Kolummne, Deutschland

Börse Frankfurt-News: Verschnupfte Apple-Anleger

14.09.2017 - 17:13:23

Börse Frankfurt-News: Verschnupfte Apple-Anleger. FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Bei Aktionären kam die Vorstellung der neuen iPhones nichts so gut an, viele

Analysten bleiben aber optimistisch. An der Börse haben Samsung und LG Apple

seit Herbst 2016 abgehängt.

14. September 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Am Dienstag dieser Woche war

es soweit. Apple hat die nächste Generation des iPhone vorgestellt: das neue

Luxusmodell iPhone X, das knapp 1.000 US-Dollar kosten soll, außerdem mit dem

iPhone 8 und dem iPhone 8 Plus zwei etwas günstigere Varianten. Vorab war der

Hype groß, die Reaktion auf die Vorstellung fiel gemischt aus. "Das neue

iPhone bietet gerade so viele Neuerungen, um die ?Techies'

zufriedenzustellen", meint Christopher Steinhöfel von der Baader Bank. "Leute,

die noch keine Apple-User sind, hat man nicht überzeugt."

Dennoch glaubt der Händler, dass das neue Modell ein ?Game Changer' werden

könnte. Neu sind neben dem OLED-Bildschirm, der fast die ganze Oberfläche des

Geräts ausmacht, eine Gesichtserkennung, eine längere Batteriedauer, die

drahtlose Aufladung und neue Möglichkeiten der Darstellung von Augmented

Reality.

Rücksetzer nicht ungewöhnlich

Der Apple-Kurs gab nach der Präsentation leicht nach. "Das ist nach der

Vorstellung einer neuen iPhone-Generation aber schon oft so gewesen", bemerkt

Steinhöfel. Seiner Ansicht nach ist der Kursrücksetzer vor allem darauf

zurückzuführen, dass das iPhone X erst am 3. November auf den Markt kommen

soll - und sich dadurch nicht positiv auf die Umsätze im dritten Quartal

auswirken wird. "Dafür werden das vierte Quartal und das erste Quartal 2018

besser." Steinhöfel sieht daher derzeit eine gute Kaufgelegenheit gekommen.

Apple hatte mit 164,94 US-Dollar an der Nasdaq vor zwei Wochen ein neues

Allzeithoch erreicht, aktuell kostet die Aktie knapp 159,65 US-Dollar. Seit

September vergangenen Jahres ist Apple damit immer noch um 43 Prozent

gestiegen. An der Börse Frankfurt (WKN 865985) sind es - trotz des zuletzt

schwachen US-Dollars - 35 Prozent. Aktuell kostet die Aktie hier 134,10 Euro,

noch etwas unterhalb des Allzeithochs vom Mai bei 143,30 Euro.

Übrigens können Comdirect-Kunden Apple-Aktien - wie andere 32 große US-Werte

zurzeit besonders günstig über den Börsenplatz Frankfurt handeln, mehr steht

dazu auf boerse-frankfurt.de/aktionen.

Samsung: Galaxy-Reinfall schnell verdaut

Aktien des Konkurrenten Samsung (WKN 896360) kommen an der Börse Frankfurt auf

Sicht von zwölf Monaten allerdings auf ein Plus von 59 Prozent. Seit Februar

vergangenen Jahres hat sich der Kurs sogar mehr als verdoppelt. Das Desaster

vom Herbst 2016, als das neue Galaxy Note 7 mehrmals in Brand geraten war, war

schnell weggesteckt. Samsung muss sich von der Technik her nicht hinter Apple

verstecken, Fachzeitschriften berichten etwa, dass die kabellose

Batterieaufladung bei Apple länger dauert als bei Samsung: "Außerdem will

Samsung 2018 ein mobiles Gerät mit einem faltbaren Bildschirm auf den Markt

bringen", berichtet Michael Arras von Oddo Seydler. "Da muss sich Apple etwas

Neues einfallen lassen."

LG mit bester Performance

Einen noch größeren Kurssprung machte die Aktie des südkoreanischen

Unternehmens LG Electronics (WKN 576798), die in den vergangenen zwölf Monaten

an der Börse Frankfurt um 75 Prozent zulegte. Die Aktie des japanischen Sony-

Konzerns (WKN 853687) hinkt in Frankfurt hingegen mit einem Plus von nur 13

Prozent seit September 2016 deutlich hinter der Konkurrenz hinterher. Sony

hatte sein neues High-end-Smartphone Xperia XZ1 und den kleineren Bruder

Xperia XZ1 Compact vor kurzem auf der IFA in Berlin vorgestellt. "Besonders

ist eine 3D-Scan-Funktion und das neue Google-Betriebssystem Android 8.0

Oreo", berichtet Arrras. Charttechnisch sieht es für Samsung am besten aus,

meint der Händler. "Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt, es sind neue

Hochs zu erwarten."

Analysten weiter zuversichtlich

Nach der Vorstellung des neuen iPhone haben viele Banken und Analysehäuser

ihre Empfehlungen für Apple aktualisiert: So rieten JP Morgan, die UBS und

Bernstein Research zum Kauf, nur Barclays stufte die Aktie auf "Equal-weight".

JP Morgan bestätigte die schon vorher positive Einschätzung und das Kursziel

von 176 US-Dollar. Die Bank liegt mit ihren Schätzungen für die iPhone-

Nachfrage im Jahr 2018 eigenen Aussagen zufolge über den Konsensprognosen. Die

UBS traut der Aktie sogar 180 US-Dollar zu, die Analysten fanden die

Produktveranstaltung beeindruckend.

von: Anna-Maria Borse

14. September 2017, © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

@ dpa.de

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