Regierungen, Deutschland

BERLIN - Der Einzelhandel sollte nach Ansicht des Umweltbundesamts (UBA) per Gesetz dazu gebracht werden, Getränke in Mehrwegflaschen anzubieten.

22.11.2016 - 13:15:24

Müllmenge wächst: Umweltbundesamt fordert gesetzliche Regelung. "Vor allem viele Discounter haben Getränke in Mehrwegverpackungen gar nicht im Sortiment", sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger am Dienstag in Berlin. Ihre Behörde sei dafür, eine gesetzliche Verpflichtung einführen. Das UBA berät die Bundesregierung. Umweltministerin Barbara Hendricks verwies darauf, dass so etwas nur auf europäischer Ebene zu regeln sei. "Alleingänge" seien aus Sicht der EU ein Wettbewerbshemmnis.

Der Anteil an Mehrweg-Getränkeverpackungen sinkt seit Jahren. Zugleich produzieren die Deutschen immer mehr Verpackungsmüll: Zwischen 1996 und 2014 stieg der Verbrauch dem UBA zufolge um mehr als 30 Prozent. Ein Grund sei die wachsende Zahl von Single-Haushalten, sagte Krautzberger. Singles kauften öfter kleine Portionen oder Fertigmahlzeiten.

Das Umweltbundesamt fordert zudem, Hersteller stärker in die Pflicht zu nehmen. Lizenzentgelte für Verpackungen, die Hersteller zahlen müssen, sollten sich nicht nur nach dem Material, sondern nach der Fähigkeit zum Recycling richten. Die Lenkungswirkung der Abgabe habe stark abgenommen, sagte Krautzberger.

@ dpa.de

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