das war bislang keine wirklich gute Woche für Goldliebhaber. Während die Aktienmärkte haussierten, musste der Preis für das Edelmetall deutlich Federn lassen. Für europäische Anleger, die bereits Gold im Depot haben, wird das Minus durch den schwächer tendierenden US-Dollar sogar noch größer. Kurzfristig sieht es nicht allzu gut aus für den Goldpreis. Gibt es dennoch ein wenig Hoffnung? Daniel Rauch von LBBW Asset Management sprach darüber bei Börse Stuttgart TV.

Video unter folgendem Link anschauen: https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten-und-videos/boerse-stuttgart-tv/?video=14062

Euwax Sentiment Index

Der Euwax-Sentiment-Index pendelte am frühen Nachmittag im Bereich der Nulllinie. In dieser Phase war also kein klarer Trend beim Handel mit Hebelprodukten auf den DAX erkennbar.

Trends im Handel

An der Euwax waren heute viele Knock-out-Calls auf die Aktien des Getränkekonzerns Anheuser-Busch InBev gesucht. Händlern zufolge sei dies auf die Empfehlung eines Börsenbriefes zurückzuführen.

Knock-out-Calls auf die Ölsorte Brent waren ebenfalls auf der Kaufseite zu finden.

Darüber hinaus setzt eine Reihe von Anlegern mit Knock-out-Calls auf steigende Kurse der Continental-Aktien.

Call-Optionsscheine auf Siemens wurden ebenfalls rege gehandelt, ohne dass es hierbei jedoch zu einem klaren Mehrheitstrend kam.

Calls auf Krones und Novo-Nordisk wurden überwiegend verkauft.

Disclaimer:

Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

@ dpa.de

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