Steinhoff International NV, NL0011375019

AMSTERDAM / OLDENBURG - Der deutsch-südafrikanische Möbelkonzern Steinhoff sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt.

24.08.2017 - 17:41:24

Möbelkonzern Steinhoff wehrt sich gegen Vorwürfe. Die Muttergesellschaft des Möbeldiscounters Poco wies am Donnerstag Vorwürfe unredlicher Geschäftspraktiken zurück, die in einem Medienbericht thematisiert worden waren. Die Quelle einiger dieser Vorwürfe sei ein ehemaliger Geschäftspartner, mit dem sich der Konzern in mehreren Rechtsstreitigkeiten befinde, erklärte Steinhoff in einer Kapitalmarkt-Mitteilung.

Das "Manager-Magazin" hatte über Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Oldenburg wegen des Verdachts der Bilanzfälschung berichtet, woraufhin der Aktienkurs des im MDax der mittelgroßen Unternehmen gelisteten Konzerns eingebrochen war. "Wesentliche Fakten und Vorwürfe sind falsch oder irreführend", erklärte Steinhoff nun. Zudem habe das Unternehmen schon im Jahr 2015 auf Untersuchungen wegen Bilanzfragen hingewiesen. Zuletzt betrug das Kursminus noch rund 10 Prozent, nachdem es zwischenzeitlich um 17 Prozent abwärts gegangen war.

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hatte zuvor bestätigt, dass sie Ermittlungen gegen Manager eines Möbelkonzerns aufgenommen hat. Namen wollte die Behörde am Donnerstag allerdings nicht nennen. Ermittelt werde gegen "vier aktuelle und ehemalige Verantwortliche eines Konzerns, zu dem unter anderem ein Möbelhandel-Unternehmen in Westerstede gehört, wegen des Verdachts der unrichtigen Darstellung in Bilanzen", teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in einer schriftlichen Stellungnahme mit. "Hierdurch könnte gegebenenfalls auch der Bilanzwert des Konzerns zu hoch dargestellt worden sein." Steinhoff hat seine Europa-Zentrale in Westerstede.

Im Fokus der Ermittlungen stehen laut Staatsanwaltschaft Verträge über Verkäufe von Firmenanteilen im jeweils dreistelligen Millionenbereich. "Bei Durchsuchungen wurden von den Beamten der Ermittlungsgruppe umfangreiche Unterlagen und Datenmaterial sichergestellt", hieß es weiter. Aufgrund des Umfangs des Materials werde die Auswertung voraussichtlich mehrere Monate in Anspruch nehmen. Im Zuge des Ermittlungsverfahrens sei zudem eine Strafanzeige einer dritten Person wegen des Verdachts der Urkundenfälschung erstattet worden.

Steinhoff erklärte unter Verweis auf die vor zwei Jahren publik gemachten Untersuchungen, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Eigene Nachforschungen hätten keine rechtlichen Probleme zu Tage gefördert. Die Rechtsstreitigkeiten mit dem ehemaligen Partner in einem Gemeinschaftsunternehmen in Europa könnten aber zu einer Zahlung führen, für die das Unternehmen jedoch vorgesorgt habe. Zudem sei die Summe für Steinhoff nicht hoch.

Steinhoff ist ein Konzern mit Rechtssitz in Amsterdam und einem operativen Hauptquartier in Südafrika. In Deutschland ist Steinhoff vor allem durch seine Poco-Möbelhäuser bekannt.

@ dpa.de

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