LUFTHANSA AG, DE0008232125

BERLIN - Die deutschen Fluggesellschaften sollen im scharfen internationalen Wettbewerb von einer millionenschweren Entlastung auf dem Heimatmarkt profitieren.

22.11.2016 - 18:41:24

Millionen-Entlastung für die Fluggesellschaften vom Bund. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) kündigte nach einem Treffen mit Branchenvertretern am Dienstag in Berlin an, dass die Flugsicherungsgebühren im neuen Jahr um 213 Millionen Euro sinken sollen. Dafür werde der Bund Kostenbestandteile übernehmen und das Eigenkapital der Deutschen Flugsicherung weiter stärken. Ziel sei es, den unter einem hohen Kostendruck stehenden Unternehmen Spielräume für Investitionen etwa in umweltfreundlichere Jets und zur Jobsicherung zu verschaffen.

Für Deutschland als führende Exportnation sei der Luftverkehr "maximal bedeutend", sagte Dobrindt. Dabei habe die Branche eine Multiplikator-Wirkung auch für andere Wirtschaftsbereiche. Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Stefan Schulte, sprach von richtigen Weichenstellungen. Zugleich werde den Airlines aber etwa durch die weiter fällige Ticketsteuer von jährlich einer Milliarde Euro Investitionskraft genommen.

Um den Luftverkehr zu stärken, will das Ministerium bis Jahresende ein Konzept erarbeiten. Neben der Gebührenentlastung soll es darauf zielen, national bedeutsame Flughäfen festzulegen. Neben den großen Drehkreuzen Frankfurt und München sowie Berlin sollen Airports mit wichtiger Zubringerfunktion hervorgehoben werden, beispielsweise Düsseldorf und Köln/Bonn. Definiert werden sollen zudem Standorte, die auf Expressfracht spezialisiert sind und mit einem garantierten 24-Stunden-Betrieb als Ausweichflughäfen dienen sollen.

Dobrindt betonte, Kapazitätserweiterungen sollten grundsätzlich möglich sein. Zudem bleibe es dabei: "Es wird kein generelles Nachtflugverbot in Deutschland geben." Bei einer weiteren Liberalisierung des Luftverkehrs müssten gleiche Wettbewerbsbedingungen gesichert sein.

Geplante strengere Regeln für die wachsende Zahl ziviler Drohnen am Himmel sollten schnell umgesetzt werden, sagte der Minister. Dies gelte schon deswegen, da zu Weihnachten Tausende neue Geräte verschenkt werden dürften. In diesem Jahr habe es 61 bedenkliche Annäherungen an Flugzeuge gegeben, nachdem es im gesamten Vorjahr 14 gewesen seien. Die angekündigte Verordnung sieht unter anderem eine Kennzeichnungspflicht für größere Drohnen sowie Flugverbote über Straßen, bei Polizei-Einsätzen und nahe von Flughäfen vor.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Bund und Länder verhandeln über Air-Berlin-Transfergesellschaft. Dafür ist an diesem Montag ein Treffen mit Regierungsvertretern im Roten Rathaus in Berlin geplant, wie die Senatskanzlei am Freitag mitteilte. BERLIN - Der Bund und die Air-Berlin-Länder Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin wollen sich über eine Transfergesellschaft für die Beschäftigten abstimmen. (Boerse, 20.10.2017 - 16:53) weiterlesen...

Eurowings bietet gestrandeten Air-Berlin-Kunden günstigere Heimflüge. BERLIN - Die Lufthansa -Tochter Eurowings will nach dem Ende des Flugbetriebs von Air Berlin am 27. Oktober einigen gestrandeten Passagieren günstigere Rückflugtickets anbieten. Wenn sie für die Heimreise ein Ersatzticket bei Eurowings buchten, bekämen sie 50 Prozent des neuen Flugpreises erstattet, sagte der Chef der Fluggesellschaft, Thorsten Dirks, am Freitag in Berlin. Eurowings bietet gestrandeten Air-Berlin-Kunden günstigere Heimflüge (Boerse, 20.10.2017 - 15:42) weiterlesen...

Lufthansa setzt größere Flugzeuge im Berlin-Verkehr ein. FRANKFURT/BERLIN - Wegen der bevorstehenden Einstellung des Flugbetriebs von Air Berlin setzt Lufthansa mit den Töchtern Swiss und Austrian Airlines auf Verbindungen von und nach Berlin zum Teil größere Flugzeuge ein. Das betrifft die Strecken von Berlin nach Frankfurt, München, Zürich und Wien, für die es derzeit eine außergewöhnlich hohe Nachfrage gebe, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Mit den größeren Maschinen ließen sich mehr Fluggäste befördern, hieß es. Air Berlin hat seinen letzten Flug für den 27. Oktober angekündigt. Im November will Lufthansa auch Jumbojets zwischen Berlin-Tegel und Frankfurt einsetzen. Lufthansa setzt größere Flugzeuge im Berlin-Verkehr ein (Boerse, 20.10.2017 - 12:09) weiterlesen...

Verdi-Chef kritisiert Privilegien des Air-Berlin-Chefs als empörend. "Das ist empörend, das ist ein Hohn und eine Beleidigung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht nur in diesem Unternehmen", sagte Bsirske der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Dass tausende Mitarbeiter voraussichtlich überhaupt keine Anschlussbeschäftigung finden und gleichzeitig ein Vorstandsvorsitzender auf Jahre hinaus sein Gehalt gesichert und ausgesorgt habe, sei ein nicht hinzunehmender Kontrast. BERLIN - Verdi-Chef Frank Bsirske hat das abgesicherte Gehalt von Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann scharf kritisiert. (Boerse, 20.10.2017 - 05:19) weiterlesen...

Air Berlin: Bund fordert Lufthansa-Engagement in Transfergesellschaft. "Die Lufthansa und andere Interessierte, die gute Stücke von Air Berlin übernehmen, müssen bei der Qualifizierung und Vermittlung der Air-Berlin-Beschäftigten in einer Transfergesellschaft Verantwortung übernehmen", sagte Katarina Barley (SPD) in ihrer Funktion als kommissarische Arbeitsministerin am Donnerstag. BERLIN - Die Bundesregierung hat die Lufthansa aufgefordert, sich bei der geplanten Transfergesellschaft für Air Berlin zu engagieren. (Boerse, 19.10.2017 - 12:41) weiterlesen...

WDH/Maas: 'Lufthansa soll Air-Berlin-Tickets akzeptieren' (Im 2. Absatz wurde ein Wort ausgetauscht: "übernimmt") (Boerse, 19.10.2017 - 08:59) weiterlesen...