Wizz Air, JE00BN574F90

(Berichtigt wird im 3. Absatz, letzter Satz ein Tippfehler)

15.11.2017 - 12:16:24

WDH/ROUNDUP: Airbus überholt Boeing mit Rekordauftrag in Dubai - 430 'neo'-Jets

vorbei. Der nach wie vor weltgrößte Flugzeugbauer meldete am Mittwoch einen Großauftrag des arabischen Billigfliegers Flydubai über 175 Mittelstreckenjets der 737-MAX-Reihe. Dieser kommt auf einen Listenpreis-Wert von rund 21 Milliarden Dollar. Insgesamt hat Boeing in Dubai damit Aufträge und Vorverträge über knapp 250 Verkehrsflugzeuge eingesammelt. Airbus kommt auf über 450 Bestellungen.

Allerdings lag Boeing bei den Bestellungen seit Jahresbeginn bereits weit vor den Europäern. Zudem hat die arabische Fluglinie den Hersteller aus Europa am Sonntag mit einem Großauftrag für Boeing über 40 "Dreamliner"-Langstreckenjets brüskiert. Eigentlich war von den Arabern ein Großauftrag über 36 Exemplare des weltgrößten Passagierjets A380 erwartet worden. Der Flieger ist wegen einer jahrelangen Auftragsflaute ein Sorgenkind des Airbus-Konzerns. Stattdessen unterschrieb Emirates vor der internationalen Presse einen Vorvertrag mit Boeing - während sich die bereits erschienenen Airbus-Manager aus dem Saal verzogen. Oft findet die Vertragsunterzeichnung erst vor versammelter Presse statt.

Auch wegen der A380-Probleme ist der Deal mit Indigo Partners für Airbus-Manager John Leahy eine Art Krönung. Der 67-Jährige, der kurz vor dem Ruhestand steht, hat in zwei Jahrzehnten als Airbus-Verkaufschef Flugzeugverkäufe im Volumen von mehr als einer Billion US-Dollar an Land gezogen. Er hat einen großen Anteil daran, dass sich der europäische Hersteller zum praktisch einzigen Rivalen des immer noch weltgrößten Flugzeugbauers Boeing entwickelt hat.

Sollte Indigo Partners den Vorvertrag über 430 Mittelstreckenjets noch vor Jahresende in eine verbindliche Bestellung umwandeln, würde dies Airbus auch deutlichen Rückenwind verschaffen. So hatte der Konzern von Januar bis Ende Oktober lediglich Bestellungen über knapp 290 Flugzeuge eingesammelt. Zugleich will der Konzern in diesem Jahr rund 720 Verkehrsjets ausliefern. Nach der Auftragsflut der vergangenen Jahre hatte der Chef der Verkehrsflugzeugsparte, Fabrice Brégier, eigentlich nicht damit gerechnet, dass die Zahl der Bestellungen 2017 erneut die Auslieferungen übertrifft.

Mit dem Rekordauftrag in den Büchern könnte der Auftragsbestand in diesem Jahr nun doch nicht schrumpfen - sondern über die Marke von 7000 Verkehrsflugzeugen steigen.

@ dpa.de

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