VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

BERLIN / STUTTGART - Nach der Entdeckung neuer auffälliger Abgaswerte bei Audi soll auch die VW -Tochter Porsche genauer in den Blick genommen werden.

12.06.2017 - 17:16:36

Kraftfahrt-Bundesamt soll Abgaswerte von Porsche Cayenne untersuchen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sei angewiesen worden, Untersuchungen am Modell Cayenne durchzuführen, sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums am Montag in Berlin.

Hintergrund der angekündigten Porsche-Untersuchungen ist eine Anfang Juni vom Ministerium publik gemachte Kombination von Motor und Getriebe bei Audi. Zwei Audi-Modelle können demnach am Lenkwinkel erkennen, dass sie auf einem Prüfstand stehen und die Abgasreinigung dann voll aktivieren - während die Wagen im normalen Straßenbetrieb mehr Schadstoffe ausstoßen. Das KBA stuft das als unzulässig ein, vorgesehen ist daher ein Pflicht-Rückruf für 24 000 Fahrzeuge.

Audi sollte bis zum Montag Lösungsvorschläge für eine entsprechende Umrüstung einreichen. Das Ministerium ging nach Angaben des Sprechers davon aus, dass die Unterlagen im Lauf des Tages eingehen.

Der "Spiegel" hatte kürzlich von einem beim Tüv Nord in Auftrag gegebenen Test berichtet, bei dem zu hohe Stickoxid-Werte eines Porsche Cayenne aufgefallen seien. Ein Insider äußerte daraufhin den Verdacht, das Modell könnte eine unzulässige Abschalteinrichtung der Schadstoffreinigung haben.

Im VW-Abgas-Skandal spielt Porsche bisher eher eine Nebenrolle. In Deutschland ist bisher der kleinere Geländewagen Macan Teil eines "freiwilligen" Rückrufs von 630 000 Fahrzeugen verschiedener Marken, bei denen amtliche Zweifel an der Abgastechnik bestehen - aber nicht der Vorwurf einer illegalen Einrichtung erhoben wird. Von insgesamt 33 000 Macan-Modellen wurden inzwischen laut Porsche rund 26 000 nachgebessert. Große Dieselmotoren liefert Audi im VW-Konzernverbund auch an Porsche und an die Kernmarke Volkswagen .

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Urteil: Behörde darf über Teilnahme an Diesel-Rückruf informieren. Die Frau wollte vor dem Oberverwaltungsgericht Schleswig verhindern, dass die örtliche Zulassungsstelle über die Nicht-Teilnahme ihres Wagens an einer VW -Rückrufaktion informiert wird, wie das Gericht mitteilte. Bei dem Rückruf ging es um das Entfernen einer unzulässigen Abschalteinrichtung. SCHLESWIG - Die Halterin eines Diesel-Pkw ist mit einer Klage gegen die Weitergabe von Fahrzeugdaten durch das Kraftfahrbundesamt (KBA) gescheitert. (Boerse, 20.09.2017 - 16:20) weiterlesen...

Verkehrsministerium testet Diesel-Nachrüstungen per Hardware STUTTGART - Das Verkehrsministerium lässt beim Thema Nachrüstungen von Diesel-Fahrzeugen zur Luftreinhaltung nicht locker. (Boerse, 20.09.2017 - 12:47) weiterlesen...

Gabriel stärkt Autoindustrie den Rücken - gegen Enddatum für Diesel. "Wir müssen aufhören, über Probleme der Diesel von gestern zu reden", sagte der Sozialdemokrat am Dienstag bei einem Kongress am Rande der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt. Es komme darauf an, dass sich die deutschen Autohersteller zu Mobilitätsanbietern wandelten und beim Antrieb gute Brückentechnologien anböten. Die Grundlagen des deutschen Wohlstandes dürften nicht aufs Spiel gesetzt werden. FRANKFURT - Mit einem klaren Votum gegen ein Enddatum für Verbrennungsmotoren hat Vizekanzler Sigmar Gabriel der deutschen Auto-Industrie den Rücken gestärkt. (Boerse, 19.09.2017 - 12:05) weiterlesen...

Neue Studie: Diesel stoßen mehr CO2 aus als Benziner. Insgesamt gehe es um über 3,6 Tonnen Kohlendioxid, teilte die Organisation am Montag mit. Gründe seien höhere Fahrleistungen wegen des günstigeren Kraftstoffs, die energieintensivere Produktion des Dieselkraftstoffs, die aufwendigere Produktion der Dieselmotoren sowie höhere Emissionen des beigemischten Biodiesels. BRÜSSEL/HANNOVER - Trotz aller Bemühungen der deutschen Autobauer zur Verteidigung des Dieselmotors zeigt eine Studie der europäischen Umweltschutzorganisation Transport & Environment: Diesel produzieren während ihrer gesamten Lebensdauer spürbar mehr klimaschädliches CO2 als Benziner. (Boerse, 18.09.2017 - 16:47) weiterlesen...

EU-Kommissarin erwartet Durchbruch für Elektroautos. "Ich denke, die meisten von uns in diesem Raum werden in 10 bis 15 Jahren Elektroautos fahren", sagte sie am Montag vor Journalisten in Brüssel. BRÜSSEL - EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska rechnet mit einem Durchbruch von Elektroautos. (Boerse, 18.09.2017 - 15:09) weiterlesen...

Umgang mit der Dieselkrise entzweit VW und Autohändler. "Wir haben einen Skandal, und wie der Konzern damit umgeht, ist unglaublich. Man bekennt sich nicht mehr schuldig für das, was man verursacht hat", sagte der Vorstandschef des Volkswagen und Audi Partnerverbandes, Dirk Weddigen von Knapp, im aktuellen "Spiegel". VW-Deutschland-Vertriebschef Thomas Zahn nannte die Kritik des Händlerverbands in der "Automobilwoche" "beispiellos und geschäftsschädigend". Zwei Jahre nachdem die Abgasmanipulationen bei VW bekannt wurden, hat der Konzern an einer weiteren Front Ärger. WOLFSBURG - Die deutschen VW- und Audi-Händler streiten mit dem Autobauer öffentlich über die Folgen der Dieselkrise und wollen Schadenersatz. (Boerse, 17.09.2017 - 15:00) weiterlesen...