VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

BERLIN - Das aktuell vor allem in großen Städten populäre Car-Sharing wird es nach Einschätzung eines Mobilitäts-Experten von Daimler in 10 bis 15 Jahren nicht mehr geben.

08.05.2017 - 18:18:24

Daimler-Forscher: Car-Sharing wird es in 15 Jahren nicht mehr geben. Die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen sei sehr "zeitgeistig", sagte Alexander Mankowsky, Futurist bei Daimler Research & Development, am Montag auf der Internet-Konferenz re:publica. Niemand wolle auf Dauer sein Gepäck für den täglichen Gebrauch stets aus dem Auto räumen und für die nächste Fahrt wieder mitnehmen. Neben dem Individualverkehr sei dagegen vorstellbar, dass künftig Fahrzeuge für spezielle Zwecke unterwegs sein werden, zum Beispiel als mobile Büroräume oder als flexible Komponenten etwa für die Fabrikation von Kleidung.

Auf der re:publica skizzierte Mankowsky aktuelle Konzepte und Herausforderungen bei der Gestaltung der Interaktion zwischen automatisierten Fahrzeugen und den Menschen. Die Auto-Hersteller müssten Wege finden, den Menschen verständlich zu machen, wie sich ein autonomes Fahrzeug in einer Situation verhält. "Mobilität funktioniert auf einem vorbewussten Level", sagte Mankowsky. "Wir rechnen uns nicht vorher aus, wie sich etwas verhalten wird, das passiert von allein - durch Empathie."

Als denkbare Lösung zeigte Mankowsky Fahrzeuge, die über an der Frontseite angebrachten Display-Flächen mit Lichtzeichen signalisieren, ob sie einen Fußgänger erkannt haben. In einem anderen Konzept signalisiert die Fahrzeugkarosserie dem Fußgänger durch Wackeln, das wie ein Winken erscheint, dass er die Straße passieren kann. Die autonom fahrenden Fahrzeuge müssten sich einfügen, damit der Verkehr weiter fließen könne, sagte Mankowsky.

Autonome Autos werden sich nach Einschätzung von Mankowsky aber erst nach und nach verbreiten. Als erste Einsatzmöglichkeiten sieht der Futurist Roboter-Taxis und Autobahn-Piloten. In Städten würden sich erst einmal automatisierte Kleinbusse etablieren. "Automatisierte Fahrzeuge sind ja auch noch relativ teuer."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für VW auf 195 Euro - 'Conviction Buy List'. Bei den Autobauern habe er allgemein seine Absatzprognosen für die Auto-Endmärkte in Europa, Russland und Brasilien leicht nach oben angepasst, schrieb Analyst Stefan Burgstaller in einer Studie vom Donnerstag. Außerdem habe er seine Schätzungen an aktuelle Währungs- und Rohstoffpreisentwicklungen angepasst. NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) von 200 auf 195 Euro gesenkt, die Aktie aber auf der "Conviction Buy List" belassen. (Boerse, 19.10.2017 - 09:35) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse startet VW-Vorzüge mit 'Outperform' - Ziel 212 Euro. Die Zukunftsaussichten der europäischen Autohersteller seien mit Blick auf die Megatrends Elektrifizierung und autonomes Fahren positiv, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Branchenstudie vom Mittwoch. ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat Volkswagen-Vorzugsaktien mit "Outperform" und einem Kursziel von 212 Euro in die Bewertung aufgenommen. (Boerse, 18.10.2017 - 07:55) weiterlesen...

VW-Betriebsratschef Osterloh: E-Autos erst nur in einem Werk bauen. "Ein solcher Schritt wäre anfangs sinnvoll. Allein schon, um etwa die Risiken zu minimieren, die bei Neuanläufen entstehen", sagte Osterloh im Vorfeld der Planungsrunde des Konzerns im Oktober und November in Wolfsburg. Es gehe darum, die vorhandene Kapazität auszulasten - als Beispiel nannte er das Werk in Zwickau. "Mir geht es um Wirtschaftlichkeit, nicht darum, einen Standort überproportional zu versorgen. Wir haben Menschen an Bord, die müssen wir beschäftigen", betonte er. WOLFSBURG - Zum Start der geplanten Elektroauto-Offensive des Volkswagen -Konzerns will Betriebsratschef Bernd Osterloh die Produktion zunächst auf ein einziges Werk konzentrieren. (Boerse, 18.10.2017 - 05:13) weiterlesen...

Porsche-Werk in Leipzig fertigt künftig Bentley-Karosserien. Das sagte eine Unternehmenssprecherin am Dienstag. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Der Probebetrieb laufe schon seit einigen Wochen, später starte dann die Serienproduktion. Den genauen Zeitpunkt dafür nannte die Sprecherin nicht. Die fertigen Bentley-Karosserien würden zur Weiterverarbeitung ins englische Crewe geschickt. LEIPZIG - Im Leipziger Porsche-Werk wird künftig auch die Karosserie des neuen Bentley Continental gefertigt. (Boerse, 17.10.2017 - 16:33) weiterlesen...

Weitere Termine im Musterverfahren zu VW-Übernahmeschlacht aufgehoben. HANNOVER - Im Milliardenstreit mit Aktionären um die Folgen der gescheiterten VW -Übernahme durch Porsche hat das Oberlandesgericht Celle weitere Verhandlungstermine aufgehoben. Hintergrund ist ein Befangenheitsantrag der Klägerseite gegen die Richter. Erst nach der Entscheidung über den Antrag könne die mündliche Verhandlung fortgesetzt werden, teilte das Gericht am Montag mit. Aufgehoben wurden die für den 19. und 20. Oktober vorgesehenen Termine, die übrigen Verhandlungstermine sind nicht betroffen. Einige beigeladene Kläger beim Musterverfahren hatten "Zweifel an der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit" der Richter geäußert. Weitere Termine im Musterverfahren zu VW-Übernahmeschlacht aufgehoben (Boerse, 16.10.2017 - 14:22) weiterlesen...

SPD triumphiert in Niedersachsen - Reicht es für Rot-Grün? (Boerse, 15.10.2017 - 19:45) weiterlesen...