SIEMENS AG, DE0007236101

BERLIN / MÜNCHEN - Siemens -Chef Joe Kaeser hat nach heftigen Attacken von SPD-Chef Martin Schulz wegen des massiven Stellenabbaus bei dem Elektrokonzern zum Gegenangriff angesetzt.

23.11.2017 - 15:22:24

Nach Attacken: Siemens-Chef erinnert Schulz an eigene Verantwortung. Schulz hatte am Dienstag im Bundestag von "verantwortungslosen Managern" gesprochen und am Donnerstag noch einmal nachgelegt. In einem Brief an Schulz wies Siemens-Chef Joe Kaeser die Kritik zurück. Das teilte der Dax -Konzern am Donnerstag mit. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

Kaeser erinnerte den SPD-Chef in dem Brief angesichts der schwierigen Regierungsbildung an dessen eigene Verantwortung. "Vielleicht sollten Sie sich dabei auch überlegen, wer wirklich verantwortungslos handelt: Diejenigen, die absehbare Strukturprobleme proaktiv angehen und nach langfristigen Lösungen suchen, oder diejenigen, die sich der Verantwortung und dem Dialog entziehen." Diese Frage stelle sich ja gerade ganz aktuell in einer Zeit, in der es nicht nur um die Belange einzelner Unternehmensteile bei Siemens, sondern um ein ganzes Land gehe. "Diese Frage hat ja auch bei der politischen Führung unseres Landes brennende Aktualität", schrieb Kaeser an Schulz.

SPD-Chef Schulz hatte nach dem Platzen der Sondierungen über ein Bündnis von Union, FDP und Grünen bekräftigt, die Sozialdemokraten wollten in der Opposition bleiben.

In dem Brief wies Kaeser außerdem die Kritik von Schulz zurück, Siemens habe wegen öffentlicher Aufträge jahrzehntelang vom deutschen Staat profitiert. Kaeser entgegnete, Siemens habe alleine in den vergangenen fünf Jahren mehr als 20 Milliarden Euro an Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen an den deutschen Staat überwiesen.

Kaeser schrieb außerdem unter Verweis auf die Energiewende, dass es in Deutschland kaum mehr Nachfrage für Gas- und Kohlekraftwerke gebe. Die Energiewende sei in der Sache richtig, "in Ausführung und Timing" jedoch höchst unglücklich.

Der Siemens-Chef forderte außerdem, der Dialog zwischen Arbeitnehmer- und Unternehmensvertretern müsse umgehend aufgenommen werden. "Der öffentliche Wettbewerb in Populismus und Kampfparolen und die Verweigerung des Dialogs helfen den wirklich Betroffenen nicht weiter, höchstens unseren Wettbewerbern."

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Siemens verstärkt sich in der Molekulardiagnostik. Dazu übernimmt die Siemens-Tochter die luxemburgische Fast Track Diagnostics, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Über die finanziellen Details wurde Stillschweigen vereinbart. Fast Track Diagnostics entwickelt und produziert Tests für die molekulare Labordiagnistik, hat Standorte in Luxemburg, Malta und Indien und beschäftigt 80 Mitarbeiter. MÜNCHEN - Der an die Börse strebende Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers verstärkt sich in der Molekulardiagnostik. (Boerse, 15.12.2017 - 10:28) weiterlesen...

Stadt Leipzig: Siemens-Chef lehnt Gesprächsangebot ab. Der bei einem Besuch des Geschäftsführers der Division Power and Gas, Willi Meixner, am Mittwoch angebotene Termin sei bedauerlicherweise abgesagt worden, teilte Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht mit. Das Dezernat will weiter nach Gesprächsmöglichkeiten suchen, um die Vorteile des Standorterhalts für den Konzern und die konkrete Unterstützung durch die Stadt aufzuzeigen. KONZERNFÜHRUNG DEMONSTRIERT.LEIPZIG - Siemens hat ein Gesprächsangebot der Stadt Leipzig wegen der geplanten Werksschließung abgelehnt. (Boerse, 13.12.2017 - 17:58) weiterlesen...

Ermittlungen gegen Siemens wegen BER eingestellt. Die Flughafengesellschaft hatte 2015 Anzeige erstattet, dabei ging es um Siemens-Rechnungen aus den Jahren 2013 und 2014 und die Summe von 1,9 Millionen Euro. Der Potsdamer Staatsanwalt Christoph Lange sagte am Mittwoch, das Geld sei für andere Leistungen als die vertraglich vereinbarten geflossen und verrechnet worden. Es sei kein Schaden entstanden. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" (Mittwoch) darüber berichtet, dass die Ermittlungen eingestellt wurden. POTSDAM - Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat Ermittlungen gegen Siemens wegen mutmaßlichen Abrechnungsbetrugs beim Bau des neuen Hauptstadtflughafens BER eingestellt. (Boerse, 13.12.2017 - 13:37) weiterlesen...

Bayerische Staatsregierung redet mit Siemens über Stellenstreichungen. "Wir werden unabhängig von den Berliner Gesprächen in Bayern bilateral mit Siemens in Verbindung bleiben", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Franz Pschierer (CSU) der Deutschen Presse-Agentur. MÜNCHEN - Auch unabhängig von den Gesprächen in Berlin tauscht sich die bayerische Staatsregierung mit dem Siemens -Konzern über die geplanten Stellenstreichungen im Großraum Nürnberg aus. (Boerse, 12.12.2017 - 16:24) weiterlesen...

Mögliche Staatshilfe bei Siemens-Umbau erst im Frühjahr konkreter. Das sagte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) am Montag in Berlin nach einer ersten Zusammenkunft mit dem Siemens-Management. Dabei ging es um den angekündigten Stellenabbau und Werksschließungen. Auch Vertreter aus den Wirtschaftsministerien der Länder nahmen teil. Zypries sagte, vor dem angestrebten zweiten Treffen müssten belastbare Ergebnisse aus dem Gesprächen zwischen Vorstand und Betriebsrat vorliegen. BERLIN - Bund und Länder wollen bei einem zweiten Treffen mit dem Siemens -Vorstand im Frühjahr ausloten, wie sie beim Konzernumbau helfen könne. (Boerse, 11.12.2017 - 15:37) weiterlesen...

Treffen zu Siemens-Werken ohne konkrete Ergebnisse. Die Zukunft der Standorte sei "zunächst ein innerbetriebliches Thema", sagte Siemens-Personalvorstand Janina Kugel nach dem Gespräch am Montag in Berlin, an dem auch mehrere Wirtschaftsminister aus den Bundesländern teilnahmen. "Uns ist klar, dass die Maßnahmen schmerzhaft sind", betonte Kugel. Siemens habe bei dem Gespräch die Lage an den einzelnen Standorten erklärt. BERLIN - Ein Treffen zum Stellenabbau in den deutschen Siemens -Werken bei Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) ist ohne konkrete Ergebnisse geblieben. (Boerse, 11.12.2017 - 11:55) weiterlesen...