Innogy, DE000A2AADD2

BERLIN - Raus aus Kohle und Gas, dafür Fernwärme aus Erneuerbaren, Offshore-Windenergie und Heizen mit Strom.

04.07.2017 - 06:07:24

Innerhalb einer Generation weg von fossiler Energie. Der schwedische Energiekonzern Vattenfall will innerhalb von einer Generation komplett ohne fossile Energieträger auskommen. Dabei setzt er aber - zumindest in Schweden - zunächst weiter auf Atomkraft.

"Wenn die Kinder, die heute geboren werden, selbst Kinder bekommen, wollen wir fossilfrei sein", kündigte Konzernchef Magnus Hall im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an. "Wir kennen noch nicht alle Antworten. Aber es ist unsere Pflicht, das zusammen mit Politikern und Gesellschaft wahr zu machen."

In Deutschland müsse dafür aber über den Strompreis diskutiert werden. "Elektrizität ist so teuer, dass sie für manche Leute keine Alternative zu fossilen Brennstoffen ist", kritisierte Hall. "Wenn wir wirklich etwas verändern wollen, müssen wir verstehen, dass es nicht darum geht, dass sich Strom selbst verändert. Es geht darum, dass der ganze Markt die Voraussetzungen ändert." In den Niederlanden etwa gebe die Regierung Privatleuten mit höheren Steuern auf Gas den Anreiz, auf Strom zu wechseln.

Auch die Energieunternehmen müssten sich neu ausrichten. Die Zeit der sehr großen Investitionen beispielsweise in Kraftwerke sei vorbei, sagte Hall. Stattdessen wolle Vattenfall den Kunden helfen, durch Wärmepumpen und Mieterstrom eigene Lösungen aufzubauen. In den Niederlanden vermiete der Konzern Wärmepumpen an Haushalte, die sich so große Vorabinvestitionen sparen könnten. "Die Wärmepumpe ist die ideale Lösung zum Heizen - wenn man nicht an Fernwärme angeschlossen ist. Das wäre noch besser", sagte Hall.

Um auf fossile Energieträger verzichten zu können, will Vattenfall in den kommenden Jahren neue Offshore-Windparks bauen. "Wir könnten sehr große Windmühlen bauen ohne jemanden zu stören", sagte Hall. Strom aus erneuerbaren Quellen allein werde innerhalb einer Generation aber nicht ausreichen. "In Schweden haben wir entschieden, Atomkraft weitere 25 Jahre zu nutzen", sagte Hall. "Sie ist klimaneutral, wir haben schon in sie investiert und sind davon abhängig. Es ist besser, unsere Ressourcen da zu investieren, wo wir einen echten Effekt auf CO2-Emissionen haben."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Klimaschützer demonstrieren zu Jamaika-Gesprächen für Kohleausstieg. "Klima schützen, Kohle stoppen", forderten einige Demonstranten von Greenpeace, Oxfam und BUND am Freitag vor der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin, wo sich mehr als 50 Politiker trafen. BERLIN - Zum Start der ersten gemeinsamen Sondierungsrunde von Union, FDP und Grünen haben Klimaschützer einen Ausstieg aus der Stromgewinnung aus Kohle gefordert. (Boerse, 20.10.2017 - 18:14) weiterlesen...

RWE angeblich an deutschen Uniper-Kraftwerken interessiert (Boerse, 20.10.2017 - 13:20) weiterlesen...

RWE ist an deutschen Uniper-Kraftwerken interessiert. Sollten die Finnen, für die vor allem das Auslandsgeschäft von Uniper interessant ist, sich von deren notleidender Stromproduktion in Deutschland trennen, stünde RWE als Käufer parat, berichtete das "Handelsblatt" (HB/Freitagausgabe) unter Berufung auf Kreise des Energiekonzerns. DÜSSELDORF - RWE ist einem Bericht zufolge an den deutschen Kraftwerken von Uniper interessiert - sobald dieser von Fortum übernommen worden ist. (Boerse, 20.10.2017 - 07:09) weiterlesen...

'HB': RWE ist an deutschen Uniper-Kraftwerken interessiert. Sollten die Finnen, für die vor allem das Auslandsgeschäft von Uniper interessant ist, sich von deren notleidender Stromproduktion in Deutschland trennen, stünde RWE als Käufer parat, berichtete das "Handelsblatt" (HB/Freitagausgabe) unter Berufung auf Kreise des Energiekonzerns. DÜSSELDORF - RWE ist einem Bericht zufolge an den deutschen Kraftwerken von Uniper interessiert - sobald dieser von Fortum übernommen worden ist. (Boerse, 20.10.2017 - 06:50) weiterlesen...

Heizöl und Kraftstoff teurer: Energiepreise im September gestiegen. Im Vergleich zum August stiegen die Kosten für Strom, Kraftstoff und Heizöl insgesamt um 1,2 Prozent, wie aus dem aktuellen Energiepreis-Monitor der European Climate Foundation (ECF) hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag. Verglichen mit den Jahren 2012 bis 2014 müssen die Deutschen allerdings immer noch deutlich weniger für Energie bezahlen. BERLIN - Die Energiepreise haben im September so deutlich zugelegt wie bisher in keinem Monat 2017. (Boerse, 17.10.2017 - 05:35) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP: Frühe Signale lassen 2018 stabile Strompreise erwarten. Die sogenannte Ökostrom-Umlage für Strom aus Windkraft und Sonne wird im nächsten Jahr nach Angaben der Netzbetreiber minimal um 0,088 auf 6,792 Cent pro Kilowattstunde zurückgehen. Gleichzeitig werden auch die Netzentgelte für Strom im bundesweiten Durchschnitt um rund vier Prozent auf 273 Euro für einen Verbrauch von 4000 Kilowattstunden fallen. Das ergab eine Auswertung des Internet-Portals Verivox bei den mehr als 800 Netzbetreibern. BERLIN/HEIDELBERG - Die Strompreise in Deutschland werden im kommenden Jahr mindestens stabil bleiben, in einigen Regionen vielleicht sogar etwas sinken. (Boerse, 16.10.2017 - 15:41) weiterlesen...