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BERLIN - Verbraucherschützer mahnen mehr Transparenz bei automatisierten Entscheidungen an und wollen dafür eine breite gesellschaftliche Diskussion anstoßen.

07.12.2017 - 14:20:25

Verbraucherschützer für mehr Transparenz bei Algorithmen. Kernforderung ist eine stärkere Kontrolle seitens der Politik. "Wenn ich heute einen Kredit beantragen würde, würde wahrscheinlich ein Algorithmus über meine Kreditwürdigkeit entscheiden", sagte Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), am Donnerstag in Berlin. Daten würden ausgewertet, aber oft sei unklar, welche.

oder Facebook , sagte Judith Simon, Professorin für Ethik in der Informationstechnologie an der Uni Hamburg. Dabei werde aber vergessen, dass eine ganze Reihe von Unternehmen sich schon seit langer Zeit etwa in der Konsumforschung mit Prognosen aus der Analyse großer Mengen von Nutzerdaten beschäftige. Für eine Einschätzung müssten die Qualität der Datenquellen, die Angemessenheit der Algorithmen sowie die Methoden der Analyse beurteilt werden.

Nach Einschätzung von Sebastian Stiller, Mathematik-Professor an der TU Braunschweig, ist neben mehr Transparenz aber vor allem auch eine bessere Allgemeinbildung der Verbraucher nötig. Dabei gehe es nicht um dezidierte mathematische Kenntnisse. Man müsse auch kein Ökotrophologe sein, um sich etwas mit Ernährung auszukennen. Und was ein Hybrid-Auto ist, wüssten auch schon viele Verbraucher. "Aber wenn es um Algorithmen geht, hat offenbar niemand das Grundwissen, darüber zu entscheiden." Dabei seien nur relativ wenige Kenntnisse dafür erforderlich.

@ dpa.de

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