Produktion, Absatz

BODENHEIM - Der Frost der vergangenen Nächte hat die Winzer in den deutschen Weinanbaugebieten zum Teil massiv getroffen.

21.04.2017 - 15:28:38

Erhebliche Frostschäden in deutschen Weinbaugebieten. "Von keinen Schäden bis zu einem Ausfall von 100 Prozent ist alles dabei", sagte Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut am Freitag in Bodenheim nahe Mainz. Es sei außergewöhnlich, dass Reben in ganz Deutschland betroffen seien.

Temperaturen mit mehreren Grad Minus seien für einen April nichts Ungewöhnliches, aber durch die sehr warmen Wochen zuvor seien die Rebstöcke zwei Wochen früher dran als sonst und hätten schon ausgetrieben. "Das war das Fatale", sagte Büscher.

Der Präsident des Weinbauverbands Mosel, Rolf Haxel, berichtet von großen Schäden vor allem an den Burgundersorten. In manchen Lagen sei die Lage "katastrophal". Die Pfalz sei angesichts des Temperaturverlaufs mit Werten von minus vier und minus fünf Grad "mit zwei blauen Augen davongekommen", sagte Jürgen Oberhofer vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz in Neustadt an der Weinstraße. Im Jahr 2011 seien die Schäden größer gewesen.

Die Kälte hat oft die ersten Blätter zerstört, manchmal auch die Knospen. Wie groß die Einbußen bei der Ernte am Ende sind, kann laut den Experten noch nicht beziffert werden. Die betroffenen Winzer hoffen nun, dass die Reben Seitentriebe bilden. "Ob die Früchte tragen oder nicht, wissen wir aber nicht", sagte Haxel. Büscher ergänzte, es sei in diesen Hängen nur mit einem Bruchteil des Vollertrags zu rechnen. "Es wird in diesem Jahr auf jeden Fall weniger Wein geben als erhofft."

Etliche Winzer hatten versucht, mit Hilfe von Windrädern oder Helikoptern die Luft zu verwirbeln, um die kalten Luftschichten mit wärmeren zu vermischen. "Bei minus sieben Grad geht das aber nicht mehr", sagte Büscher. Andere Winzer setzten auf Frostschutzfackeln. Diese könnten aber nur auf kleinen Flächen verwendet werden, weil pro Hektar Hunderte Fackeln benötigt würden, ergänzte Büscher.

Winzer Reinhard Löwenstein aus Winningen an der Mosel steht derzeit kopfschüttelnd in seinen Weinbergen. "Das hat keine innere Logik. Da sind zwei Triebe direkt nebeneinander, beide gleich groß, einer ist kaputt, einer ist noch grün", sagte er. An anderen Stellen sehe er hingegen deutlich, wo Kaltluft den Berghang hinabgeflossen sein müsse, denn in einer Schneise von vier bis fünf Metern seien die Blättchen kaputt.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Kabel-TV-Anbieter nehmen Volldigitalisierung in Angriff. Die Volldigitalisierung werde neben einem verbesserten TV-Programm auch Internet-Verbindungen mit Gigabit-Geschwindigkeit bieten, teilte der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber, ANGA, am Mittwoch mit. In Berlin informierte der Verband über die anstehenden Pläne und die zeitlichen Rahmenbedingungen für die Umstellung in diesem Jahr. Dafür sei eine konstruktive Zusammenarbeit aller Akteure erforderlich, hieß es. BERLIN - In insgesamt 13 Bundesländern steht die Abschaltung der analogen Übertragung des TV-Signals über Kabel bevor. (Boerse, 17.01.2018 - 20:17) weiterlesen...

Beschwerden über die Post mehren sich. Bundesbürger hätten im vergangenen Jahr 6100 Beschwerden eingereicht - das seien gut 50 Prozent mehr gewesen als 2016, sagte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch. Bereits Anfang Dezember hatte die Netzagentur von vermehrten Beschwerden berichtet, damals wurde deren Anstieg für das Gesamtjahr aber nur um ein Viertel (auf 5000) geschätzt. BONN - Bei der Bundesnetzagentur häuft sich die Kritik an der Post . (Boerse, 17.01.2018 - 18:40) weiterlesen...

Trotz schwächerem Umsatzwachstum: Carrefour übertrifft 2017 Erwartungen. Die Erwartungen von Experten übertraf der Konzern aber dennoch. Im vierten Quartal sei der Umsatz bereinigt um 1,9 Prozent auf 23,3 Milliarden Euro gestiegen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Im Gesamtjahr legte das Geschäft demnach um 1,6 Prozent auf 88,2 Milliarden Euro zu. BOULOGNE-BILLANCOURT - Eine schwache Entwicklung der Nahrungsmittelpreise hat 2017 das Geschäft des französischen Handelskonzerns Carrefour etwas ausgebremst. (Boerse, 17.01.2018 - 18:26) weiterlesen...

Niederlande: Flüge wegen Sturmwarnung gestrichen. Passagiere müssten mit weiteren Annullierungen und Verspätungen rechnen, teilte der Amsterdamer Flughafen Schiphol am Mittwoch mit. Der niederländische Wetterdienst KNMI sagte für Donnerstag einen kräftigen Sturm mit Windstärken von bis zu 130 Kilometer pro Stunde voraus. Er soll auch Deutschland erreichen. AMSTERDAM - Im Zusammenhang mit dem erwarteten heftigen Sturm hat die niederländische Fluggesellschaft KLM 220 Flüge für Donnerstag gestrichen. (Boerse, 17.01.2018 - 17:51) weiterlesen...

WDH/ROUNDUP: EU-Parlament drückt bei der Energiewende aufs Tempo. (Im vierten Absatz wurde der Name einer Europaabgeordneten berichtigt: Martina Werner rpt Werner.) WDH/ROUNDUP: EU-Parlament drückt bei der Energiewende aufs Tempo (Boerse, 17.01.2018 - 16:40) weiterlesen...

Bauernsorgen und Rekordzahlen - Grüne Woche beginnt. BERLIN - Lebensmittel in Deutschland sollen in diesem Jahr nur leicht teurer werden. Der Deutsche Bauerverband rechne in seiner aktuellen Prognose mit einem Anstieg der Nahrungsmittelpreise um 1,5 Prozent, sagte der Präsident Joachim Rukwied am Mittwoch vor Beginn der Agrarmesse Grüne Woche (19. bis 28. Januar) in Berlin. Das wäre die Hälfte des Vorjahreswertes. Bauernsorgen und Rekordzahlen - Grüne Woche beginnt (Boerse, 17.01.2018 - 16:12) weiterlesen...