Regierungen, Deutschland

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat fĂŒr schnellere Hilfsmechanismen im Fall neuer gefĂ€hrlicher Epidemien und Gesundheitskrisen in der Welt geworben.

19.05.2017 - 17:14:24

Merkel wirbt fĂŒr schnellere Hilfsmechanismen gegen Epidemien. Nötig seien mehr ReaktionsfĂ€higkeit, koordiniertere AblĂ€ufe und neue Mechanismen fĂŒr schnellere finanzielle Hilfe, sagte Merkel beim Treffen der G20-Gesundheitsminister am Freitag in Berlin.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sagte: "Es ist zwar ungewiss, wann die nĂ€chste Gesundheitskrise auftritt und welche Ausmaße sie haben wird." Fest stehe aber: "Die nĂ€chste Gesundheitskrise mit globalen Auswirkungen wird kommen." Bei der bislang grĂ¶ĂŸten Ebola-Epidemie 2014 bis 2015 starben in Westafrika mehr als 11 000 Menschen. Der jĂŒngste Ebola-Ausbruch im Kongo stellt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Landesebene ein hohes Risiko dar.

Merkel erinnerte an die verheerenden Folgen des weltweiten Ausbruchs der Spanischen Grippe nach dem Ersten Weltkrieg. Sie forderte, die Vorbeugung gegen Epidemien und Pandemien zu stÀrken. Nötig seien auch starke Gesundheitssysteme in allen LÀndern der Welt.

Gröhe warb fĂŒr eine bessere Finanzausstattung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die MitgliedsbeitrĂ€ge der Staaten sollten angepasst werden, damit die WHO den gestiegenen Erwartungen gerecht werden könne. Aus dem Haushalt des Gesundheitsministeriums flössen in diesem Jahr erstmals 35 Millionen Euro zusĂ€tzlich an die WHO.

Die Gesundheitsminister der 20 wichtigsten Schwellen- und IndustrielĂ€nder beraten noch bis Samstag das Vorgehen gegen Gesundheitskrisen. In einer Übung zum Krisenmanagement erprobten die Minister am Freitag den Ernstfall eines Krankheitsausbruches.

Die Übung fand in einem abgetrennten Raum des Veranstaltungsorts am Brandenburger Tor statt. Zu dem Raum sollen nur die Minister und ReprĂ€sentanten internationaler Organisationen sowie jeweils ein Berater Zugang haben. Ausgehend von dem erdachten Szenario mit einem unbekannten Virus in einem fiktiven Land wurden die zur BewĂ€ltigung notwendigen Maßnahmen diskutiert, hieß es.

Die Übung sollte laut Gröhe zeigen, welche Verantwortlichkeiten es vor Ort gibt, wenn eine Krise auftritt, wer Hilfe bereitstelle und welche Kontrollen erforderlich seien. Alle Staaten könnten davon lernen.

Das Treffen der Staats-und Regierungschefs der G20 findet am 7. und 8. Juli in Hamburg statt. Merkel betonte die Bedeutung der GesprĂ€che. Das Symbol dafĂŒr, ein Kreuzknoten, stehe fĂŒr die enger werdenden Verbindungen: Je stĂ€rker man an den Enden ziehe, desto enger werde der Knoten.

@ dpa.de

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